Sowohl am Gerät als auch auf der Fernbedienung befindet sich eine »Direct«-Taste mit deren Aktivierung das Netzwerk zur Klangregelung aus dem Signalpfad verschwindet. Für Puristen ist das eine wichtige Funktion.

Für die Verbindung zu den Lautsprechern steht ein vernünftiges Anschluss-Terminal zur Verfügung, dass Litze, Kabelschuhe und Bananenstecker akzeptiert. Auffällig sind die beiden separat montierten Phonoeingänge, nicht nur wegen des räumlichen Abstands zu den anderen vergoldeten Buchsen, sondern auch, weil sie qualitativ noch ein Stück hochwertiger ausgeführt sind. Wer Schallplatten hört, hat Ansprüche und diesen wird hier Rechnung getragen – exzellent. Ebenfalls sinnvoll ist der Netzschalter, mit dessen Hilfe sich der Verstärker vollständig vom Netz trennen lässt. Macht allerdings nur bei längerer Abwesenheit Sinn, denn im Stand-by verbraucht der Amp nur ein halbes Watt. Nach Abnehmen des Gehäusedeckels ist erkennbar, dass der MA 900 bis auf den letzten Quadratzentimeter mit Bauteilen gefüllt ist.

Über einen ummantelten Ringkerntransformator erfolgt die Stromversorgung. Jede angeschlossene Baugruppe wird per separatem Abgriff mit stabilisierter Spannung versorgt. Die Endstufe ist kanalgetrennt aufgebaut und die Leistungstransistoren sitzen auf massiven Kühlkörpern. Im Betrieb wir der Amp etwas mehr als handwarm. In einem geschirmten Bereich sind die beiden ECC 81-Röhren untergebracht. Magnat geht bei dieser Doppeltriode von einer Lebenserwartung von mindestens 20.000 Stunden aus. Wer jeden Tag zwei Stunden Musik hört, muss also nach über 27 Jahren den Austausch einplanen. Ebenfalls gegen HF-Störungen geschützt sind die beiden Phonoeingänge und dieser Aufwand zeigt Eines sehr deutlich, das Magnat-Team will nicht nur die Möglichkeiten, die Ausstattung anbieten, sondern diese sollen auch einwandfrei funktionieren. Eigentlich ist das ein Standard, aber dieser wird heute nicht mehr durchgängig erfüllt.

Äußerst komfortabel

Keine Probleme gibt es bei der Inbetriebnahme. Netz- und Lautsprecherkabel müssen angeschlossen werden,dann ist der MA 900 beim Vorhandensein eines Smartphones schon betriebsbereit. Die Kopplung mit dem Bluetooth-5.0-Modul ist ein Kinderspiel. Einmal verbunden, sucht der Verstärker bei erneuter Auswahl des Eingangs den letzten Spielpartner und führt den Kopplungsvorgang dann selbstständig und vor allem zuverlässig aus. Neben den Information über Titel, Album und Interpret wird auch die Samplingfrequenz im Display angezeigt. Titelsprünge und Pausieren können auch über die Fernbedienung gesteuert wird. Das ist äußerst komfortabel. Viel wichtiger für i-fidelity.net ist aber natürlich die Klangqualität, welche der MA 900 bereits an einem preiswerten Pärchen Wharfdale Diamond 12.1 abliefert.