Die Gemstone Speaker Arrays können sowohl an der Wand montiert, auf ein Stativ (2 Größen möglich) und auf mitgelieferte Gummi-Füße gestellt werden. Der Anschluss erfolgt über einen Stecker.

Mein privates Kino

Angeschlossen an den LCD-Fernseher Toshiba 42RV555D zeigt die Bose-Heimkinoanlage, was es bedeutet, wenn normales DVD-Signal auf HDTV-Niveau gebracht wird. Jedes noch so kleine Detail wird sichtbar, Bewegungen erscheinen flüssiger, und insgesamt entsteht ein Bildniveau, das man nur als tadellos bezeichnen kann. »Stirb langsam Teil 4« eröffnete den Filmabend. Dank digital aufbereitetem Ton und exakter Abstimmung zwischen Verstärkern und Lautsprechern entsteht eine realistische Filmtonkulisse. Nach einiger Zeit des Hörens vermisst man die gegenüber einem 5.1-Set fehlenden drei Lautsprecher überhaupt nicht mehr. Die Stimmen kommen aus der Mitte, akustische Bewegungseffekte entstehen im ganzen Raum. Deren Zuordnung ist zwar nicht so genau wie bei physisch vorhandenen Surround-Boxen, aber aufgrund des deutlich geringeren Installationsaufwands stört das nicht im Geringsten. Das größte Kompliment, das man der 3 2 1 GSX machen kann, ist sicher, dass man sie beim Filmschauen komplett vergisst. Man taucht in das Geschehen ein und genießt.

Wem das Acoustimass-Modul zu laut oder zu leise spielt oder wer Schwierigkeiten mit dem Hochton hat, kann im Menü in insgesamt 28 Einzelschritten Anpassungen vornehmen. Das ist der Unterschied zum Rest der 2.1-Welt: Bose erkauft den Komfort nicht durch das Weglassen von Funktionen. Im Gegenteil, da wo es sinnvoll ist, kann man eingreifen. Dafür gibt es noch ein Beispiel: Schaltet man bei herkömmlichen Anlagen von DVD- auf TV-Ton um, ist dieser entweder zu laut oder zu leise. Bei der Bose-Anlage kann man im Menü die Eingangspegel anheben oder absenken, damit sind Unterschiede in der Lautstärke ausgleichbar.

Doch zurück zum Heimkino. »The Corrs – Live In London« ist auch noch Jahre nach dem Erscheinen eine sehenswerte Konzert-DVD. Auch hier gibt es nichts zu meckern, die durch das Publikum entstehende Atmosphäre kommt genauso rüber wie jedes einzelne Instrument. Da bekommt man Lust, den Pegel höher zu schrauben. Kein Problem für die kompakte Anlage, die auch bei spürbar über Zimmerlautstärke liegendem Pegel nicht aus der Ruhe kommt. Aber auch hier gibt es einen Unterschied. Regelt man bei anderen Anlagen den Lautstärkepegel wieder herab, verlieren diese an Volumen und Ausdruckskraft – die Bose nicht. Das liegt an einer Technik, die Bose »Digital Dynamic Range« nennt. Sie sorgt dafür, dass auch bei normaler Lautstärke kein akustisches Detail verloren geht. Im Übrigen steht die Qualität der Wiedergabe von CD dem in nichts nach. Allerdings stellt sich in der Praxis heraus, dass Musik entweder aus dem Radio oder von der uMusic-Datenbank kommt.

Mit der Bose 3 2 1 GSX wird auch normales TV-Schauen sehr viel intensiver. Ob es Folgen von »CSI«, »Tatort« oder Blockbuster sind, spielt keine Rolle. Sobald der Ton über die Gemstone Speaker Arrays und das Acoustimass-Modul kommt, wird das Gesamterlebnis deutlich aufgewertet. Hier kann man den hervorragenden Test machen, erst den Ton über die 2.1-Anlage und dann vom Fernseher wiedergeben zu lassen. Erst dann weiß man, wie schlecht die Lautsprecher des TVs sind.

Dr. Bose hat trotz seines fortgeschrittenen Alters nichts von seiner unternehmerischen Energie eingebüßt. Noch heute kümmert er sich persönlich darum, dass die Produkte für ihre Nutzer einfach zu bedienen sind.