Als Elac im Herbst 2022 den kompakten Aktivlautsprecher Debut Connex DCB41 vorgestellt hat, schienen die Weichen mit Blick auf den Ausbau des Portfolios aktiver Monitore gestellt. Mit Desktop-tauglichen Abmessungen und allen relevanten Anschlüssen für unterschiedliche Einsatzzwecke versehen, warf die neue Box keinerlei Fragen auf. Sowohl auf dem Schreibtisch als auch auf einem Sideboard macht dieser ansprechend gestaltete und mit hochwertiger Technik ausgestattete Lautsprecher eine gute Figur. Eine konsequente Fortsetzung dieser Zielrichtung kam dann im vergangenen Jahr in Gestalt der Design-Edition Debut Connex Adsum auf den Markt, die technisch baugleich ist, jedoch mit stilgerechten, bügelförmigen Standfüßen ausgeliefert wird und sich auch ansonsten in modernem, mit dem Look des Modelabels konformem Design präsentiert. Weitere derartige Kooperationen lagen im Bereich des Erwartbaren, doch mit der jüngst fertiggestellten Aktivbox geht man in Kiel einen anderen, nämlich den traditionellen Weg.
Während die Debut Connex DCB41 mit einer 19-Millimeter-Kalotte und einem 115-Millimeter-Konustreiber bestückt ist, stellt die DCB61 ihr hochskaliertes Pendant dar. Spürbar größere Abmessungen und größere Chassis sowie einige Aktualisierungen funktionaler Natur grenzen den Neuzugang im Wesentlichen innerhalb der Serie von dem kleineren Modell ab. Doch zu einem vollständigen Steckbrief der DCB61 gehört mehr als diese physischen Parameter, insbesondere zu bedenken sind die neu entwickelten Treiber. Sie verweisen neben weiteren Detailmodifikationen auf die Intention bei dieser Produktentwicklung: gleiches Konzept, mehr Klang. Insofern haben die Verantwortlichen zwar, wenn man so will, den herkömmlichen Weg eingeschlagen, jedoch vor allem das geliefert, was klangbewusste Interessenten von einem Lautsprecherhersteller erwarten dürfen. Mit anderen Worten: Anstatt mit immer neuen Spielarten des Designthemas gewissermaßen künstlich die eigene Identität auf den Kopf zu stellen, hat man aus den Wurzeln eines traditionsreichen Schallwandler-Spezialisten heraus agiert.
Mit gewissem Bedauern war ich schnell zu dem Schluss gekommen, dass mein Schreibtisch für die DCB61 etwas zu klein ist, doch lange wäre sie dort ohnehin nicht verblieben, denn sie weckt meinen audiophilen Instinkt, der nach einer klassischen Aufstellung verlangt. Von der hatte seinerzeit bereits die DCB41 merklich profitiert und so perspektivisch eine vielseitig verwendbare Aktivbox, die »noch mehr HiFi« in Aussicht stellt, schlüssig erscheinen lassen. Den DCB61 liegen für ihre Positionierung auf Möbeln kleine Gummifüße bei, die empfindliche Oberflächen schonen und zugleich für eine Entkopplung von der Stellfläche sorgen. Mit klarer Formensprache strahlen diese Kompaktboxen einen gewissen Appeal aus und dürfen daher zunächst auf meinem Lowboard Platz nehmen, dessen obere Ebene nun von sämtlichen anderen Gerätschaften befreit ist – der Anblick bringt mich in Versuchung, es bei dieser besonders wohnraumfreundlichen Aufstellung zu belassen, zumal die olivfarbene Gehäuseausführung unseres Testmusters für mein Empfinden einen Gutteil zu einem reizvollen Gesamtbild beiträgt. Außerdem sind die klassischen Varianten Weiß, Esche Schwarz und Walnuss erhältlich, sodass sich für unterschiedliche Einrichtungsstile und Geschmäcker etwas Passendes finden dürfte. Allerdings reicht die Höhe der Abbildung nicht immer für eine glaubhafte Darbietung aus, wenn die Boxen auf meinem sehr tiefen Lowboard stehen, obgleich sich dabei ein vertikales Abstrahlverhalten bemerkbar macht, das diesbezüglich einiges abfängt.