Neu ist die Taste »Option« auf der Fernbedienung, die ein kontext-sensitives Menü im laufenden Programm startet.

Nimmt man den Oppo in Betrieb, startet er mit seinem Home-Menü zur Auswahl der Medien und einer Reihe bunter Logos bereits eingebauter Streaming-Dienste. Von denen lassen sich in Deutschland allerdings derzeit nur die Internetradios und Youtube nutzen, die anderen Video-Anbieter lizenzieren bislang ihre Dienste hierzulande (noch) nicht. Schade eigentlich, denn schon an den separaten Tasten für Netflix und Vudu lässt sich deren Popularität in der Heimat des Oppos ablesen. Immerhin hat es Netflix schon nach Europa geschafft, wenn auch nur bis England.

Das Konfigurationsmenü gleicht in fast allen Punkten den Vorgängergeräten. Hinzugekommen sind einige Einstellungen für 3D wie die Wandlung von 2D- in 3D-Signale. Die zwei HDMI-Ausgänge lassen sich wahlweise parallel betreiben oder nach Audio und Video separieren. Das erlaubt es, den Ton an den Verstärker zu senden und das Bild ohne Umwege zum Display oder Projektor zu schicken. So lassen sich AV-Verstärker nutzen, deren Video-Fähigkeiten nicht denen des Players entsprechen, weil sie noch keine 3D-Signale verstehen oder (künftig relevant) keine UHD-Video-Auflösung hindurch leiten können. Wer noch Spielfilme auf DVDs nach amerikanischen NTSC-Standard besitzt, wird sich über die Wiedereinführung der möglichen Umsetzung auf 24p für diese Discs freuen, was ein ruckelfreies Bild ermöglicht wie von Blu-ray. Wie zuvor lässt sich praktischerweise das Setup-Menü jederzeit, auch während eines laufenden Films, einblenden und verwenden. Neu ist die Taste »Option« auf der Fernbedienung, die ein kontext-sensitives Menü im laufenden Programm startet, das die gängigsten Einstellungen aufrufen lässt, die man während der Wiedergabe benötigt – inklusive der pfiffigen Möglichkeit, die vertikale Position der Untertitel verschieben zu können.

Kaum ein Player ist aktuell …

… so universell verwendbar wie die Geräte von Oppo, das gilt vor allem auf der analogen Seite. Die ist nicht nur aufwendig beschaltet. Ein komplettes Bassmanagement, das manchem AV-Verstärker gut zu Gesicht stünde, ermöglicht nun wirklich jede exotische und gewöhnliche Lautsprecherkonfiguration mit flexibel einstellbaren Pegeln, Laufzeiten und Übergangsfrequenzen. Die Volumeregelung, mit eigenen Tasten auf der Fernbedienung, sorgt auf Wunsch für eine feinfühlige Lautstärkeregelung mit 0,5-dB-Schritten. Ferner erlaubt sie eine exakte Pegelanpassung und sogar ganz puristisch das direkte Ansteuern von Aktivlautsprechern oder Endstufen. Ein Tastendruck auf »Pure Audio« schaltet sämtliche möglichen Hochfrequenz-Störenfriede der Video-Sektion temporär ab.

Der praktische Test im Kino demonstrierte, wie nicht anders zu erwarten, eine hervorragende Bildqualität von DVD und Blu-ray Disc. Das Bild zeigte sich stets knackscharf, dabei ruhig und wirkte verblüffend plastisch, selbst von DVD. In der Tat ließen sich gut gemasterte DVDs ohne direkten Vergleich erst auf den zweiten Blick von Blu-rays unterscheiden. Kompliment. Ein Quercheck mit Testbildern und -sequenzen bestätigte das harmonische Zusammenspiel von Decoder, De-Interlacer und Scaler. Auch integriert Oppo nun wirklich alle Audio-Decoder, die vorkommen können, selbst so Exotisches wie DTS 96/24, das einige Musik-DVDs gut klingen lässt. Der neue Chipsatz decodiert nun auch DTS-HD Master Audio intern mit bis zu 192 Kilohertz, was bisher nur mit 96 Kilohertz ging.