Bei der Smart Soundbar 10 handelt es sich um ein 2.1.2-Virtual-Surround-System mit laut Canton 300 Watt Verstärkerleistung. Mit zwei Multiroom-Lautsprechern aus Cantons Serie Smart Soundbox 3 und dem kabellosen Subwoofer Smart Sub 8 werden wir ein 4.1.2-Setup aufbauen. Die 5,2 Kilo schwere Soundbar ist 99 Zentimeter lang und kommt auf sieben Zentimeter in der Höhe sowie auf zehn Zentimeter in der Tiefe. Farblich stehen mit Schwarz Seidenmatt und Silber Seidenmatt zwei Varianten zur Verfügung. Optischer Hingucker ist die Glasplatte auf der Oberseite, die auch dafür sorgt, dass hässliche Kratzer ausbleiben. Hübsch sind die abgerundeten Kanten, auch die Glasplatte macht das ansehnliche Kurvenspiel mit. Vier Gummifüße entkoppeln die Soundbar vom Tisch und schützen empfindliche Oberflächen. Für die Wandmontage sind in die Rückseite des stabilen MDF-Gehäuses zwei Schlüssellochhalterungen integriert.

Anschlussseitig ist die Smart Soundbar 10 reich bestückt. Hier sitzen sage und schreibe vier HDMI-Buchsen – drei Eingänge und ein Ausgang mit Audiorückkanal (ARC). Dazu kommen ein optischer und ein digitaler sowie ein analoger Toneingang, zusätzlich ein Subwoofer-Anschluss. Der Canton-Lautsprecher beherrscht zudem Bluetooth 4.0 sowie WLAN und kann über ein Ethernetkabel ins heimische Netzwerk eingebunden werden. Warum das Sinn macht, erklären wir später.

Die Front ziert eine schwarze Metallblende. Hier ist mittig das bereits seit vielen Generationen bekannte Display mit blauer Schrift eingebaut, das umfassend über Betriebszustand, Quelle, Lautstärke und Klangmodus informiert. Die Ablesbarkeit ist auch aus größerer Entfernung exzellent. Für die Bedienung sind in die Glasplatte berührungsempfindliche Tasten eingearbeitet. Ein leichtes Antippen mit dem Finger genügt, um den Lautsprecher einzuschalten, die Quelle auszuwählen, die Wiedergabe zu starten und die Lautstärke anzupassen. Zudem hat man von hier aus Zugriff auf drei Direktwahlspeicher zum Aufrufen zuvor gespeicherter Einstellungen und Wiedergabelisten. Hier kann man sämtliche Setups aus dem Lautsprecher- und System-Menü sowie die Spotify-Playlists hinterlegen. Alternativ erfolgt die Steuerung über die handliche Fernbedienung – die hat ein angenehmes Gewicht, ist kein billiger Plastik-Signalgeber, liegt perfekt in der Hand und kommt mit 17 Tasten aus, deren Funktionen sich auf Anhieb ergeben. So hat man unter anderem direkten Zugriff auf die drei Presets, den Play-Mode oder auf die Bässe, Mitten und Höhen. Die Druckpunkte der Tasten sind präzise, optimales Handling ist vorprogrammiert.

Praxistaugliche Einstellmöglichkeiten

Neben zwei jeweils 50-Millimeter-Mitteltonchassis aus Aluminium und zwei 19 Millimeter großen Gewebe-Hochtonchassis kommen vier Tieftonchassis mit einem Durchmesser von 79 Millimetern zum Einsatz. Die Besonderheit: Die Tieftöner befinden sich in der Oberseite der Smart Soundbar 10, die Gehäuse sind plan mit Gitter in die Glasplatte eingelassen. Zwei von ihnen kümmern sich um die Wiedergabe der Dolby-Atmos-Höhenkanäle und strahlen in Richtung Decke. Entscheidend für die Intensität der Reflexion ist neben der Zimmerhöhe auch, wie hoch die Soundbar im Raum platziert ist. Beide Werte kann man im Einstellungsmenü verändern, wenn der Canton-Lautsprecher an einen Fernseher angeschlossen ist (Raumhöhe 50 bis 500 Zentimeter, Gerätehöhe 0 bis 500 Zentimeter). Zudem hat man hier die Option, den Lautstärkepegel jedes einzelnen Kanals in Ein-Dezibel-Schritten zwischen -10dB und +10dB anzupassen, und auch eine Entfernungseinstellung ist hinterlegt. Somit schafft man die besten Voraussetzungen, damit die Smart Soundbar 10 optimal auf die häusliche Umgebung vorbereitet ist. Über einen Testton kann man sich die akustischen Auswirkungen des individuellen Tunings gleich anhören. Um Dialoge klarer zu verstehen, ist außerdem die Sprachverständlichkeit modifizierbar.

Für optimale Dolby-Atmos-Ergebnisse kann man unter anderem die Raum- und die Gerätehöhe anpassen.

Wie wir es von Canton gewohnt sind, liegen auch diesem Set alle erforderlichen Kabel für sämtliche Anschluss-Eventualitäten bei. Das sind ein drei Meter langes HDMI-Kabel, ein optisches digitales, ein koaxiales sowie ein analoges Stereo-Audiokabel. Vorbildlich, so steht der sofortigen Inbetriebnahme der Soundbar auch in den Haushalten nichts im Weg, die auf keine Wühlkiste mit diversen Anschlussstrippen zurückgreifen können. Für die Audio-Wiedergabe vom Fernseher ist HDMI die bequemste Methode. Um das Chaos auf dem Wohnzimmertisch zu reduzieren, kann man der Fernbedienung des Fernsehers die Steuerbefehle für den Canton-Lautsprecher beibringen. Soll Musik von einem Smartphone, PC oder Tablet abgespielt werden, eignet sich die Bluetooth-Verbindung. Das Koppeln gelingt spielend leicht und ohne Probleme.