High End Society-Geschäftsführer Manuel Pinke im Interview

23.06.2026

Was hat es im Vorfeld der High End Vienna an Diskussionen, Gesprächen und Mutmaßungen gegeben. Es war auf jeden Fall eine Menge bunter Geschichten im Umlauf. Gut drei Wochen nach der ersten Wiener Messe hat i-fidelity.net mit Manuel Pinke, dem Geschäftsführer der High End Society Service GmbH gesprochen.

Manuel Pinke steht seit dem 1. November 2025 an der Spitze der High End Society Service GmbH – als Geschäftsführer des Veranstalters der weltweit größten Audiomesse. Der erfahrene Branchenkenner bringt mehr als drei Jahrzehnte Leidenschaft und Expertise für die Welt des audiophilen Klangs mit – und kennt die High End wie kaum ein anderer: Er erlebte sie als HiFi-Enthusiast, als Fachbesucher, als Aussteller und schließlich als Teil des Organisationsteams, dem er seit 2020 als Senior Event Manager angehört.

Nun trägt er die strategische und operative Gesamtverantwortung für ein Unternehmen, das die weltweite High-End-Audio-Community Jahr für Jahr an einem Ort versammelt. Seinen Einstand als Geschäftsführer gab er mit der ersten Ausgabe der HIGH END in Wien und wir wollten wissen, wie es aus seiner Sicht gelaufen ist.

i-fidelity.net:   Herr Pinke, haben Sie sich von den High-End-Strapazen in Wien schon wieder erholt?

Manuel Pinke:   Ja, es geht schon wieder. Das sehr positive Feedback insgesamt zur ersten Messe in Wien und insbesondere die Rückmeldungen der Aussteller haben dabei sehr geholfen.


i-fidelity.net:   Wer in diesem Jahr zur High End in Wien angereist ist, dem konnte nicht entgehen, dass die Messe öffentlichkeitswirksam und weitreichend angekündigt war. Haben Sie wegen des neuen Veranstaltungsortes die Kampagne größer gefahren als zuletzt in München?

Manuel Pinke:   Wir haben eine deutlich größere Kampagne, besonders in und um Wien, gefahren. Im Gegensatz zu München, wo man unsere Messe ja seit 20 Jahren kannte, wollten wir hier natürlich die Wiener Bewohner und das Umland auf die High End aufmerksam machen und zu uns locken. Was auch funktioniert hat.


i-fidelity.net:   Wien steht nach unserem Wissen bis 2027 als Messe-Stadt fest. Wie sehen die Planungen für die Zukunft der High End konkret aus?

Manuel Pinke:   Wir haben von vornherein einen Drei-Jahres-Vertrag abgeschlossen und die Verträge bis 2028 sind bereits unterschrieben. Momentan verhandeln wir mit dem ACV für die Jahre 2029 bis 2031.


i-fidelity.net:   Die High End besteht mittlerweile aus zwei Teilen, zwei Tage sind für B-to-B reserviert, das Wochenende gehört dem Publikum. Soll das auch in Zukunft so bleiben?

Manuel Pinke:   Das soll auch in Zukunft so bleiben, dies wurde auch von vielen Ausstellern so gewünscht. Allerdings sind wir für Vorschläge von Ausstellerseite offen und müssen natürlich im Zweifelsfall auch auf veränderte Marktbedingungen reagieren.


i-fidelity.net:   Angesichts des betriebenen Aufwands haben wir uns die Frage gestellt, ob am vierten und letzten Messetag wirklich um 16 Uhr Schluss sein muss. Was spricht gegen 18 Uhr?

Manuel Pinke:   Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass der Sonntag der schwächste Besuchertag ist. Der Aufwand, weitere zwei Stunden zu öffnen, ist für viele unserer Aussteller zu hoch. Nach drei Aufbau- und vier Messetagen sind die Energiereserven bei den meisten Ausstellern verständlicherweise aufgebraucht und sie nutzen diese Zeit nach Schließung der Messe lieber, um am selben Tag noch abzubauen. 


i-fidelity.net:   Gibt es schon Punkte, die sich im Messejahr 2027 auf der High End ändern werden?

Manuel Pinke:   Mit Blick auf die angesprochenen Öffnungszeiten am Sonntag, möchten wir ein günstigeres 2-Tages-Ticket für Endverbraucher für Samstag und Sonntag einführen. Ansonsten wird es eher Feintuning an der vorhandenen Struktur wie z.B. der Wegeleitung geben.