Pünktlich zur High-End-Messe 2023 in München kündigte Q Acoustics die neue 5000er-Baureihe an. Sie sollte die Lücke zwischen den Modellen der Concept- und der 3000er-Serie schließen. So weit, so gut. Präsentiert wurden in einem ersten Schritt die Regallautsprecher 5010 und 5020, die Standbox 5040 und der Center-Speaker 5090. Zu einem späteren, nicht definierten Zeitpunkt sollte der ebenfalls formschöne Standlautsprecher 5050 folgen. Im März diesen Jahres wurde die Ankündigung dann in die Realität umgesetzt. Nach den exzellenten Erfahrungen, die i-fidelity.net mit der kleineren Q Acoustics 5040 gemacht hat, stellte sich natürlich die Frage, ob und wie weit sich die 5050 davon noch absetzen kann.
Das in den Ausführungen Schwarz, Weiß, Rosenholz und Eiche erhältliche Gehäuse besitzt eine klare Designlinie mit einem weitgehenden Verzicht auf 90-Grad-Winkel, wodurch sich eine harmonische, fließende Form ergibt. Zudem sind weder auf der Vorder- noch auf der Rückseite Schrauben sichtbar, was eher ein Attribut von hochwertigen Möbeln als von HiFi-Lautsprechern ist. Wer sich an der Optik der drei Chassis stören sollte, kann das mit einer magnetisch haltenden Abdeckung ändern. Angesichts der auf der Schallwand herrschenden Ordnung ist dieser Schritt nach unserem Dafürhalten aber nicht notwendig. Um die Standfestigkeit des knapp über einen Meter hohen und 22 Kilogramm wiegenden Gehäuses zu gewährleisten, werden hinten an den Seitenwangen Ausleger aus Aluminium montiert. Zu stehen kommt die 5050 auf vier höhenverstellbaren Spikes, die jedoch zur Schonung von empfindlichen Holzböden einfach mit den beiliegenden Kappen aus Gummi umschlossen werden können.
Doch formale, ästhetische Schönheit ist bei Weitem nicht alles, was die Standlautsprecher auszeichnet. Q Acoustics ist seit jeher dafür bekannt, dass unter der hübschen Verpackung solide Technik zu finden ist. So verfügt auch die 5050 über eine ganze Reihe durchdacht gewählter Zutaten: Die Seiten- und Rückwände bestehen aus zwei Zentimeter dicken MDF-Platten, die Schallwand ist aus einer 25 Millimeter dicken HDF-Platte geschnitten. Zur zusätzlichen und gleichmäßigen Resonanzdämpfung ist sie mit einer dünnen Schicht aus Gummi überzogen. Von klanglicher Bedeutung sind ebenfalls die Punkt-zu-Punkt-Streben im Inneren des Gehäuses. Mittels Software, die Gehäuseschwingungen bei unterschiedlichen Frequenzen simuliert, hat Q Acoustics genau die Punkte ausfindig gemacht, bei denen eine mechanische Beruhigung erforderlich ist. Resultat ist die präzisere Abbildung von Schallquellen innerhalb des Klangbilds.