Heco BellaDonna - Kompakter High-End-Monitor

23.11.2021

Bei Heco erkennt man die Zeichen der Zeit und bringt mit der BellaDonna einen High-End-Zwei-Wege-Monitor auf den Markt, der sogar eine ganze Reihe an Standlautsprechern mit seiner Performance überflügeln soll.

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Heco hat mit den BellaDonna Lautsprecher geschaffen, die bei vielen die Frage aufwerfen wird: »Warum habe ich eigentlich für vollendeten Klanggenuss Standboxen?« Die Beschränkung von Größe und damit auch Volumen hat Hecos Entwickler bei der Entwicklung ganz schön gefordert, denn die Physik lässt sich nicht umgehen. Jedes Bauteil, jedes konstruktive Detail der BellaDonna ist von Grund auf neu entwickelt worden. Natürlich basierend auf der jahrzehntelangen Erfahrung und den bewährten Technologien des Herstellers. Herausgekommen ist laut eigener Aussage der perfekte audiophile Highend-Zweiwege-Lautsprecher.

Hecos Ingenieure haben der Bella Donna ein Tieftonchassis mit 200 Millimtern Durchmesser spendiert. Das ergibt eine Membranfläche von 225 cm2. Das weckt zu Recht Erinnerungen an den Mathematikunterricht und die Zahl Pi. Diese Fläche stand unseren Entwicklern zur Verfügung, um einerseits möglichst viel Luft zu bewegen, also Bass zu erzeugen. Andererseits muss der Tieftöner der Bella Donna aber auch Stimmen und Instrumente mit größter Präzision darstellen. Und Präzision bedeutet Geschwindigkeit. Dieses Ziel wird mit einer neuentwickelten Membran erreicht. Sie ist aus dem bei Heco bewährten Kraftpapier hergestellt, einem Material mit besonders langen Fasern aus ausgesuchtem, nordischen Nadelhölzern. Zusammen mit den in die Membran eingebrachten Wollfäden entsteht ein Fasergeflecht, das diese Membranen besonders stabil macht. Dennoch sind sie leicht und somit gut zu kontrollieren – ein wichtiger Baustein für präzisen Klang. Wie bei allen Heco-Chassis sind auch die Tieftöner der Bella Donna mit der Lasermesstechnik von Klippel überprüft worden. Schließlich besteht der Anforderungskatalog nicht nur aus der Abstimmung durch geschulte Ohren, sondern auch durch fundierte Messtechnik.

Die Dämpfung des Chassis sowie der magnetische Antrieb sind symmetrisch. Das bedeutet, die satte 32 Millimeter große Schwingspule aus mit Kupfer vergütetem Aluminiumdraht identische Bedingungen hat, egal, ob sie aus der Nulllage nach vorne oder hinten schwingt. Das wurde durch eine spezielle Antriebskonstruktion im Magnetbereich erzielt. Für das Ohr bedeutet das einen unerreicht niedrigen Klirrfaktor bei geringsten Verzerrungen. Die aufwendige Konstruktion beinhaltet auch eine spezielle Staubschutzkalotte, wir nennen das Prinzip POC, das steht für »Phase Optimization Cap«. Diese Phasenoptimierung ist wichtig, weil der Tieftöner ja auch für große Teile der Stimmwiedergabe verantwortlich ist. Andererseits soll er eben auch tiefen Bass produzieren. Die Bella Donna spielt mit ihrem Bassreflexgehäuse souverän bis zu 28 Hz hinunter. Der noch aussagekräftigere Bereich mit einer Abweichung von maximal +3/-6 dB reicht bis zu 34 Hz. Da können viele Standboxen nicht mithalten.

Auch der Hochtöner ist technisch optimiert. Sein Einsatzbereich beginnt bei 2.600 Hz und das ist früher als bei den meisten anderen Zweiwege-Lautsprechern. Um diese Herausforderung zu meistern, ist der Hochtöner ebenfalls komplett neu entwickelt worden. Die Kalotte aus einem Silk-Compound-Material misst üppige 30 Millimeter. Zudem schwingt auch die Sicke, welche die Kalotte einfasst, mit. Das bringt ihr mehr Abstrahlenergie und Dynamik, was sie anderen Hochtönern gegenüber deutlich überlegen macht. Natürlich kommt auch hier die bewährte Fluktus-Schallwand zum Einsatz, deren Oberfläche exakt so berechnet wurde, dass sich eine optimale Abstrahlung über nahezu den gesamten Frequenzbereich ergibt.

Auch beim Äußeren geht Heco einen attraktiven Weg. Das beginnt bei der Farbgebung. Der seidenmatte Silberlack mit dem Namen »Iced Silver« ist gleichzeitig dezent und doch auf seine Art sichtbar. An den Seiten kontrastieren Elemente aus Kirschholz den Look. Auf der Oberseite verkündet ein gefräster Schriftzug den Namen Bella Donna. Die abgeschrägte Front dient nicht nur der Optik, sie sorgt auch für besonders gute, akustische Verhältnisse im Inneren. Das Gehäuse der Bella Donna ist nicht nur optisch ein echter Genuss, es bietet auch technisch allerbeste Voraussetzungen. Die Abweichung vom schlichten Quader erstickt stehende Wellen im Gehäuseinneren. Gezielt eingebrachte Verstrebungen machen das ohnehin schon massive Äußere mit den teils 25 mm starken Wänden nochmals resistenter gegen Schwingungen. Das manifestiert sich auch im Gewicht. Die knapp 28 cm breiten und 45 cm hohen Highend-Lautsprecher bringen 17,8 Kilogramm auf die Waage – pro Stück.

Im Inneren verbirgt sich die Frequenzweiche, die ebenfalls höchsten Ansprüchen genügt. Selektierte Bauteile, darunter ausschließlich hochwertige Folienkondensatoren, wurden so kombiniert, dass die Signale phasenoptimiert bei den Chassis eintreffen. Wer mit verschiedenen Kabeln oder gar Verstärkern das Maximum aus der Bella Donna herauskitzeln möchte, kann das dank der massiven Bi-Wiring-Terminals genussvoll tun. Im Hochtonbereich bietet der zusätzliche Anschluss auf der Rückseite zudem die Option, mit einem um 2 dB angehobenen Hochtonpegel eine entsprechende Raumakustik zu kompensieren, ohne auf elektronische Hilfsmittel zurückgreifen zu müssen. Zum Lieferumfang gehört der extrem sorgfältig konstruierte Lautsprecherfuß. Vier massive Aluminiumstreben erheben die Belladonna auf Ohrhöhe. Der Fuß wiegt 15 Kilogramm und kann mit dem Lautsprecher verschraubt werden. Das garantiert nicht nur sicheren Stand, sondern nochmals reduzierte Empfindlichkeit gegen Resonanzen.

Modell:
Heco BellaDonna
Preis:
4.999 Euro