Die Q Acoustics 3030c tritt in die Fußstapfen der erfolgreichen 3030i und muss damit nicht weniger als eine kleine Legende beerben. Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass hier an mehr gedacht wurde als an die reine Funktion. Das Gehäuse misst 324 x 205 x 329 Millimeter und bringt rund 7,1 Kilogramm auf die Waage. Optisch folgt die 3030c einer reduzierten, eleganten Formensprache. Es gibt keine sichtbaren Schrauben, keine Ecken und Kanten, wodurch eine fließende, dezente Optik entsteht, obwohl dieses Modell der größte von insgesamt drei Kompaktlautsprechern dieser Serie ist. Die Front wird von einer charakteristischen Acht-Form geprägt: oben der fein integrierte Hochtöner, darunter das großzügig dimensionierte Tiefmitteltonelement. Die Einfassung der Chassis erfolgt über ein einteiliges, metallisches Element, das dem Lautsprecher durchaus Wertigkeit verleiht.
Vier Oberflächenvarianten stehen zur Wahl: Schwarz, Weiß sowie die beiden Holzdekore Eiche und Walnuss. Gerade letztere bringen eine wohnliche Wärme ins Spiel, die den Lautsprecher weniger wie ein technisches Gerät und mehr wie ein Möbelstück wirken lassen. Magnetisch haftende Abdeckungen sorgen bei Bedarf für eine vollständig geschlossene Optik der Frontpartie, wobei die haltenden Magnete durchaus einen Tick stärker sein dürften. Verarbeitung und Materialanmutung bewegen sich – typisch für Q Acoustics – auf einem Niveau, das in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich ist, denn wir reden hier über 630 Euro für das Paar.
Die 3030c besitzt ein ausgereiftes technisches Konzept, das in seiner qualitativen Ausführung bei Wettbewerbern erst zu deutlich höheren Preisen zu finden ist. Herzstück der Chassis ist der neu entwickelte C3 »Continuous Curved Cone«-Treiber, ein Tiefmitteltöner mit 142 Millimetern Durchmesser. Seine besondere Geometrie verbindet zwei klassische Ansätze: die Dynamik eines Konus mit der Kontrolle und Feinauflösung eines flachen Profils. Die kontinuierliche Krümmung der Oberfläche sorgt für eine gleichmäßigere Abstrahlung, reduziert Verzerrungen und ermöglicht eine deutlich bessere Integration mit dem Hochtöner im Übernahmebereich. Gleichzeitig verbessert sich die Basskontrolle – nicht nur in Bezug auf Tiefe, sondern auch auf Präzision. Unterstützt wird das von einem potenten Magnetmotor, der damit die Kontrolle über die Schwingspule gewährleisten kann. Resultat sind höhere Dynamikreserven sowie niedrigere Verzerrungen.