Pioneer stellt zwei neue Pure-Audio-Netzwerkspieler vor

30.05.2017

Mit einer Weltpremiere auf der Münchner High End gab Pioneer den Startschuss für eine neue Generation von Pure-Audio-Netzwerkspielern.

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Beim Topmodell N-70AE wurde in allen Aspekten, die zur Qualität einer HiFi-Komponente beitragen, nichts dem Zufall überlassen, wie Pioneer reklamiert: Mechanische Gehäusekonstruktion, Stromversorgung, Schaltungslayout und Bauteilauswahl folgten stets der Prämisse maximaler Performance und wurden in zahllosen Hörtest-Stunden erarbeitet, so der Hersteller. Der Player ist mit allen aktuellen (und vielen brandneuen) Streaming-Verfahren ausgestattet. So will Pioneer garantieren, dass der Wiedergabequalität eine grenzenlose Programmvielfalt gegenübersteht: Jede Dateiart, jede Auflösung lässt sich ungehindert wiedergeben – unabhängig davon, wo sie gespeichert ist.

»Let The Music Play beschreibt unser Konzept für ein Wohnzimmer voll mit Musik – und nicht mit Geräten. Die beiden neuen Pure-Audio-Netzwerkspieler N-70AE und N-50AE unterstreichen diesen Anspruch mit ihrer enormen Ausstattungsvielfalt, einer intuitiven Bedienung mit der Pioneer Remote App sowie ihrer herausragenden Klangqualität die auf viele Detailverbesserungen zurückgeht«, erklärt Jürgen Timm, PR- & Product Manager bei Pioneer & Onkyo Europe GmbH.

Der N-70AE bietet laut Hersteller ein hochwertiges Innenleben auf stabilem Fundament: Auf speziellen Dreipunkt-Isolatorfüßen ruht eine schwere Stahl-Bodenplatte, die mit 3 Millimeter Dicke und entsprechender Verwindungssteifigkeit für Ruhe sorgen und nebenbei vor äußeren Störfeldern schützen soll. Auch eine gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Baugruppen innerhalb des Gehäuses soll wirkungsvoll unterbunden werden: Netzteil, Streaming-Engine und Audio-Abteilung sind durch Stahlblech-Wände voneinander getrennt, arbeiten somit in drei separaten, dichten Kammern und tauschen auf präzise kontrollierten Pfaden nur das aus, was für ihre Funktion notwendig ist.

Im N-70AE arbeitet laut Pioneer einer der besten erhältlichen D/A-Wandlerchips – genau genommen sogar zwei davon, denn jeder Stereokanal hat seinen eigenen ESS SABRE 9016, der hier also im Doppel-Mono-Betrieb läuft und in Verzerrungen, Rauschabstand und Jitter-Unterdrückung an die Grenzen des heute Machbaren vorstßen soll. Um die Fähigkeiten dieser Wandler optimal auszureizen, bietet der Pioneer N-70AE neben massiven Cinch-Buchsen auch symmetrische XLR-Ausgänge von Neutrik. Der D/A-Wandler steht nicht nur den internen Streaming-Quellen zur Verfügung, sondern dank digitaler Eingänge auch externen Zuspielern: Ein asynchroner USB-Eingang erlaubt die direkte Verbindung zu PCs und Macs mit Auflösungen bis hin zu DSD 11.2 MHz und PCM bis 384 Kilohertz Abtastrate. Weitere Digitalquellen können über optische TosLink- und koaxiale S/PDIF-Eingänge mit dem N-70AE in Verbindung treten.

