Von den vier Standlautsprechern der Baureihe ist die 7 K das »kleinste« Modell, was allerdings noch immer einen guten Meter in der Höhe und 33 Kilogramm auf der Waage bedeutet. Das sorgfältig verarbeitete und aus zwei Kammern bestehende Gehäuse, welches in Hochglanz Schwarz und Weiß sowie in Kirschholz zu bekommen ist, verjüngt sich aus optischen und akustischen Gründen über einen sanft geschwungenen Bogen. Nicht sichtbar gibt es eine Öffnung in Richtung Bodenplatte. Canton nennt diese Konstruktion »Bass Guide«: Der austretende Schall trifft auf den massiven Sockel, der ihn über definierte Öffnungen nach vorne und hinten »entlässt«. Das soll in einer höheren Flexibilität bei der Aufstellung resultieren, was die Hörer freuen wird, die ihre Lautsprecher nicht frei im Raum platzieren können. Zur Nivellierung eignen sich die vier metallenen Tellerfüße, die auch für einen soliden Stand sorgen.
Die Reference 7 K ist mit vier Chassis bestückt und als Dreiwege-Konzept ausgeführt. Für den Frequenzbereich ab drei Kilohertz wird eine 25-Millimeter-Kalotte eingesetzt. Ihr Dom ist aus Aluminium gefertigt. Computer halfen bei der Berechnung der Form, die darauf abzielen sollte, Bündelungseffekte zu minimieren. Der Spalt, in dem die Schwingspule aus Kupfer arbeitet, wurde bis an den Rand des Möglichen verkleinert, um den magnetischen Fluss mit nur ganz geringen Widerständen zu konfrontieren. Zudem wahrt die neue Kalotte auch bei höheren Pegeln ihre Linearität. Ihr direkter Nachbar ist ein 18-Zentimeter-Mitteltonchassis, welches ebenso wie die beiden bis 220 Hertz arbeitenden Tieftöner mit einer »K«eramik-Membran versehen ist.
Zur Herstellung wird eine steife und bereits leichte Aluminiummembran in ein Bad aus Säure getaucht. Unter Zugabe von Sauerstoff und Hochspannung beginnt das Material zu oxydieren, was in der Konsequenz zu einem Gewichtsverlust führt. Der geht allerdings auf Kosten der Steifigkeit. Also wird in einem weiteren Schritt Wolfram-Pulver aufgebracht, das dann unter Hitzeeinwirkung mit der Membran gebacken wird. Damit ist die Unverformbarkeit wieder hergestellt. Wie die Messergebnisse im Canton-Labor laut Frank Göbl gezeigt haben, zeichnen sich die neuen Chassis durch ein lineareres Schwingungsverhalten und ein verringertes Verzerrungsniveau aus. Zu guter Letzt bekam die neue Membran noch eine neue Sicke spendiert, die sich Resonanzen gegenüber immuner als die bei den Vorgängern verwendete Konstruktion zeigen soll.
Aufstellung und Handling der Reference 7 K sind unproblematisch, solange ein paar Dinge beachtet werden. Aus diesen Schallwandlern tönt es bereits akzeptabel, wenn als Antrieb ein ordentlicher AV-Receiver eingesetzt wird, der über Standard-Kupferleitungen sein Signal überträgt. Man könnte sagen, bitte, spielt doch, wozu jetzt noch mehr Aufwand treiben? Zur Verdeutlichung bemühen wir mal ein Bild aus dem Automobilbau: Auch mit einem Porsche kann man auf der Autobahn prima 120 km/h fahren. Sie wissen jedoch, dass es auch wesentlich schneller gehen kann. Selbiges gilt auch für den Betrieb einer Canton Reference 7 K, die sich mit einem Audionet SAM G2 und Lautsprecherkabeln von Nordost direkt auf die Überholspur begibt.