Leistungsverstärker und digitale Quellgeräte von Soulution Audio sind seit ihrer Markteinführung in vielerlei Hinsicht überragend. Derzeit arbeiten Wettbewerber hart daran, sich an die Fersen des vergleichsweise noch jungen Schweizer Unternehmens zu heften. Wie groß ist der qualitative Vorsprung des Vorverstärkers 720 und der Stereoendstufe 710?

Auch nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit Komponenten für hochwertige Musikwiedergabe hat eine Frage nichts an Aktualität verloren: Wieviel Potential gibt es noch, die Klangqualität zu steigern? Im Angesicht der beiden mächtigen Soulution-Verstärker bleibt man nach nur wenigen Minuten des Klangbades ein wenig ratlos vor der Anlage sitzen. Fragen stellen sich im Sekundentakt ein: Warum ist diese Qualitätsstufe bisher nicht erreicht worden? Gibt es noch mehr Luft nach oben? Weshalb wird hier aus dem Nur-Hören totales Musikerleben? Muss dieser Genuss tatsächlich so viel kosten?

Am Anfang von Soulution Audio stand die Idee, High-End-Komponenten zu fertigen, die kompromisslos zur Weltspitze gehören . Dass das auf althergebrachten Wegen nicht funktionieren kann, war Geschäftsführer Cyrill Hammer sofort klar. Es führen zwar viele Wege nach Rom, aber auf den bekannteren gibt es Stau, will sagen, es gibt genügend Elektronikentwickler, die der Mode folgen, ohne ein einziges Mal zu hinterfragen, was sie da eigentlich entwerfen. Die Folge: zu viele Verstärker von der Stange. Derzeit ist es einfach so, dass sich die meisten Hersteller für eines von insgesamt nur fünf Konzepten für den Bau von Verstärkern entscheiden – und das war's dann.

Für das Team von Cyrill Hammer kam das nicht in Frage – der sechste Weg musste gefunden werden. In vollendeter Höflichkeit betont der Soulution-Chef, dass man nicht einfach ein vorhandenes Schaltungskonzept nehmen und dieses verbessern wollte, sondern eine Reihe wirklicher Neuerungen für den Erfolg hermussten. Dafür braucht man einen Entwickler, der neben weitreichendem Know-how – hier ist auch Allgemeinwissen gefragt! –  auch über eine gehörige Portion audiophiler Leidenschaft verfügen muss. Bei Soulution heißt dieser Mensch Christoph Schürmann. Lange Jahre bei Audiolabor verpflichtet, übernahm er vor etwa zehn Jahren die Aufgabe, konzeptionell neue Verstärker für Soulution Audio zu entwickeln.

Biotop für Audiophile

Im internationalen Vergleich zeichnet sich Soulution durch eine seltene Besonderheit aus. Das Unternehmen gehört zur Spemot AG, einer Firma, die die verschiedensten Elektromotoren entwickelt und produziert. Der audiophilen Leidenschaft gleich mehrerer Verantwortlicher im Unternehmen ist es zu verdanken, dass vor einem Jahrzehnt der Grundstein für die Ausnahmeprodukte gelegt wurde. Und man darf heute dankbar dafür sein, dass Soulution auf grundsolidem Fundament realisiert wurde, denn es dauerte ganze fünf Jahre bis zur Premiere der Verstärker, die 2005 auf einer Messe im schweizerischen Pfäffikon stattfand. Seither überzeugt die Elektronik weltweit auch anspruchsvollste Hörer. In diesen Wochen startet Soulution nach der 7er-Baureihe die neue 5er-Serie, von deren Erfolg man angesichts ihrer »Gene« schon heute ausgehen darf. Auch darüber gibt´s auf i-fidelity.net bald mehr zu lesen.