Ganz gleich, wie der Nutzer es gewohnt ist Musik zu hören – ob vom Smartphone, einem lokalen NAS-Speicher oder einem Cloud-Musikdienst –, der N-70AE ist für jedes Wiedergabeverfahren offen. So findet sich im N-70AE native Unterstützung für die drei wichtigsten Abo-Streamingdienste Spotify, Deezer und TIDAL. Mit letzterem wird der N-70AE nach einem Firmware-Update sogar Cloud-Streaming in voller HiRes-Qualität beherrschen, denn TIDAL streamt bereits jetzt viele Alben als Master-Version im MQA-Format, und der N-70AE wird zu den ersten Geräten seiner Art gehören, die dieses dann auch neben den auf lokalen Speichermedien abgelegten MQA-Dateien decodieren können, so Pioneer. Ebenfalls per Firmware-Update wird Play-Fi in den Pioneer Netzwerkspielern Einzug halten und die Vielseitigkeit nochmals erhöhen. Bereits jetzt steht die integrierte Chromecast-Technologie zur Verfügung mit der sich weitere Streaming-Dienste wie Qobuz und viele mehr auf dem N-70AE ausspielen lassen.

Für die schnelle Verbindung vom Besucher-Smartphone bieten sich Bluetooth ebenso wie Apple AirPlay an. Multi-Room-Freunde schließlich werden erfreut zur Kenntnis nehmen, dass der N-70AE – wie alle Pioneer-Netzwerker der neuesten Generation – mit dem Hersteller-übergreifenden Multi-Room-Standard FireConnect kompatibel ist. Die High-End-Anlage im Wohnzimmer muss also nicht außen vor bleiben, wenn es darum geht, Musik ohne Zeitversatz in mehreren Räumen zu spielen oder auf Quellen, die in einem anderen Raum angeschlossen sind, via Netzwerk zuzugreifen.
 
Der N-70AE verfügt ferner über Lock Range Adjust, mit der der Nutzer den Digitaleingang feinfühlig an die Signalqualität der jeweiligen Quelle anpassen kann. Nur so lassen sich zwei sonst unvereinbare Ziele erreichen, nämlich stabilen Betrieb an stark Jitter-behafteten Quellen und die bestmögliche Behandlung höchstwertiger Zuspieler, wie der Hersteller reklamiert. Auch PQFA findet sich bei Pioneer: Das »Precision Quartz for File-based Audio«-System kommt allen Streamingverfahren über USB und Netzwerk zugute und leistet eine besonders präzise Neutaktung ankommender Audio-Dateien für noch natürlicheren Klang, so Pioneer.

Auch auf optimale Praxiseigenschaften wurde große Aufmerksamkeit verwendet: So macht der N-70AE Festplatten oder Speichermedien, die an seinem USB-Port angeschlossen sind, als SMB-Share übers Netzwerk verfügbar. Ein neu erworbenes Album kann vom Computer somit direkt auf den N-70AE bewegt werden da diese Kombination aus Streamer und Speichermedium im Netzwerk wie ein Musik-Server erkannt wird.  Und da der N-70AE mit eingebautem Dualband-WiFi ausgerüstet ist, braucht er für stabilen Streaming-Betrieb nicht mal ein Netzwerkkabel – auch wenn die Ethernet-Buchse selbstredend nach wie vor zur Verfügung steht. Für noch mehr Freude bei der Benutzung soll die neue, laufend aktualisierte Pioneer Remote App für iOS und Android sorgen, die eine intuitive und elegante Steuerung der vielfältigen Funktionen des N-70AE vom Smartphone oder Tablet aus ermöglicht.

Der N-50AE entspricht in seinen Netzwerk-Fähigkeiten exakt dem N-70AE, ist aber an einigen Stellen behutsam auf einen besonders attraktiven Preis getrimmt worden, wie Pioneer reklamiert. So beschäftigt er statt zwei ESS9016 nur einen dieser DAC-Chips und kommt auch ohne die symmetrischen XLR-Ausgänge des N-70AE aus. Die Pioneer-eigenen Klangveredler PQFA, Lock Range Adjust und HiBit32-Upsampling bleiben dem Topmodell vorbehalten, ebenso der regelbare Kopfhörerausgang und die Dreikammer-Gehäusekonstruktion. Beiden Modellen gemeinsam ist die solide Aluminium-Ausführung der Frontblende.

Verfügbarkeit:
Die beiden Pure Audio Netzwerkspieler N-70AE (1.299 Euro) und N-50AE (899 Euro) werden in silberner und schwarzer Ausführung ab Juli 2017 im qualifizierten Fachhandel verfügbar sein.

Modell:
Pioneer N-70AE
Preis:
1.299 Euro