In Verstärkern speichern Elkos den Strom, damit dieser bei impulsbedingten Spitzen unmittelbar bereitsteht. Um die Elkos wieder aufzufüllen, zieht der Verstärker Strom aus dem Netz. Die V5 Sirius ist mit Kabeln aus versilberten, reinen Kupferlitzen verdrahtet, deren Widerstand äußerst gering ist. Beim isolierenden Dieelektrikum hat IsoTek darauf geachtet, die Konstante möglichst niedrig zu halten – auch hier soll es kein »Tempolimit« für die Elektronen geben. Das mag manchem wie Homöopathie vorkommen, doch zeigen Messungen laut IsoTek die klaren Vorteile einer solchen Konstruktion.
Sollte im Umfeld des Hauses oder der Wohnung bei einem Gewitter der Blitz einschlagen, kann es zu kurzzeitigen Spannungsspitzen kommen, die natürlich das Potential haben, alle angeschlossenen Komponenten zu beschädigen. In der IsoTek-Leiste ist für diesen Fall eine thermomagnetische Sicherung eingebaut, die zuverlässig funktioniert und gegenüber klassischen Feinsicherungen klangliche Vorteile bietet.
Wer immer noch glaubt, dass eine für Audio-Zwecke optimierte Stromversorgung keine Auswirkung auf die klangliche Qualität der Wiedergabe hat, kann gerne versuchen, sein Vorurteil mit Hilfe dieser Netzleiste zu bestätigen, denn das wird ihm ganz sicher nicht gelingen. Bereits in der »kleineren« i-fidelity.net-Testanlage – bestehend aus dem Pro-Ject-Plattenspieler Debut Pro, dem Vollverstärker Magnat MA900 und den Q Acoustics-Lautsprechern 5020 – macht sich der Einsatz der Sirius-Netzleiste positiv bemerkbar. Voraussetzung ist natürlich ein sorgfältig aufgebautes und ordentlich verkabeltes Setup. Sitzt der Hörer im Stereo-Dreieck und befinden sich die Lautsprecher auf Ohrhöhe, wird er schnell feststellen, dass der Hochton sehr viel mehr Energie bekommt, ohne dabei zu überstrahlen oder gar nervig zu werden. Da verschwindet der akustische Grauschleier, weil auf der Bühne nunmehr Transparenz und klare Sicht herrschen. Zum Nachvollziehen dieser Unterschiede benötigt man übrigens keine »goldenen Ohren«, sondern einfach ein vertrautes Stück Musik.
Es sind aber nicht nur diese unmittelbar wahrzunehmenden Änderungen, die den Unterschied machen. Auch die Wiedergabe als Ganzes wird mit der IsoTek-Netzleiste stabiler und plastischer. Wechselt man auf Alternativen oder gar zurück auf eine Standard-Stromzufuhr, fällt sofort auf, dass Bassdrums an Definition verlieren, die Geometrie der abgebildeten Bühne verschwimmt und Stimmen diffuser wiedergegeben werden. Auch die Kraft einer orchestralen Attacke verpufft ohne die IsoTek-Leiste vollends. Wer neugierig ist, sollte sich die »Olympic Fanfare And Theme« mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von John Williams anhören. Sobald die V5 Sirius im Einsatz ist, sind alle Details konturiert, selbst der Nachhall wird deutlich glaubhafter; und wenn die Bläser das Thema schmettern, ist die Durchschlagskraft eine gänzlich andere. Natürlich sind uns positive klangliche Auswirkungen in dieser Größenordnung auch von anderen Netzfiltern bekannt, aber nie zuvor gab es dieses Resultat mit einem dreistelligen Preisschild.