
Im Inneren des Compact Phono arbeitet eine Active Feedback Topology mit rauscharmen Operationsverstärkern. Die Verstärkung erfolgt in zwei Stufen: Die erste übernimmt den wesentlichen Teil der Signalanhebung, während die zweite Stufe mit gezielter Filterung unerwünschte Frequenzen begrenzt. Clearaudio kombiniert dies mit einer RIAA-Entzerrung sowie einem Subsonic-Filter bei 16 Hz, der tieffrequentes Rumpeln beispielsweise durch Unebenheiten einer Schallplatte reduzieren soll. Ein Ultrasonic-Filter bei 70 kHz dient zur Begrenzung hochfrequenter Resonanzen des Tonabnehmers.
Für unterschiedliche Tonabnehmer lässt sich die Eingangsschaltung umschalten. Im MM-Betrieb beträgt die Eingangslast 47 kΩ / 100 pF bei einer Verstärkung von 40 dB. Für MC-Systeme stehen 100 Ω / 100 pF und 60 dB Verstärkung zur Verfügung. Damit kann der Compact Phono sowohl mit Moving-Magnet- als auch mit vergleichsweise ausgangsschwachen Moving-Coil-Tonabnehmern eingesetzt werden.
Auf der Stromversorgungsseite verwendet Clearaudio ein speziell entwickeltes Audio-Netzteil mit ±18 Volt sowie zwei lineare Spannungsregler. Eine vierlagige Platine mit getrennten Masse- und Versorgungsebenen soll kurze Signalwege und niedrige Impedanzen ermöglichen. Hinzu kommen selektierte Dünnschichtwiderstände und Kondensatoren mit engen Toleranzen.
Untergebracht ist die Elektronik in einem Metallgehäuse mit isolierenden Gerätefüßen. Mit seinen Abmessungen von lediglich 80 x 115 x 26 Millimetern benötigt der Phono-Vorverstärker nur wenig Stellfläche. Clearaudio bietet den Compact Phono wahlweise in schwarzer oder silberner Ausführung an.
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