Bei Betrieb auf den optional erhältlichen Ständern wird die Concerta M12 mit diesen fest verschraubt. Neben dem Sicherheitsaspekt sprechen aber auch klangliche Argumente für die Verschraubung.

Das so gewonnene Wissen floss in die erste Serie ein, die auf den Namen »Salon« hörte und mit ihren sensationellen klanglichen Eigenschaften weltweit für Erstaunen sorgte. Mit diesem Hintergrundwissen wird sicher verständlich, dass Revel-Lautsprecher zum Teil mehrere tausend Euro kosten. Um die eingangs gestellte Frage zu beantworten: Die Concerta-Serie profitiert von den größeren Modellreihen in punkto technischem Know-how. Lediglich die Gehäuse sind einfacher konstruiert, bei Chassis und Frequenzweichen fällt der Selektionsgrad geringer aus. Hinzu kommt dann sicher noch so etwas wie ein Stückzahlenrabatt – und voilà, für 900 Euro das Paar gibt es die M12.


Technik und Ausstattung der Revel Concerta M12

Um freien Blick auf die beiden Chassis zu bekommen, muss zunächst die sehr leichte Bespannung abgenommen werden. Die wird nicht, wie sonst üblich, an vier Punkten fixiert, sondern an acht. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir einen gegenüber dem durchschnittlichen Schallwandler verdoppelten Aufwand sehen. Unwillkürlich fällt der Blick auf die Hochtonkalotte, die in einer Senke der Schallwand montiert ist. Was hat es denn damit auf sich? Dahinter verbirgt sich eine Technik, die dafür sorgen soll, dass Verzerrungen und Kompressionseffekte bei höheren Pegeln ausbleiben und das Abstrahlverhalten des Hochtöners über den gesamten Arbeitsbereich optimiert ist. Besonders sensibel ist der Übernahmebereich zwischen Tiefmitteltöner und Kalotte. Hier wollen die Entwickler ein ähnliches Abstrahlverhalten der unterschiedlichen Chassis erreicht haben. Revel nennt diese Technik »Constant Acoustic Impedance«. Das Gehäuse freilich ist einfacher konstruiert, als es bei den größeren Modellen der Fall ist. Aber immerhin ist der Korpus aus knapp zwei Zentimeter dicken MDF-Platten gefertigt, bei der Schallwand kommen noch einmal fünf Millimeter hinzu.

Die Frequenzweiche ist mit ordentlichen Bauteilen bestückt, deren Toleranzrahmen drei Prozent betragen soll. Hört sich nach viel an, ist aber in Wahrheit für so manchen Hersteller eine Traummarke. Um eine Beschädigung der Weiche beim Transport zu verhindern, sind die größeren Bauteile mit Kabelbindern gesichert. Nicht schön anzuschauen, aber effektiv in der Wirkung.

Beide Chassis sind von hoher Qualität. Der Tiefmitteltöner hat einen Durchmesser von 16,5 Zentimetern. Der Korb wird mit sechs statt sonst häufig nur vier Schrauben in der Schallwand verankert. Selbstverständlich ist er magnetisch geschirmt, um zu verhindern, dass es bei der Platzierung neben einem Bildschirm zu Störungen kommt. Die extrem steife Membran ist ein Gemisch aus organischem Material und Keramik. Auch das Material für die Sicke ist nicht irgendein Gummi-Werkstoff, sondern Butylkautschuk, dem besonders gute Dämpfungseigenschaften nachgesagt werden. Die Auslegung der Zentrierspinne hat den klaren Ansatz, Torsionsschwingungen der Membran zu verhindern. Um es kurz zu machen, es ist ein Hightech-Chassis. Die Kalotte, die für den Frequenzbereich oberhalb 2.500 Hertz zuständig ist, wird aus dem gleichen Material gefertigt. Revel verwendet für den Antrieb einen Neodymmagneten anstelle eines konventionellen Magneten. An der Technik der Concerta M12 wurde also nicht gespart.

Der Magnet des Tiefmitteltöners ist vollständig gekapselt. Vor der Montage wird jedes Chassis einer ausführlichen Testprozedur unterzogen. Nur wenn die Abweichungen zum Referenz-Modell im engen Rahmen bleiben, wird es verbaut.
Vor der Hochtonkalotte sitzt eine akustische Linse, die integraler Bestandteil der gegossenen Schallführung ist.
Die Qualität der Frequenzweichen-Bauteile der Concerta M12 steht der der größeren Revel-Modelle kaum nach.