Seit 1979 werden Lautsprecher unter dem Markennamen Boston Acoustics verkauft. Beheimatet war das Unternehmen ursprünglich in Peabody, USA. Seit 2005 ist man Bestandteil der D&M-Holding, zu der auch so illustre Firmen wie Denon oder Marantz gehören. Obwohl eigentlich fest im Lautsprechermarkt verankert, hat sich Boston Acoustics in den vergangenen Jahren in Deutschland vor allem einen Namen durch Table-Top-Radios gemacht. Deren Erfolg gründet sich auf überdurchschnittlicher Klangqualität und leichter Bedienbarkeit. Davon konnte sich i-fidelity.net beim Testbericht des Solo XT und des Trios bereits überzeugen.
Doch mit diesem Erfolg alleine will und kann sich keiner langfristig zufrieden geben. Also ging man das Planungsverfahren für die neue Serie gänzlich anders, nämlich vor allem sehr viel intensiver an. Zunächst schauten sich die Verantwortlichen die Märkte in Amerika, Asien und Europa an. Dabei wurde festgestellt, dass europäisches Design weltweite Akzeptanz findet. Damit war die Frage beantwortet, wer für das Äußere die Verantwortung übernehmen soll.
Doch auch bei der Technik sollte ein neuer Weg beschritten werden. Denn um nachhaltigen Erfolg zu gewährleisten, müssen Lautsprecher natürlich vor allem in einer Disziplin Maßstäbe setzen: Klangqualität. Nicht, dass das Know-how in der Company nicht ausreichend wäre, aber man wollte über das Ziel hinaus. Deshalb wurde Karl-Heinz Fink, einer der erfahrensten Lautsprecherentwickler überhaupt, mit ins Boot geholt. Damit war schließlich ein internationales Team für Entwicklung und Konstruktion den neuen A-Serie geschaffen.
Eine A-Serie hat es bei Boston Acoustics schon einmal gegeben. Eine Reihe gleichen Namens sorgte für den ersten großen Erfolg des Unternehmens vor über 30 Jahren. Kein Wunder also, denn die neue Serie soll an alte Erfolge nahtlos anknüpfen. Die neue A-Serie besteht aus drei Regalboxen, zwei Standlautsprechern, Center und zwei aktiven Subwoofern. Folglich können sowohl Stereo- als auch Mehrkanalsets in unterschiedlichen Konstellationen betrieben werden. Da bei der Abstimmung strikt darauf geachtet wurde, dass die Tonalität stets gleich ist, gibt es bei der Zusammenstellung keine klanglichen Überraschungen.
Die klangliche Demonstration der neuen A-Serie übernahm Ken Ishiwata. In einem von der Akustikfirma »w vier« eingerichteten Raum im Keller des D&M-Gebäudes fand die Hörsession statt. Schon die kleine A 26 überzeugte mit einer weiten Bühnenabbildung, die für diese Preisklasse wirklich verblüffend ist. Bei der Elektronik setzte Ishiwata übrigens auf die von ihm mit konstruierten Komponenten KI-Lite, deren Testbericht bei i-fidelity.net in Kürze erscheint. Nach dem Wechsel auf den Standlautsprecher A 360 waren sich die Beteiligten einig, dass die A-Serie das Potential hat, für Furore zu sorgen. Denn bei nahezu gleicher Tonalität spielten die Standlautsprecher mit neu hinzugewonnenem Fundament und überzeugten durch eine immense Fähigkeit auch in die Tiefe des Raumes abbilden zu können. Das werden spannende Tests im i-fidelity.net-Hörraum.
Angesichts des getriebenen Aufwands sind die bei 99 Euro beginnenden Stückpreise eine sehr offensive Ansage an den Markt. Auf der letzten Seite dieses Artikels hat i-fidelity.net alle neuen Modelle mit Kurzbeschreibung und Verkaufspreis in einer Übersicht dargestellt. Eindrücke von der Präsentationen sollen Ihnen die folgenden Bilder und Interviews bieten.