Der Hochtöner mit 22 Millimeter Durchmesser ist hermetisch gekapselt und mechanisch vom Gehäuse entkoppelt. Diese »schwebende« Lagerung verhindert, dass Druckschwankungen aus dem Inneren des Gehäuses oder vom Tiefmitteltöner auf die Rückseite der Hochtonmembran übertragen werden. Das Resultat ist eine saubere, unverfälschte Hochtonwiedergabe mit geringerer Verzerrung und besserer Detailauflösung. Der Hochtöner beginnt seine Arbeit bei 2.500 Hertz, wofür die mit ordentlichen Bauteilen bestückte Frequenzweiche sorgt.

Nutzen des vollen Potentials

Ein weiterer zentraler Baustein der 3030c ist die Punkt-zu-Punkt-Verstrebung (Point to Point). Dabei werden gezielt jene Bereiche im Gehäuse versteift, die zu Resonanzen neigen. Diese exakte Stabilisierung sorgt für reduzierte Gehäusevibrationen, was sich unmittelbar in einer klareren Stereoabbildung und einer präziseren Raumdarstellung niederschlägt. Mit 87 Dezibel Wirkungsgrad sollte der antreibende Verstärker 50 Watt und gerne auch mehr pro Kanal leisten. Wichtig ist aber, dass hier ein vernünftiger Amp zum Einsatz kommt, weil ansonsten einfach zu viel des vorhandenen Klangpotentials nicht abgerufen wird. Apropos, wer seine Lautsprecher tatsächlich in ein Regal stellen möchte, kann das gerne machen, dafür muss die nach hinten abstrahlende Bassreflexöffnung aber mit dem beiliegenden Pfropfen verschlossen werden. Wir empfehlen aber den Erwerb der Standfüße Q3030 FSi (249 Euro/Paar) aus gleichem Haus. So können die Lautsprecher frei und vor allem für die korrekte Stereoortung optimal aufgestellt werden, schließlich besteht darin der Hauptanreiz für die Anschaffung.  

Des Weiteren sollte kein überkandideltes, aber ein vernünftiges, mit Bananensteckern und Kabelschuhen bestücktes Lautsprecherkabel zum Einsatz kommen. Unser Tipp ist das XT25 von QED (2 x 2 Meter für 119 Euro). Passend zur Q Acoustics 3030c haben wir den kompakten Vollverstärker Creek 4040A ausgewählt, weil er von Bluetooth über USB bis hin zu Phono viele Formate in hervorragender Klangqualität anbietet. Was dann noch zu tun ist, ist nicht mehr so schwer. Ideal ist ein Radiosender mit Nachrichten im Programm, die möglichst nicht von Gedudel unterlegt sind. Dann setzen Sie sich auf den Hörplatz und verschieben die Lautsprecher so lange vor und zurück, bis Sie die Sprecherin oder den Sprecher exakt in der Mitte zwischen den Boxen orten können. Ist dieses Ziel erreicht, werden anschließend auch die Ortung und der räumliche Eindruck bei der Musikwiedergabe stimmen.