
Thylacine, bürgerlich William Rezé, ist für seine musikalischen Expeditionen bekannt. Der klassisch ausgebildete Jazz-Saxophonist hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht, indem er elektronische Musik mit Eindrücken außergewöhnlicher Landschaften verknüpft. Internationales Aufsehen erregte er erstmals mit seinem Album Transsiberian, das vollständig während einer Zugfahrt durch Russland aufgenommen wurde.
Sein neues Werk Roads Vol. 3 setzt diese Reise-Tradition fort. Die Aufnahmen fanden in Namibia statt – einem Land, dessen archaische Landschaften, Kolonialgeschichte und kulturelle Vielfalt Thylacine tief beeindruckten. Ausgestattet mit einem mobilen Studio in einem umgebauten Caravan, reiste er drei Monate lang durch das südwestafrikanische Land, um Klangaufnahmen, musikalische Skizzen und Inspiration zu sammeln.
Dabei arbeitete er eng mit lokalen Musikerinnen und Musikern zusammen, erlernte traditionelle Instrumente und integrierte sie in seine elektronischen Kompositionen. Die Soundlandschaften des Albums spiegeln die Extreme der namibischen Natur wider – von den Weiten der Namib-Wüste bis hin zu Geisterstädten und Schiffswracks an der Küste.
Die musikalische Reise ist auch eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Landes: Koloniale Spuren, nomadische Kulturen und die Rohheit der Landschaft fließen in den Tracks zusammen. Diese klangliche Erkundung Namibias verbindet dokumentarische Elemente mit künstlerischer Interpretation – eine Handschrift, für die Thylacine mittlerweile weltweit bekannt ist.
Übersicht
Zur Einstimmung, zum Kennenlernen, zum Genießen:
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