Da sitzt er nun, der Chef, schmunzelt und beteuert, dass er sich nie hätte vorstellen können, einmal Geschäftsführer der eigenen Unternehmung zu sein. Doch seit 2010 heißt die Firma, deren Erfolg auf Phonovorverstärkern und Kopfhörerverstärkern basiert, Lehmannaudio Vertriebs GmbH.
Seinen Sitz hat das Unternehmen in Bergisch-Gladbach bei Köln. Norbert Lehmann hat den privaten und geschäftlichen Bereich unter einem Dach zusammengefasst – ein Prinzip, das bei vielen Audio-Manufakturen funktioniert. Zum Team von Lehmann Audio gehören ein Mitarbeiter im Haus und einige weitere, externe Kräfte.
Norbert Lehmann ist, und das merkt man in jedem Gespräch mit ihm, ein Mensch, der von Übertreibungen nichts hält, und wir vermuten, dass er, selbst wenn er wollte, nicht zur »Rampensau« taugen würde. Intelligenz und Seriosität sind die Basis für eine Erfolgsgeschichte in einem Marktsegment, das schon von großen Namen beherrscht wurde, als Lehmann vor 20 Jahren an den Start ging.
Wenn Norbert Lehmann über die Auswahl seiner Bauteile spricht, müsste jeder Kosten- und Leistungsrechner rot vor Wut werden. Da werden eben die teureren Widerstände und Kondensatoren eingebaut, weil dies messtechnisch zwar nur einen kleinen, aber beim Hören einen großen Unterschied macht. Sie ahnen es, und es ist der besonderen Erwähnung wert, Herr Lehmann nimmt seine Kunden ernst und nicht auf den Arm.
Die Geschichte, die ihn mit der Audio-Szene fest verbindet, beginnt im Jahr 1995. Da war der erste Black Cube-Phonovorverstärker fertig. Zwei Jahre später gab es den ersten exzellenten Testbericht im amerikanischen Magazin »SoundStage«, dem mittlerweile unzählige weltweit gefolgt sind. Von diesem feinen Phono-Pre erfuhr der Verfasser dieser Zeilen 1997 – auf eine gänzlich ungewöhnliche Art: Eines Tages tauchte Norbert Lehmann in einem Kölner HiFi-Geschäft auf und überreichte ein CD: »König David« von Arthur Honegger lag auf dem Tisch.
Der Besucher erklärte, dass die Aufnahme mit einem von ihm konstruierten A/D-Wandler gemacht worden sei – die vermarktete er seinerzeit unter dem Namen »Entec«. Ob wir schon damals an Reizüberflutung litten? Die CD blieb jedenfalls tagelang im Hörraum unangetastet liegen. Erst an einem der darauffolgenden Wochenenden schnappte sich der Autor die Scheibe – und war bereits nach fünf Minuten zutiefst beeindruckt. Nicht weil die Interpretation so weltbewegend war, sondern vielmehr aufgrund der erstklassigen Klangqualität, an der nicht nur Norbert Lehmann, sondern auch der Valve-Hearts-Toningenieur Götz Bürki beteiligt war. Besonders der in HiFi-Kreisen so geschätzte Aspekt der Natürlichkeit der Aufnahme war perfekt erfüllt.
Nachdem die Kollegen informiert waren und Norbert Lehmann mit seinem ersten BlackCube-Phonovorverstärker wieder auftauchte, war das Interesse natürlich groß. Vom ersten Tag an war klar, dass dieses Produkt ein Erfolg werden würde. Auf einer Basis, die Lehmann Audio bis heute erfolgreich macht: beste Technik zum seriös kalkulierten Preis.
Um Ihnen einen Eindruck aus der Firma zu vermitteln, haben wir auf den folgenden Seiten ein paar Bilder zusammengestellt. Außerdem finden Sie dort auch eine Unternehmensbiographie und die Kontaktdaten der Lehmann Audio GmbH.