
Zum Platzieren auf dem Plattenteller dient die Zentrierhülse aus Metall ...,

... die vor dem Abspielen vorsichtig herausgezogen wird.
Auf vielfachen Kundenwunsch hat sich Norbert Lehmann dieses Themas angenommen. Natürlich entstand dabei keine 08/15-Konstruktion – oder wie es Lehmann selbst formuliert: »Ich bin zu alt und damit zu erfahren, um mich noch mit Kompromissen zu beschäftigen.« Diese Worte untermauert das Floatweight 400 mit klarem Anspruch: Es bringt gute 400 Gramm auf die Waage und wird in einer edlen Holzkassette geliefert.
Der erste Versuch, das Gewicht gegen ein langjährig bewährtes Modell von SSC auf einem Transrotor-Laufwerk zu testen, scheiterte zunächst – das Floatweight rotierte mit einem leichten Seitenschlag. Ein Anruf bei Lehmannaudio brachte Aufklärung: Das beiliegende Metallröhrchen war übersehen worden. Dabei handelt es sich um einen Justagestift, der zur exakten Positionierung über die Plattenspieler-Spindel gestülpt wird. Ist das Floatweight platziert, wird der Stift entfernt – das Gewicht liegt dann konzentrisch und ohne direkten Kontakt zur Spindel auf. Eine konstruktive Raffinesse, die verhindert, dass Vibrationen – etwa von Direkttrieblern – unkontrolliert ins Gewicht einstreuen und Resonanzen erzeugen.
Warum dieser Aufwand? »Dreimal dürfen Sie raten«, entgegnet Norbert Lehmann lakonisch. Doch das Resultat lässt keine Fragen offen: Die zusätzliche Masse wirkt. Besonders auffällig ist der Zugewinn an klanglicher Stabilität – eine Qualität, die man mit einem teureren Tonabnehmer oder zusätzlicher Entkopplung kaum erzielen könnte. Im direkten Vergleich mit dem SSC-Gewicht bringt das Floatweight 400 feinere, klarer umrissene Beckenschläge und eine greifbarere, realistischere Stimmwiedergabe.
Der Einsatz des 3S Floatweight erfordert etwas mehr Sorgfalt beim Auflegen, belohnt diese jedoch mit einem hörbaren Zugewinn an Klangqualität. Ein Zubehörteil, das aus der Vielzahl der Möglichkeiten deutlich hervorsticht – und das man unbedingt einmal ausprobieren sollte.