Zum zweiten Mal veranstaltete die High End Society die Finest Audio Show in Wien. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als viele kleine Hörräume im unrenovierten Untergeschoss bespielt wurden, standen der Messe diesmal die bereits renovierten Etagen im Erdgeschoss und im ersten Stock zur Verfügung. Dies hatte zur Folge, dass die meisten Aussteller ihre Vorführungen in wesentlich großzügigeren Räumlichkeiten durchführen konnten, auch wenn einige von ihnen immer noch in den winzigen Kabinen arbeiten mussten.

Die Ausrichtung dieser Messe auf zwei luftige Etagen war für Aussteller und Besucher deutlich angenehmer. Man verlor sich in der Weite der Hallen und bis auf wenige Ausnahmen gab es selten ein Gedränge, wie es der HiFi-Fan von der High End in Gravenbruch (wer von uns erinnert sich noch daran?) und dem MOC in München kennt. Natürlich ist der Besucherandrang bei der Finest Audio Show nicht mit dem der High End zu vergleichen, aber das noch nicht ganz fertig renovierte Austria Center lässt erahnen, dass die Messe in diesem weitläufigen Gebäude mit weniger Gedränge über die Bühne gehen wird. Ein Nachteil dieser Weitläufigkeit soll aber nicht verschwiegen werden. Ich habe an den beiden Messetagen fast so viele Kilometer zurückgelegt wie bei einer viertägigen High End in München. Ich darf daher jedem Besucher der High End 2026 in Wien raten, gutes Schuhwerk mitzunehmen, um nicht am letzten Messetag mit durchgelaufenen Sohlen dazustehen.

Die High End 2026 im Austria Center in Wien kann also kommen – die großzügigen Räumlichkeiten und die hervorragende Verkehrsanbindung des Messegeländes tun ihr Übriges. Die U1 hält an der Station Kaisermühlen direkt vor den Toren der Halle und der normale Wiener U-Bahntakt von maximal 5 Minuten in der Hauptverkehrszeit ermöglicht es den Besuchern, mit den Wiener Linien anzureisen und das Auto in der Hotelgarage zu lassen, um sich nicht durch den berüchtigten Ringstraßenverkehr quälen zu müssen.