 

Fünf Gründe für einen Soulution-Testbericht

Natürlich stellt man sich bei einer Redaktionskonferenz die Frage, ob man Ihnen, liebe Leser, noch mit Verstärkern kommen darf, die schon ein paar Dutzend Monate auf dem Buckel haben und bereits mehrfach ausgiebig getestet wurden. Die Diskussion darüber währte nicht lange, und das Urteil war eindeutig: Man sollte nicht nur über Soulution 710 und 720 berichten, nein, man muss es. Denn trotz des riesigen Angebots stechen diese Komponenten in fünf Punkten deutlich heraus: Technik, Design, Preis, Verarbeitungs- und Klangqualität.

Der Vorverstärker 720

Wir können uns wortreiche Erklärungen für diesen Vorverstärker eigentlich sparen, denn er ist ein durchdachtes Meisterwerk. Mit einiger Produkt- und Hörerfahrung kann jeder auf dem Papier einen Traum-Pre-Amp entwerfen, nur beim Bauen scheint es weitestgehend zu hapern. Denn Kostendruck und Produktionseffizienz machen vermeintlichen Kleinigkeiten den Garaus, verhindern den Einsatz im Serienprodukt. Für die 720 trifft das nicht zu, hier sind alle Wünsche und Ansprüche an einen Vorverstärker realisiert worden.

Trotz der für einen Vorverstärker ungewöhnlich ausladenden Abmessungen (er ist 48 Zentimeter breit, 17 Zentimeter hoch und 45 Zentimeter tief) wirkt er aufgrund seiner klaren Formensprache wie aus einem Guss. Es gibt kein Meer aus Schrauben, das Deckel oder Seitenkonstruktion durchlöchert, alles ist eben, schlicht und wirkt auf das Auge des Betrachters beruhigend. Auf der Front befinden sich zwei Drehregler, einer für die Eingangswahl, der andere für die Lautstärke. Mit drei weiteren Tastschaltern wird ein- beziehungsweise ausgeschaltet, der Ausgang abgeschaltet und Grundeinstellungen eingerichtet. Über den aktuellen Arbeitszustand informiert ein rotfarbiges Display.

Vier Hochpegelquellen können per WBT-Nextgen-Cinch angeschlossen werden, zwei weitere symmetrisch über Neutrik-XLR-Verbinder. Die 720 verfügt zudem über einen sensationellen Phonovorverstärker, der bestmöglich mit den feinen Signalen eines MC-Tonabnehmers umgeht. Wer der Schallplatte den Rücken gekehrt hat, kann bei Soulution den preiswerteren Vorverstärker 721 erwerben, der eine reine Hochpegelkonstruktion ist. Für jeden dieser Eingänge kann der Eingangspegel in drei Stufen angepasst werden, damit beim Umschalten keine überraschenden und möglicherweise Lautsprecher-gefährdenden Pegelsprünge erfolgen.

Beim Soulution-Vorverstärker 720 türmen sich die Platinen auf drei Stockwerken. Die mit hoher Stromlieferfähigkeit versehene Ausgangsstufe ist niederohmig konzipiert und kann deshalb auch längere NF-Kabelverbindungen problemlos betreiben. (Werksfoto)
Dieser Mann ist für die genialen Soulution-Verstärker verantwortlich: Christoph Schürmann. Zur Erklärung der verschiedenen Baugruppen in den Amps nimmt er sich sehr viel Zeit und berichtet, wie viele Sackgassen auf dem langen Weg bis zum fertigen Produkt lagen. Aber bei einem Punkt lächelt er, nämlich bei der Frage, ob er jemals übers Aufgeben nachgedacht hat: »never ever, wir wussten, dass am Ende etwas vollkommen Neues stehen würde, was die High-End-Welt erschüttert«. Recht hat er.
Grundeinstellungen wie Displayhelligkeit, Art des Einschaltvorgangs und Wahl des Eingangs werden an der Soulution 710 über Schalter vorgewählt.

Beeindruckende Bandbreite

Einzigartig ist die Möglichkeit, die Bandbreite der Eingänge in drei Stufen zu variieren. Damit wird der Vorverstärker vor hochfrequenten Störungen geschützt, die durchaus vom ein oder anderen Quellgerät geliefert werden. Nur bei einer absolut einwandfrei arbeitenden Komponente sollte der Input auf maximaler Bandbreite belassen werden. Dass der größte Wert dabei ein Megahertz beträgt, dürfte angesichts der Herkunft dieses Verstärkers nicht überraschen.

