Das zweifarbige Design der Elac führt eindrucksvoll vor, wie einfache Stilmittel dafür sorgen können, dass preisgünstige Lautsprecher Wertigkeit vermitteln und zu gern gesehenen Elementen im Wohnraum werden. Die Abdeckung wird von Magneten gehalten.

Die Anzahl neuer Lautsprecherserien, die Elac innerhalb der letzten fünf Jahre auf den Markt gebracht hat, ist rekordverdächtig. Die bemerkenswerte Leistung der Kieler Spezialisten besteht indes darin, trotz dieser hohen Schlagzahl weder ihre eigenen Qualitätsstandards zu kompromittieren, noch mit wohlklingenden Namen versehene Konzepte aus der Schublade feilzubieten. Vielmehr haben die Planer konsequent Modernisierungen in die Jahre gekommener Serien vorgenommen und sich zugleich strategisch neu aufgestellt, indem sie untere Preissegmente stärker ins Visier nahmen. Dabei wurden die einzelnen Produktlinien sinnvoll voneinander abgegrenzt, obgleich manche durchaus einige konzeptionelle Ähnlichkeiten aufweisen. Bei genauerem Hinschauen offenbart sich jedoch eine schlüssige Strukturierung des Portfolios, die klar definiert, welche Technologien zu welchem Preispunkt erhältlich sind.

Darüber hinaus wurden auch die besonders preisgünstigen Linien entlang fein ausdifferenzierter Prioritäten konzipiert. Während beide im Zentrum des preislich niederschwelligen Angebots stehenden Serien optisch eher schlicht gehalten sind, markieren die Lautsprecher der Uni-Fi 2.0-Range den Einstieg in die Koaxialtechnologie. Demgegenüber profilieren sich die Vertreter der Debut 2.0-Serie mit Tieftönern, deren Membrane mit Aramidfasern verstärkt wurden. Eben dieses konstruktive Merkmal kennzeichnet auch die Lautsprecher der Debut-Reference-Serie, deren Name Programm ist: Gezielte technische Verfeinerungen sollen das grundlegende Konzept unter Wahrung seiner Preiswürdigkeit ausreizen. Der Mehrpreis für die DFR52 im Vergleich zum größeren Standlautsprecher F6.2 aus der Debut 2.0-Serie fällt mit 300 Euro pro Paar dementsprechend moderat aus.

Während die Modellpalette der Debut 2.0-Serie mit jeweils zwei Standlautsprechern, zwei Kompaktboxen und zwei Centern sowie einem On-Wall-Lautsprecher und einem Dolby-Atmos-Aufsatz alle erdenklichen Anwendungsfälle abdeckt, beschränkt sich die Debut-Reference-Linie neben der DRF52 auf einen Kompaktlautsprecher und einen Center. Weil in den jeweiligen Frequenzbereichen identische Chassis eingesetzt werden, dürfen die Modelle in mehrkanaligen Systemen nach Belieben miteinander kombiniert werden. Doch ungeachtet des angebotenen Center-Lautsprechers wirkt die verschlankte Modellpalette wie ein Fingerzeig, der auf eine primäre Ausrichtung der Serie an klassisch stereophonem Musikgenuss hindeutet. Die reizvolle Anmutung der DFR52 befördert diesen Eindruck, die gestalterische Aufwertung gegenüber den anderen Debut-Lautsprechern ist nicht zu übersehen. Die Gehäuse sind wahlweise in den Echtholzfurnieren Walnuss und Eiche erhältlich, wobei die Schallwand bei beiden Ausführungen passend lackiert wird: Der dunklere Holzton wird von glänzendem Schwarz flankiert und die helle Eiche von einer seidenmatt weißen Lackierung harmonisch ergänzt.