
Der Canor Crius H5S wurde als zentrale Komponente für moderne HiFi-Systeme entwickelt. Im Fokus steht eine vollständig diskret aufgebaute Schaltung ohne Operationsverstärker und ohne Koppelkondensatoren im Signalweg. Nach Angaben des Herstellers soll diese Architektur eine besonders saubere Signalverarbeitung ermöglichen. Die Verstärkersektion arbeitet mit einer adaptiven Bias-Schaltung, die Eigenschaften von Class-A- und Class-AB-Verstärkern kombiniert. Für den Kopfhörerbetrieb wird eine Ausgangsleistung von bis zu fünf Watt erwartet.
Für die digitale Signalverarbeitung setzt Canor auf eine Dual-Mono-DAC-Konfiguration mit zwei ESS-ES9038Q2M-Wandlerchips. Die analogen Ausgangsstufen sind vollständig symmetrisch und diskret aufgebaut. Als digitale Schnittstellen stehen USB-C, koaxiale und optische Eingänge zur Verfügung, sodass sich sowohl aktuelle Streaming-Quellen als auch klassische Digitalspieler integrieren lassen.
Neben seiner Funktion als DAC und Kopfhörerverstärker kann der Crius H5S auch als Vorverstärker eingesetzt werden. Analoge Quellen lassen sich über XLR- oder Cinch-Anschlüsse verbinden. Für die Weitergabe des Signals stehen ebenfalls symmetrische und unsymmetrische Ausgänge bereit. Ein integrierter Bypass-Modus erleichtert die Einbindung externer D/A-Wandler oder die Nutzung innerhalb einer vollständig symmetrischen Signalkette.
Das Gehäuse besteht aus Aluminium und Stahl und soll eine hohe Stabilität sowie geringe Resonanzanfälligkeit gewährleisten. Die Bedienung erfolgt über einen großen Drehregler mit integriertem 1,8-Zoll-Runddisplay. Darüber können unter anderem Lautstärke und Balance angepasst werden. Der Crius H5S soll in den Farbvarianten Schwarz, Silber und Bronze erhältlich sein.
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