In den engen Straßen der Hochhaus-Schluchten geht es zum Hong Kong Science Park. Dort befindet sich der Hauptsitz von Pixel Magic. Auf dem Weg dorthin vergegenwärtigen wir uns noch einmal die Entstehung von Pixel Magic vor zwei Jahrzehnten. Bereits vor 2005, dem Beginn des YouTube-Zeitalters, war die Zahl von Videos im Internet stark angestiegen. Wer sie damals anschaute, erinnert sich vor allem an zwei Dinge: ausufernde Ladezeiten und miserable Bildqualität. Beides wollte Pixel Magic ändern und brachte 2005 mit dem Crystalio VPS-3800 einen Bild-Upscaler auf den Markt, der mit einem Linux-basierten Video-Prozessor bestückt war. Er sorgte dafür, dass auch aus mittelmäßigem Ausgangsmaterial hervorragende Bildqualität entstehen konnte. Dieser Prozessor bedeutete den Durchbruch für Pixel Magic, deren Produkte heute in 25 Ländern verkauft werden.

Wie kam es dann dazu, dass sich eine Hightech-Bild-Firma in Richtung des audiophilen Marktes entwickelt? Im Jahr 2007 ist der Elektro-Ingenieur Peter Lie (Foto) bei Pixel Magic eingestiegen. Er kümmerte sich zunächst vor allem um die Clocks in den Prozessoren – neben dem Bild- auch für den Tonbereich. 2010 gab es dann erste Pläne für eine Komponente, die ausschließlich Musik streamen sollte. Der später unter dem Markennamen Lumin vorgestellte Streamer A1 ist sowohl in puncto Soft- als auch Hardware eine komplette Eigenentwicklung. Bereits bei der Linux-Programmierung des Bildoptimierers spielte die Klangqualität eine Rolle. Die Streamer-Software wird heute ebenfalls komplett unter dem eigenen Dach entwickelt. Das Team nimmt sich bei den Entwicklungen sehr viel Zeit, um digitale Filter, die Resampling-Engine, die MQA-Dekodierung und auch die Lautstärkeregelung des Ausgangspegels sorgfältig zu optimieren.

Das aktuelle Lumin-Portfolio umfasst die Streamer X1, P1, T3 und D3. Letzterer ist das Einstiegsgerät und für rund 2.600 Euro zu haben. Ferner gehören die Netzwerk-Transporte U1X, U2 und U2 Mini (alle ohne eingebauten DAC) zum Portfolio. Abgerundet wird dieses vom Endverstärker AMP und dem Server L2. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Einblick in die Planungs- und Entwicklungsabteilung von Lumin in Hongkong.

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