Aufgeräumt: Nur die wichtigsten Laufwerktasten und eine Umschaltung für die Videoauflösung plus Powertaste zieren die wuchtige Front. Neben dem Anzeigenfeld: der Einschub für SD-Karten für Fotos und komprimierte Audio-Formate.

Die Gewichtsangabe 11,8 Kilogramm steht auf dem Denon-Karton, und das glaubt man auch sofort, sobald man ihn vom Paket-Lieferanten entgegennimmt. Da soll ein Player drin sein, der praktisch keine Ausstattung hat? Wo doch die meisten Player mit ihren Anschlussfeldern von hinten wie Streuselkuchen aussehen und dabei in der Regel weniger als die Hälfte des Gewichts auf die Waage bringen? Öffnet man den Karton und stemmt den DVD-2500 auf sein Rack, wird klar, woher die Kilos kommen. Das Gehäuse wirkt dank des mehrschichtigen Aufbaus – eigentlich handelt es sich um zwei ineinander verschränkte Gehäuse – ungeheuer steif und robust. Die Frontplatte erscheint nicht nur massiv, sie ist es auch, formt Denon diese doch aus massivem, gebürstetem Aluminium. Auch die Tasten wirken, mit Ausnahme des Netzschalters, akkurat geführt und arbeiten mit einem präzise knackenden Druckpunkt. 

Angeschlossen hat man diesen Player schnell, denn im Prinzip gibt es nur den Stromanschluss und eine HDMI-Buchse. Fertig. Nicht ganz, man kann noch zusätzlich die Fernbedienungsbefehle per RS232 oder Miniklinke elektrisch an den Player reichen. Dann ist wirklich Schluss. Denon scheint hier dem Motto der bekannten Agentur Frog Design zu folgen, die unter anderem seit vielen Jahren Produkte von Apple gestaltet: »Perfektion ist erreicht, wenn man nichts mehr weglassen kann, ohne dass etwas Entscheidendes fehlt.« Das Konzept ist nicht neu, im Grunde macht dies jeder analoge Plattenspieler schon so: Er dreht die Scheibe und tastet sie ab. Um den Rest, also Vorverstärkung und Entzerrung, muss sich der angeschlossene Verstärker kümmern. Genauso handhabt es der 2500er, der praktisch alle gängigen Medien abspielt, Videosignale digital für ein Display aufbereitet, aber die Audiosignale lediglich vorsortiert an einen Decoder weiterreicht. Der Vorteil für Entwickler liegt in der Abwesenheit von analoger Signalverarbeitung, die sich immer an digitalen Nachbarn stört. Der Vorteil für den Kunden besteht ebenfalls im Fehlen der gesamten, üblichen Analogmimik, die einen nicht unerheblichen Kostenfaktor darstellt und in einer volldigitalen, aktuellen Signalkette eigentlich gar nicht mehr gebraucht wird. Reduced to the max, lautet also das Motto von Denon.