Das sieht man bei Denon offensichtlich auch so, denn der mechanische Aufbau des Players ist beeindruckend. Der Schwerpunkt des gekapselten Laufwerks liegt absichtlich tief, um den Abtastvorgang so wenig wie möglich durch Bewegungen beeinträchtigen zu lassen. Alle Vibrationsquellen sind in direkter Nähe der Füße untergebracht. So will Denon eine möglichst schnelle Ableitung der Resonanzen gewährleisten. Das Gehäuse selbst besteht aus dicken Aluminiumprofilen, die Bodenplatte ist aus mehreren Stahlblechen aufgebaut, wobei die Beschaffenheit je nach Ort (unter dem Trafo, dem Laufwerk oder den Ausgangsstufen) variiert.
Haben die Musikdaten diesen Tresor von einem Laufwerk verlassen, durchlaufen sie zunächst ein neues Digitalfilter, auf das man bei Denon ziemlich stolz ist: »Advanced AL32 Processing« nennt sich in feinstem Marketing-Jargon der dort stattfindende Prozess. Hierbei werden die 16-Bit-Daten der CD auf 32 Bit interpoliert, um ein höher aufgelöstes Signal mit hoher Samplingrate für die Wandlung zu erzeugen. Selbstverständlich kann man so keine Informationen gewinnen, die bei der Produktion der CD schon verloren gegangen sind, Denon verspricht sich von dieser Technik allerdings ein weitaus geringeres Vor- und Nachschwingen der einzelnen Impulse. Dass dies einer klareren und offeneren Musikwiedergabe dienlich sein sollte, lässt sich denken. Eine laut Denon mit »unglaublich hoher Präzision« arbeitende, ebenfalls neu entwickelte Masterclock taktet den Datenfluss im gesamten Player und soll auf diesem Wege Jitter und Rauschen auf ein exemplarisch niedriges Niveau drücken.
Die anschließende Wandlung passiert auf 32-Bit- und 192-Kilohertz-Ebene, das aus den AKM-Wandlerbausteinen fließende symmetrische Signal wird anschließend mittels spezialisierter Operationsverstärker desymmetriert und kann nun endlich in der Ausgangsstufe für den Abschied vorbereitet werden. Klar, dass ich nach all diesen Delikatessen auch bei der Ausgangsstufe eine technische Besonderheit erwartete. »Nein«, hieß es vom deutschen Produktmanager, »die Ausgangsstufe ist eher nach der Philosophie ›simple and straight‹ aufgebaut. Kein Class A, keine besonderen Gimmicks, nur eben richtig gut«.