Wer kein Freund von Fernbedienungen ist, der kann den Sony auch am Gerät steuern. Der Gefahr des sinnfreien Zappens kann auf diese Weise natürlich auch Einhalt geboten werden.

Meine Bild-Bibliothek

Neben Podcasts, kleinen Audio- und Videobeiträgen, stehen im Clip-Portal speziell die jeweils letzten Folgen von mehr oder weniger erfolgreichen Formaten wie »Anna und die Liebe«, »Britt«, »Hand aufs Herz«, »K11 – Kommissare im Einsatz«, »Zwei bei Kallwass« oder »Richter Alexander Hold« zum Abruf parat. Für Fußballfans ist ein Blick in die »DFB-Highlights« fast schon Pflicht. Hier gibt es Filme mit Tipps und Tricks zum Trainieren und zur Verbesserung der körperlichen Fitness, außerdem darf man sich über filmische Impressionen zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika und Vorberichte auf die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine freuen. Für frisches Futter und regelmäßigen Nachschub sorgen auch eine Kooperation mit dem Video-on-Demand-Anbieter Lovefilm und sowie der Sony-eigene Musik- und Filmservice »Qriocity«.

Leichte Benutzung

Die Bedienung des Sony-Fernsehers ist für eine ganz kurze Zeit etwas gewöhnungsbedürftig, dann will man die horizontale Menüstruktur mit den senkrechten Menüfeldern allerdings nicht mehr missen. Farbige Symbole und klar verständliche Beschriftungen sorgen dafür, dass man schnell den totalen Durchblick hat. Über die »Home«-Taste gelangt man unter anderem zum Aufnahme-Menü. Hier kann man über den Elektronischen Programmführer (EPG) Sendungen vorprogrammieren und diese extern aufzeichnen – auf einen Speicherstick oder eine Festplatte, die mittels USB-Kabel mit dem Fernseher verbunden werden. Der Sony verfügt auf diese Weise gleich noch über eine Recorder-Funktion. Außerdem erlauben sogenannte Widgets, das sind kleine Programme, den Zugriff auf die sozialen Netzwerkdienste Twitter und Facebook. Dass der KDL-40EX725 Musik- und Fotodateien abspielen kann, dürfte nicht sonderlich überraschen – das ist mittlerweile absoluter Standard. Er ermöglicht jedoch auch die moderne Art der Bildschirmtelefonie via Skype, hierzu benötigt man jedoch noch eine Webcam und ein Mikrofon, damit das eigene Konterfei mitsamt der Stimme via Datenleitung in andere Wohnzimmer übertragen wird.

Der Elektronische Programmführer zeigt im Fenster oben links ein Live-Bild der aktuellen Sendung des jeweiligen Senders an. Dank der unterschiedlichen Grau- und Schwarztöne sieht die Bildschirmillustrierte richtig schick aus, das schnelle Auffinden der Lieblingssendung geht blitzschnell. Außerdem liefert der Dienst ausführliche Informationen zum Programm, verrät beispielsweise auf welche Charakterdarsteller man sich im Sonntagabendfilm freuen kann, und gestattet auch die Timer-Programmierung für externe Aufnahmen.

Sind Sie da?

Ein richtig witziges Feature ist der sogenannte Anwesenheitssensor. Der Fernseher schaltet sich von alleine aus, sobald Sie den Fernsehabend beenden und sich in Richtung Schlafzimmer aufmachen. Allerdings stellt der Flat-TV seine Arbeit erst nach 30 Minuten komplett ein – das gibt Ihnen ausreichend Zeit, um aus der Küche in aller Ruhe kühle Getränke zu holen oder im Garten kurz eine Zigarette zu qualmen. Das System funktioniert durch Messung der Körpertemperatur und durch das Erkennen von Bewegungen. Dazu hat der Flachmann einen Sensor integriert. Um Strom zu sparen, versetzt sich der Sony in den Energiesparmodus, wenn Sie Ihren Platz verlassen, der Ton läuft weiter. Ihr Comeback weckt auch den TV-Apparat wieder aus seinem kurzen Nickerchen auf – sofern Sie nicht länger als 30 Minuten weg waren. Überhaupt ist der durchschnittliche Stromverbrauch von 64 Watt (laut Hersteller) ein sehr ordentlicher Wert. Das ist auch ein Ergebnis der Edge-LEDs, die am Bildschirmrand angebracht sind und von hier aus die gesamte Fläche ausleuchten. Dadurch sinkt der Energiebedarf. Manko diese Technik ist aber eine möglicherweise ungleichmäßige Ausleuchtung. Mit diesem Problem hat der 40EX725 jedoch nicht zu kämpfen.

Dafür ist der 40-Zöller beim Ton alles andere als ein Riese. Die Stimmenwiedergabe ist noch einwandfrei, aber bei Musik vermisst man Dynamik und Kraft, mehr Bässe wären wünschenswert, um einige bildliche Impressionen angemessener zu untermalen.