Die Canton Reference 7 ist als Dreiwege-Bassreflexsystem ausgelegt. Zwei 154-Millimeter-Tieftöner, ein ebenso großer Mitteltöner und ein 25-Millimeter-Hochtöner setzen im Verbund die elektrische Energie in Schallwellen um. Die Übergangsfrequenzen liegen bei 190 und 3.200 Hertz. Im Hochtonbereich setzt Canton auf eine Kalotte aus Aluminium-Keramik-Oxyd. Dieses Material verbindet Steifigkeit mit geringem Gewicht und soll Verzerrungen minimieren sowie eine saubere, weitreichende Hochtonauflösung ermöglichen. Das Mittelton-Chassis und die beiden Tieftöner basieren auf der firmeneigenen »Black-Keramik-Wolfram«-Technologie. Diese Chassis verfügen über besonders steife Membranen, die mit einer Wave-Sicke kombiniert sind. In Verbindung mit der TCC-Technologie (Triple Curved Cone) soll dies für kontrolliertes Schwingverhalten und hohe Impulstreue sorgen.
Das Bassreflexsystem arbeitet mit einem nach unten abstrahlenden Resonator (Downfire). Diese Bauweise erlaubt eine flexible Aufstellung, da der Bass gleichmäßiger in den Raum eingekoppelt wird. Gleichzeitig wird das Gehäusevolumen optimal genutzt. Der Übertragungsbereich reicht von 23 bis 40.000 Hertz, die Nennbelastbarkeit liegt bei 160 Watt, die Musikbelastbarkeit bei 320 Watt. Mit einem Wirkungsgrad von 87,5 Dezibel bei 2,83 Volt auf einen Meter zeigt sich die Reference 7 als durchaus anspruchsvoller, aber gut kontrollierbarer Spielpartner – ein potenter Verstärker schadet folglich für die Ansteuerung nicht. Besonderes Augenmerk verdient die Frequenzweiche. Sie ist so ausgelegt, dass die einzelnen Wege phasenrichtig zusammenspielen und die Übergänge möglichst linear erfolgen. Ein Thema, welches das Entwicklerteam im Taunus hundertprozentig beherrscht. Um an dieser Stelle möglichst geringe Verluste zu verzeichnen und stabile Parameter zu erzielen, ist die Auswahl der eingesetzten Bauteile mit messtechnischem und gehörtem Aufwand größer, als man vermuten würde. Mit Software-Unterstützung ist vieles, aber eben nicht alles möglich.
Die Anschlussterminals der Reference 7 stammen von WBT, auch das ist ein klares Qualitätsbekenntnis. Die massiven, hochwertig verarbeiteten Polklemmen ermöglichen Single-Wiring ebenso wie Bi-Wiring oder Bi-Amping. Für die Hörtests entfernen wir die Brücken und entscheiden uns für Bi-Wiring. Die Terminals greifen Kabel sicher und mit hoher Kontaktqualität – ein für viele sicher unscheinbares Detail, das allerdings im Grenzbereich zwischen sehr gut und überragend den Ausschlag geben kann. Bei der Aufstellung der Lautsprecher lohnt sich Sorgfalt. Nicht, weil die Reference 7 kapriziös wäre, sondern weil sie den Aufwand belohnt. Stimmen sollten exakt mittig zwischen den Lautsprechern erscheinen. Wer über eine Mono-Taste am Verstärker verfügt, kann diese zur Kontrolle der Symmetrie nutzen. Es reicht aber im Ansatz schon, wenn etwa die Nachrichtensprecherin exakt gegenüber des Hörplatzes die Meldungen vorträgt. Ist die Aufstellung gehörrichtig justiert, öffnet sich ein akustisches Panorama, das verblüffend ist.