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Der als MiniVee gehandelte SPL-800i des Spezialisten Velodyne entspricht der weit verbreiteten Forderung nach einem hochwertigen Subwoofer in kleinstmöglichem Format. Seit 1983 begibt sich dieser Hersteller aus Kalifornien unter der Leitung von Chefentwickler David Hall fast ausschließlich auf die Suche nach der perfekten Bassbox. Die dabei erlangte Expertise ist auch zwingend notwendig, denn die Zielsetzung für den SPL-800i stand den physikalischen Voraussetzungen diametral entgegen: ein guter Bass aus großem Gehäuse – das ist machbar. Aber aus 27,7 x 26,4 x 32,5 Zentimetern? Hier wird es kniffelig. Der Velodyne-Sub will beweisen, dass es geht. Wir sind gespannt.

Die Bilder ließen es bereits vermuten, aber erst beim Auspacken wird deutlich, wie extrem kompakt dieser Aktiv-Subwoofer tatsächlich ist. Seine Frontpartie misst weniger als eine LP. Damit dürfte er in jedem Haushalt klaglos hingenommen werden. Die Verarbeitung ist ohne Makel, das Gewicht erheblich (15 Kilogramm) – der Mini-Bassist strahlt die zurückhaltende, schmucklose Hochwertigkeit eines akustisch fokussierten Premium-Produkts aus. Design-Preise wird Velodyne mit dem SPL-800i jedoch nicht gewinnen.

Im Inneren des Bassquaders arbeitet ein 200-Millimeter durchmessender, kevlar-verstärkter Hochleistungs-Tieftöner mit sehr massivem Magneten von mehr als sechs Zentimeter Umfang. Damit dieser hart aufgehängte Treiber in dem winzigen, zudem geschlossenen Gehäuse Bässe von hohem Pegel bis hinunter auf 28 Hertz erzeugen kann, müssen das geringe Volumen und der kleine Chassis-Durchmesser durch drei Aspekte kompensiert werden: Leistung, Leistung und Leistung. Deswegen verfügt der SPL-800i über eine integrierte Endstufe, die 1.000-Watt-RMS auszugeben in der Lage ist. Bei kurzzeitigen Impulsen sollen sogar bis zu 2.000-Watt bereitstehen! Solche Werte können in dem begrenzten Raum nur mit Class-D-Modulen erreicht werden – aufgrund ihrer kleinen Abmessungen und der geringen Abwärme. Diese »Switching Amplifier«-Technologie ist extrem effizient: 95 Prozent der Energie wird genutzt und eben nicht überwiegend in Hitze umgesetzt. »Energy Recovery System« nennt Velodyne seine eigene patentierte Variante dieses Konzepts. So gerät der Subwoofer auch ein kleines bisschen »grün«.

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