Es gab Zeiten, da war ich auf gekonnt abgestimmte Zweiwege-Monitore eingeschworen, weil sie mit ihrer Abbildungspräzision und Geschlossenheit so manchem Standlautsprecher das Leben schwer machen. Eingedenk dessen haben »ausgewachsene« Exemplare gegenüber Kompaktboxen für mich bis heute nur dann Bestand, wenn sie sich durch konkurrenzfähige Homogenität auszeichnen. Nach jenem Feuereifer für hochwertige Schuhkartons rückte sich jedoch die Perspektive wieder zurecht und ich begann, den souveränen Charakter und das Bassvolumen größerer Standlautsprecher zu vermissen. Besonders wenn man sich an erschwinglichen Preisregionen orientiert, muss jeder Hörer bei der Wahl zwischen diesen Lautsprechergattungen für sich abwägen, ob die Priorität auf dem letzten Quäntchen Homogenität oder auf spürbar mehr Substanz liegt. Ließen sich derlei Unterschiede quantifizieren, würden Standlautsprecher im Allgemeinen besser dastehen, denn während sich beide Bauformen dank neuerer Entwicklungen den Schokoladenseiten der jeweils anderen annähern konnten, wirkt die Physik immer zugunsten des größeren Innenvolumens.

Allerdings darf eine solche Rechnung nicht ohne den Hörraum gemacht werden, dessen Volumen und Geometrie sich unweigerlich auf das Gesamtergebnis auswirken. Daher kann eine sinnvolle Entscheidung für eine Standbox oder einen Kompaktlautsprecher nur unter Berücksichtigung des fraglichen Umfeldes getroffen werden. Dementsprechend empfiehlt Triangle die Comete Ez für Räume von etwa fünfzehn bis dreißig Quadratmetern Größe; mein Hörraum liegt somit genau an der Obergrenze ihrer »operablen Zone«. Wohl wissend, dass kompakte Schallwandler häufig wegen ihres geringeren Platzbedarfs bevorzugt werden, spricht Triangle auch von einer Positionierung auf einem Möbel und liefert anstelle von Spikes dafür geeignete Gummifüße mit. Diese unaufdringliche Variante mag attraktiv erscheinen, aber dafür ist ausgerechnet die Comete Ez wirklich zu schade. Wer das klangliche Maximum aus ihr herausholen möchte, sollte besagte Gummifüße verwenden und ihr hochwertige, passende Stative gönnen. Mit denen wirkt sie immerhin dezenter als ein Standlautsprecher, und diesen Umstand sollten auch stilbewusste Hörer nutzen, um gleich Nägel mit Köpfen zu machen: Wenn Sie die Comete Ez frei im Raum aufstellen, wird sie Sie reichlich dafür belohnen.

Die Esprit-Serie ist genau in der Mitte des Triangle-Portfolios angesiedelt und bildet auch mit ihrem Preispunkt das bodenständige Credo des Herstellers exemplarisch ab. Nichtsdestoweniger sind in ihre aktuelle Auflage auch Erkenntnisse aus der Entwicklung der zweiten Magellan-Generation eingeflossen, die vor sieben Jahren eingeführt wurde. Seither hatte sich Triangle daran gesetzt, wesentliche technologische Merkmale der Referenzlinie kostengünstiger zu realisieren und zunächst die Modelle der Signature-Reihe davon profitieren lassen, bis schließlich vor zwei Jahren die Esprit-Serie einer erneuten Modellpflege unterzogen wurde. Sie umfasst außer der Comete Ez die beiden Kompaktboxen Titus Ez und Heyda Ez, die drei Standlautsprecher Australe Ez, Antal Ez und Gaia Ez sowie den Center Voce Ez. Alle Modelle weisen für die jeweiligen Frequenzbereiche eine identische Chassis-Bestückung auf, sodass sie frei miteinander kombiniert werden können, ohne die einheitliche Klangcharakteristik eines mehrkanaligen Setups zu kompromittieren. In einem solchen Szenario empfiehlt sich die flache, zur Montage an der Wand geeignete Heyda Ez für die rückwärtige Beschallung.

Das Anschlussfeld der Comete Ez ist für Single-Wiring ausgelegt; die selbst entwickelten, in makellos gebürstetem Aluminium ausgeführten Lautsprecheranschlüsse sind äußerst solide und sehen beileibe nicht nach einem Lautsprecher dieser Preisklasse aus.