Canton-typisch gefällt i-fidelity.net die Glasplatte, die die glänzend schwarze Oberfläche des Sounddecks ziert.

Das Canton-Deck strotzt nur so vor Dynamik, verpasst keinen Einsatz und versprüht eine angenehme akustische Leichtigkeit. Auch wenn es lauter wird, verfügt das 300 Watt starke 2.1-Virtual-Surround-System über ausreichend Wohnzimmer-kompatible Reserven. Wie alle Canton-TV-Lautsprecher agiert auch das Sounddeck 100 nicht mit dem Holzhammer und verzichtet auf plakative Haudrauf-Effekte. Ja, die Bässe sind leicht spürbar und untermalen effektiv Musik und auch Filme, ohne aber den Untermieter wütend an die Haustürklingel zu treiben. Der Zeichentrickfilm am Nachmittag gewinnt ebenso deutlich an tonaler Brillanz wie die Tagesschau, das Fußballspiel oder der Actionfilm. Genau deshalb ist das Soundsystem die perfekte Familienlösung. Es hebt den dürftigen TV-Ton auf ein ganz neues Level, ohne als Krawallmacher empfunden zu werden. Der Flachbildfernseher erwacht aus dem Winterschlaf. Während der Stereo-Modus noch etwas klarer aufspielt und die Stimmwiedergabe einen Tick mehr betont, legt in den Settings »Movie« und »Music« die Breite der Klangbühne deutlich zu. Jetzt wird der Sound voluminöser – auch wenn man leicht versetzt vom Fernseher sitzt, wird man akustisch noch in die Handlung mit einbezogen. Um speziell mit Dolby-Atmos-Titeln eine wirklich spürbare 3D-Akustik zu erleben, sollte man sich möglichst mittig im sogenannten Sweetspot des Lautsprechers aufhalten. Dann wird man als Zuschauer beziehungsweise Zuhörer nicht nur von den Seiten, sondern auch von oben umhüllt – nicht so intensiv wie mit zusätzlichen Decken- beziehungsweise Höhenlautsprechern, aber der positive Effekt ist trotzdem verblüffend.

Verblüffend sind auch die Möglichkeiten, die sich durch die Smart-Technologie ergeben. Ist das Smart Sounddeck 100 per WLAN oder Ethernetkabel ins Internet eingebunden, wird es über die für mobile Android- und iOS-Geräte erhältliche App »Google Home« automatisch gefunden. Jetzt sollte man dem Lautsprecher nur noch einen Namen zuweisen, idealerweise den Namen des Raums, in dem er werkelt, und schon kann man dank Chromecast-Integration komfortabel Musik via Smartphone oder Tablet von unterstützten Streaming-Diensten wie Amazon Music, TuneIn oder YouTube wiedergeben. Auch Spotify Connect hat der Canton-Schallwandler an Bord, die drei Lieblings-Playlists lassen sich auf einem der drei Speicherplätze hinterlegen.

Die Besonderheit ist, …

… dass sich mittels Google Home und zusätzlichen Komponenten wie der Smart Soundbox 3 oder dem Subwoofer Smart SUB 8 ein Multiroom-System einrichten lässt. Entweder spielt man so auf maximal acht Geräten parallel dieselbe Musik ab, oder man errichtet sogenannte Hörzonen, paart also beispielsweise die Boxen im Esszimmer und in der Küche, um hier für akustische Homogenität zu sorgen. Nicht nur bei Flachbildfernsehern werden Sprachassistenten immer wichtiger, auch Canton hat diesen Service dem Sounddeck 100 spendiert. Auf diese Weise lassen sich mittels Google Assistant Befehle an den TV-Lautsprecher weitergeben. Dazu muss dieser entweder mit einem Google-Home-Gerät oder mit der in der App »Google Home« integrierten Sprachsteuerung gekoppelt sein. Zur Auswahl eines speziellen Songs ist dies beispielsweise ein nettes Feature.