Zu den klangrelevantesten Baugruppen innerhalb eines Pre-Amps gehört die Regelung der Lautstärke. Soulution setzt hier Metallfolienwiderstände ein, die den Pegel in insgesamt achtzig Stufen um jeweils ein Dezibel verändern. Ein programmierbarer Verstärkungsregler arbeitet nur, wenn die Lautstärke per Fernbedienung oder Drehknopf verändert wird. Das hat den Vorteil, dass Klangeinbußen durch die Lautstärkeregeleinheit für viele Jahre ausgeschlossen sind. Dies ist nur ein weiteres Indiz dafür, dass es sich um eine Komponente für die Ewigkeit handelt. Während der Pegeländerungen ist im Übrigen nichts von der Technik hörbar, kein Knacksen, keine kurzzeitige Pegeländerung auf einem Kanal und auch kein Ploppen, das man durchaus manchmal zu hören bekommt.

Ein König im Labor

Soulution reklamiert für diesen Verstärker aufgrund seiner technisch neuen und sauberen Konstruktion überragende Messwerte. Im i-fidelity.net-Messlabor wurde das schnell und nachhaltig bewiesen. Wie üblich ist dafür bei Audioverstärkern auch das Netzteil in hohem Maße mitverantwortlich. Es gibt jeweils einen Transformator für den analogen und den digitalen Bereich. Da sie ihren Saft aber aus ein- und derselben Quelle beziehen, besteht immer noch ein gewisses Restrisiko, dass Störungen sich austauschen und im schlimmsten Fall sogar addieren. Das geht bei der 720 nicht. Ein ausgeklügeltes Filternetzwerk verhindert das Überspringen von Störungen. Dass dies funktioniert, belegen die sensationellen Messwerte.

Einmal eingestellt, ist die Bedienung des dreißig Kilogramm schweren Vorverstärkers 720 kinderleicht. Eine übersichtliche Fernbedienung erlaubt die komplette Steuerung vom Hörplatz aus. Dank der großen Klarschrift-Anzeige ist der Nutzer jederzeit perfekt informiert. Seine eigentliche Faszination ist aber die überragende Klangqualität, die er vor allem in Verbindung mit dem Endverstärker 710 ausspielt.

Mit dem Chef im Keller: Cyrill Hammer freut sich stets über die Bemerkung, dass exklusive Verstärker wie Soulution ja nur in kleinen Stückzahlen verkauft werden. Seine Antwort darauf: Er öffnet eine Materialkiste, die einen Teil der Metallelemente nur für die Endstufe 710 enthält. Älter als 90 Tage wird der Inhalt nicht – das dürfte als Antwort ausreichen.

Der Endverstärker 710

80 Kilogramm schwer, bei Bedarf fast 1.000 Watt Leistung an einer Impedanz von zwei Ohm, 1-MHz-Bandbreite und ein Maß an technischer Souveränität, das auf den ersten Blick nur schwer zu erfassen ist. Das sind nur drei Eckpunkte des Referenz-Endverstärkers namens Soulution 710. Beginnen wir bei der Spannungsversorgung. Zwei 1000-Watt-Transformatoren sitzen auf der Bodenplatte des Gehäuses – allerdings schwingend gelagert. Ihre Energie wird in Kondensatoren mit nicht weniger als 250.000 Mikrofarad gepuffert. Gespeist werden damit zehn (!) separate Netzteile.

Insgesamt arbeiten 28 bipolare Transistoren in der 710, die auf massiven Kupferschienen montiert sind und deren Gesundheitszustand permanent vom Mikroprozessor-Hirn der Soulution überwacht wird. Kurzzeitig kann diese Anordnung weit über hundert Ampère liefern, dauerhaft sind es sechzig. Werte, vor denen andere Endverstärker einen höflichen Knicks machen und sich aufgrund mangelnder eigener Leistung demütig zurückziehen.

