Ist ein iPhone oder iPod Touch im mitgelieferten Dock eingesteckt, taucht der Auswahlpunkt im Menü auf – sonst nicht.

Ein Bad in Klängen

Das Beste: Sie hören Dinge, die Sie gar nicht sehen. Durch das Nebenzimmer rast plötzlich ein Polizeiauto, in der Küche klingelt ein Telefon, obwohl Sie dort überhaupt keines stehen haben, und hinter Ihrem Sofa schlurfen Schritte, die Sie sofort zu Ihren Herztropfen greifen lassen. Ermöglicht wird die atemberaubende Soundkulisse unter anderem durch sechs Hochleistungswoofer und sieben Lautsprecher, die eine gezielte Klangverbreitung im Raum anstreben.

Natürlich kann der Bose richtig laut, ohne dabei zu überdrehen oder klanglich unsauber zu werden. Wundern Sie sich also nicht, wenn gleich die Polizei oder erst mal nur die halbe Nachbarschaft plötzlich vor Ihrer Tür steht, um sich entweder zu beschweren oder zu fragen, ob es noch Karten für das Privatkonzert von Anna Netrebko gibt. Genauso gut ist der VideoWave aber auch, wenn er nicht mit Volldampf betrieben wird. Dann verliert er nichts von seiner immensen Power, die Gänsehaut und Adrenalinstöße verursacht.
 
Zum perfekten Kinogenuss gehört natürlich ein perfektes Bild. Auch damit kann der 46-Zöller dienen. Die extrem aufwendig produzierte Demo sieht knackscharf aus, besticht durch ein supertiefes Schwarz und wahnsinnig kräftige Farben. Im TV-Betrieb weiß der Bose ebenfalls zu überzeugen. Die Raumtiefe gefällt genauso wie die Bildruhe und die Farbnatürlichkeit. Den knapp 50 Kilo schweren Flat-TV bringt auch inhaltlich nichts aus der Ruhe. Selbst kleinste Details sind präzise erkennbar, und bei keinem anderen Apparat hat der »Tagesschau«-Sprecher solch ein ausgeprägtes Timbre in der Stimme. Respekt! Spielfilme ziehen die Zuschauer durch eine unglaubliche Raumfülle in ihren Bann, und die musikalische und stimmliche Action ist in jeder Ecke des Wohnzimmers spürbar. Bose liefert einen passenden iPod-Anschluss übrigens gleich mit. So kann man auch seine Lieblingsfilme- und 
-musikstücke von Apples iPhone jederzeit angemessen in Szene setzen.

Durchdacht von Anfang bis Ende

Bleibt zum Schluss noch das Thema Einstellungen. Und hier wartet die nächste positive Überraschung. Bei Bild und Ton kann man quasi gar nichts falsch machen, optimale Ergebnisse sind vorprogrammiert – denn der VideoWave übernimmt fast alles ganz alleine. Beim Sound gibt es glücklicherweise überhaupt keine Möglichkeit, etwas nachzujustieren und somit schlimmstenfalls wichtige Parameter zu verstellen. Bose verlässt sich in diesem Punkt hundertprozentig auf seine Auto-Kalibrierung – und das absolut zu Recht. Warum sollte man an etwas Hand anlegen, das bereits vollkommen ist? Die Video-Optionen sind ebenfalls marginaler Natur. Helligkeit, Kontrast, Farbe, Schärfe, Hintergrundbeleuchtung und Farbtemperatur stehen da zur Auswahl – fertig! Unter diesen Begriffen kann sich auch der Laie noch etwas vorstellen. Ansonsten lassen sich die Steuerrahmentöne aktivieren oder abschalten, und auf Wunsch schaltet sich das Display aus, wenn längere Zeit nichts passiert. Ein nützliches Feature zum Stromsparen.