Die Auswahl an Phonovorverstärkern ist mittlerweile gefühlt identisch mit der auf dem Lautsprechermarkt. Mit anderen Worten: Ein gewaltiges Angebot steht der kleinen Schar derjenigen zur Verfügung, die nach wie vor – und i-fidelity.net findet vollkommen zu Recht – aus klanglichen Gründen an der Schallplatte als Tonträger festhalten. Unterschiedliche Ansprüche führen in logischer Konsequenz dazu, dass das Spektrum sehr breitbandig ist. Das beginnt mit zigarrettenschachtel-großen, zwischen 20 und 100 Euro kostenden Böxchen, die aus einem Hochpegeleingang einen für Phono geeigneten machen. Zielgruppe für diese »Notlösungen« sind zum Beispiel AV-Receiver-Besitzer, die zweimal im Jahr eine alte Pink-Floyd- oder Supertramp-LP auflegen und keinerlei Ansprüche an die Klangqualität stellen. Von diesem Einstiegspunkt an können Frequenz des Genusses und Verkaufspreis proportional fortgeführt werden. Bis zu dem Punkt, an dem man auch die 10.000-Euro-Hürde locker passiert hat.

Wo liegt die goldene Mitte?

Wer sich einen Phonovorverstärker zulegen möchte, tut das nicht im Affekt. Da werden vorab reichlich Informationen gesammelt, dann wird ausgiebig gehört und das Erlebte im Nachhinein mehrfach diskutiert. Keine Frage, bei der Phono-Thematik gehört der Weg immer zum Ziel. Wer sich ausschließlich um die Klangqualität kümmert, wird sicher schnell fündig. Es gibt genügend Vorverstärker für den Phonobetrieb, die keine 1.000 Euro kosten und hervorragende Ergebnisse liefern. Der BlackCube von Lehmannaudio sei an dieser Stelle stellvertretend genannt.

Wer neben der Klang- aber auch eine entsprechende äußere Erscheinungsqualität wünscht, der muss schon tiefer in die Tasche greifen und erreicht den vierstelligen Preisbereich sehr viel schneller, als den meisten lieb sein dürfte. Wie ein idealer Schnittpunkt aus Preis, Klang- und Verarbeitungsqualität sowie Optik aussieht, demonstriert zum wiederholten Male Primare. In den südschwedischen Wäldern, die einem Kommissar namens Kurt Wallander auch zum Aufklären von Verbrechen dienen, hat Primare seinen Firmensitz in der beschaulichen Stadt Växjö. Ende vergangenen Jahres ist i-fidelity.net vor Ort gewesen und hat die Eindrücke in einer Reportage festgehalten.

Audiophile Geräte-Bodenankopplung: Damit der Primare auch nicht im geringsten Maße über die bei vier Füßen sich zwangsläufig ergebenden Diagonalen wackeln kann, ist einfach ein solider Fuß weniger untergeschraubt. So lasten die neun Kilogramm Gewicht des Primare R32 zwangsweise auf einem Fuß-Trio, das nicht kippeln kann. Nur beim Anschließen muss man aufpassen, dass einem der Phono-Pre nicht über eine der hinteren Ecken »wegfällt«.