Ob Lautstärke, Quellenwahl oder Basslevel, so ist man stets über die gewählten Einstellungen informiert, was die Bedienung deutlich erleichtert. Darüber hinaus liefert Canton einen schicken Signalgeber mit. Dieser ist zwar aus Kunststoff, lässt qualitativ aber keine Wünsche offen und hat eine sehr angenehme Größe: nicht so winzig wie die mittlerweile inflationär auf den Markt geworfenen Signalgeber im Scheckkartenformat, aber kompakter als eine TV-Fernbedienung. Die Oberfläche ist mit gerademal neun Tasten sehr aufgeräumt und selbsterklärend, von hier aus hat man alles im Griff und kann sich den Gang zum Sounddeck sparen. Abgesehen davon hat Canton am Gehäuse selbst auf Bedientasten verzichtet. Gute Nachricht für alle, die keine Lust auf einen zusätzlichen Steuerstab im Wohnzimmer haben: Sämtliche Befehle können auf die Fernbedienung des Fernsehers übertragen werden, hierzu steht eine spezielle Lernfunktion zur Verfügung.

Ausstattung in voller Breite

Ein Blick auf die Anschlüsse des DM 90.3 offenbart sofort: Mehr geht nicht! Gleich drei HDMI-Eingänge nehmen Signale von Zuspielern wie beispielsweise Blu-ray- oder DVD-Spieler auf, unterstützt werden dabei auch 3D und 4K. Über den HDMI-Ausgang mit Audio Return Channel (ARC) gelingt die komfortable Verbindung mit dem Fernseher ohne zusätzliche Strippen. Weiterhin besitzt das Sounddeck einen digital-optischen und einen digital-koaxialen Ausgang, eine Cinchbuchse sowie einen Subwoofer-Anschluss, falls man mit dem Tieftonfundament noch nicht zufrieden sein sollte. Sämtliche Buchsen sind beschriftet, um auch Einsteigern die Verkabelung zu vereinfachen. Das Schöne: Canton liefert gleich sämtliches Equipment mit. Ein drei Meter langes HDMI-Kabel sowie ein optisches digitales, ein koaxiales digitales und ein analoges Stereo-Audiokabel gehören zum Paket dazu.

Egal, wie Fernseher oder andere Komponenten ausgestattet sind, die Neuanschaffung kann auf jeden Fall sofort ausprobiert werden – nicht nur in Verbindung mit dem Flat-TV, sondern auch mit Smartphone und Tablet-PC. Als zusätzliches Extra verfügt der Klangquader nämlich über eine Bluetooth-Schnittstelle. So mutiert er zum universellen Lautsprecher im Wohnzimmer, schließlich schlummert immer mehr Musik auf Mobilgeräten. Da wäre es doch schade, wenn diese mit dem DM 90.3 nicht kommunizieren könnten. Ist am Zuspieler und am Lautsprecher Bluetooth aktiviert, so erfolgt die Kopplung umgehend. Die Hessen haben glücklicherweise an den apt-X-Codec gedacht, der Streaming in CD-Qualität gestattet. Zu den unterstützten Audio-Decodern des 1.200 Euro teuren Boliden gehören DTS Digital Surround, Dolby Digital, PCM (bis 96 Kilohertz und 24 Bit) sowie DTS TruSurround.

»Kaum vorstellbar ist, mit welchem Aufwand unser Entwicklerteam an das Thema Sounddeck heran geht. Natürlich könnten wir es uns leichter machen, aber wir haben eine jahrzehntelange Klangtradition, die nicht über Bord gehen darf. Die Kunst – wie beim Sounddeck DM 90.3 exzellent umgesetzt – besteht ganz klar darin, tonale Souveränität zu schaffen. Nur dann wirkt der Filmton realistisch, nur dann steht unser Name darauf«, sagt Canton-Chefentwickler Frank Göbl.