Ich meinem bisherigen Leben gab es drei CD-Player. Bis vor ein paar Jahren war ich nicht wirklich von der digitalen Musikerzeugung begeistert. Mein letzter CD-Player – gleichzeitig auch der klanglich Beste – war ein Cambridge CD6. Ein aufwändig gemachter und dennoch bezahlbarer Player. Als ich dann auf einen Musikserver umgestiegen bin, dessen D/A-Wandler nicht gerade toll geklungen hat, habe ich mir sofort einen Cambridge Audio-DAC gekauft, um wieder vernünftig Musik hören zu können. Der Cambridge DAC hat es sehr lange Zeit bei mir ausgehalten.

Meine Erwartungen an die Cambridge Audio-Flaggschiffe sind somit nicht die Kleinsten. Ich bin gespannt, ob diese beiden Geräte neuester Generation wieder so ein Gefühl klanglicher Freunde auslösen können. Zum Test haben sich bei mir der Netzwerkspieler 851N, der auch als vollwertige digitale Vorstufe einsetzbar ist und die Stereoendstufe 851W eingefunden. Mit diesen beiden Gerätschaften und einem Paar Lautsprecher lässt sich also schon eine vollwertige HiFi-Kette aufbauen, was mir schon mal sehr sympathisch ist.

Flaggschiffe werden grundsätzlich solide aufgebaut und das ist bei diesen Gerätschaften nicht anders. Die Verarbeitungsqualität kann locker in einer höheren Preisliga mitspielen. Hier wackelt nichts, die Knöpfe haben einen ordentlichen Druckpunkt und der Lautstärkeregler läuft geschmeidig. Nur die Fernbedienung ist dem Preissegment angepasst aus Kunststoff, aber optisch und haptisch kein Billigheimer. Also hier brennt nichts an und da müssen sich eher die Mitbewerber strecken. Was in puncto Optik sehr gefällt ist die schlichte Eleganz, mit der die Cambridge-Komponenten auftreten. Das ist das schlichte Gegenteil von Protz-HiFi.

Die Ausstattung des 851N und der 851W ist von Cambridge Audio großzügig gestaltet worden. Dennoch ist das Thema Klangqualität mit Priorität versehen, was bei weitem nicht für jeden Mitbewerber gilt.