Doch nützt die beste Technik nichts ohne passende Behausung. Hier spielt das Team die jahrzehntelange Erfahrung bestens aus. So verfügt die Mittelhochton-Gruppe über ein eigenes Gehäuse, und exakt dimensionierte Verbindungsstreben im Inneren sorgen dafür, dass störende Resonanzen unterdrückt werden. Ein entscheidender Punkt für die Präzision des Klangbilds, was übrigens keinesfalls ausschließlich für den Tieftonbereich gilt. Dank der Traversen-Träger-Konstruktion steht die Nuvero 11 auch sehr kippsicher, was nicht nur bei einem Haushalt mit Kindern von Bedeutung sein dürfte.
Wir werden heute im Entertainment-Bereich durch eine Vielzahl von Plug & Play-Produkten verwöhnt, was zu einem steigenden Trägheitsmoment führt, unter dem inzwischen die Klangqualität einer Vielzahl von Anlagen leidet. Natürlich kann man die Nuvero 11 einfach auf den gewünschten Platz stellen, das Notkabel anschließen und sich darüber freuen, dass scheinbar etwas Gutes aus dem Lautsprecher kommt. Aber mit Know-how und System lässt sich ein komplett anderes Resultat erreichen. Zunächst testeten wir die Qualität der mitgelieferten Brücken im Bi-Wiring-Terminal, in dem wir sie mit einer externen Lösung verglichen. Ergebnis: Die aus vergoldetem Messing bestehende Nubert-Brücke klingt tadellos.
Nächster Punkt sind zwei Lautsprecher-Leitungen von den Audionet-Monoverstärkern AMP zur Nuvero 11: Bei einer Kabellänge von drei Metern ist der Zugewinn in der Testanlage durchaus nachvollziehbar, wenn auch homöopathisch. Das ändert sich beim Einsatz eines zweiten Verstärkers: In diesem sogenannten Bi-Amping-Betrieb wird die Abbildung agiler und aufgeräumter. Nimmt man jetzt allerdings den Preis für die doppelte Verkabelung und investiert die Summe beispielsweise in das Lautsprecherkabel HMS Capriccio, passen alle Parameter für den Hörtest.
Bei der Aufstellung begannen wir zunächst parallel zur Rückwand des Hörraums und winkelten die Nuvero 11 dann Stück für Stück ein. Bei diesem Vorgang ändern sich zwar immer nur Details, aber die eigenen Ohren helfen dabei, den richtigen Weg beziehungsweise Platz zu finden. Was natürlich auch für die Schaltereinstellungen am Terminal gilt, die zu behutsamen Änderungen führen und die sich auf jeden Fall nach dem Höreindruck und nicht nach religiösen Ansichten richten sollten. In unserem akustisch optimierten Hörraum waren keine Anpassungen notwendig.