Im Zentrum der Endstufe arbeitet ein Spannungsverstärker mit starrem Faktor. Für den Signaldurchsatz werden weniger als zehn Nanosekunden veranschlagt. Diese Baugruppe funktioniert nur hundertprozentig, wenn die thermischen Bedingungen stabil sind. Deshalb ist sie vollständig vergossen. Auch bei dieser Komponente fand im i-fidelity.net-Labor eine Art Technik-Olympiade statt, allerdings nicht unter dem Motto »Dabei sein ist alles«, sondern vielmehr »Wie oft kann man Gold holen?«

Mehr als Hören ist Erleben

Mit der Kombination aus Soulution Vorverstärker 720 und Endverstärker 710 innerhalb einer Musikanlage beginnt ein neues Klangkapitel. Mittlerweile haben wir die Komponenten in sehr vielen unterschiedlichen Kombinationen angehört und waren jedesmal von ihrer Performance beeindruckt. Denn diese Verstärker springen mit Tönen anders um, und sie lassen Lautsprechern keine Chance auf Entwicklung eines unerwünschten Eigenlebens. Was auf der Platte drauf ist, wird wiedergegeben – nicht mehr und auch nicht weniger. Klar, diesen Anspruch reklamieren viele Hersteller für sich, aber so solide, wie Soulution das umsetzt, dürfte schon einzigartig sein.

Spezielle Kost ist unnötig

Um zu erfassen, wie eindrucksvoll die Soulutions musizieren, benötigt man übrigens keine audiophilen Tonträger oder spezielle Testscheiben. Es reicht ein Griff in den Plattenschrank oder ins CD-Regal, man zieht einfach die Scheibe heraus, nach der einem gerade der Sinn steht. So hielten wir zum Start »Eye In The Sky« von Alan Parsons Project in den Händen. Vor dem Titelstück kommt das Instrumental-Intro mit Namen »Sirius«. Aus dem Nichts schwillt ein gewaltiger Tieftonakkord an. Nach 29 Sekunden trifft einen zum ersten Mal der Schlag, nach vier weiteren der zweite. Brutal, klar, direkt und –trotz Kenntnis des Stücks – absolut unvermittelt schlägt die Kombination zu. Der i-fidelity.net-Referenzlautsprecher KEF Reference 205/2 wächst über seine normalen, durchaus beeindruckenden klanglichen Fähigkeiten ein spürbares Stück hinaus.

Die Soulution-Audio-Truppe ist eine andere Version der Fantastischen Vier: Matthias Duso, Christoph Schürmann, Cyrill Hammer und Pascal Kellerhals (v. l. n. rechts). Trotz normaler Alltagsgeschichten verliert das Team nur äußerst selten den Humor. Sicher ein Puzzlestück auf der Straße des Erfolges.

Das bezieht sich vor allem auf Plastizität und Energie und den dadurch entstehenden Wirklichkeitseindruck. Ob Alan Parsons den Titel jemals so gehört hat? Unfassbar! Die verschiedenen Töne bekommen auch eine ungewohnte akustische Oberflächenstruktur. Es ist nicht nur so, dass sie klar getrennt, detailliert und in der jeweils korrekten Klangfarbe auftauchen, nein, sie erhalten ein hörbares Muster, was auf eine bisher unerreichte Fokussierung zurückzuführen ist. Jede Schattierung, und sei sie noch so klein, wird transportiert und führt dazu, dass es zu weit mehr als einem Nur-Höreindruck kommt. Wären sie nicht legal zu erwerben, dann wären die Soulutions ein klarer Fall für die Drogenfahndung.

Weiter geht´s mit dem Charlie Haden Quartet West und den »Sophisticated Ladies«, die wunderbar zu den Schweizer Edelverstärkern passen. Auf »Goodbye« singt Diana Krall, die Modulation der Stimme ist bis ins kleinste Detail hörbar, womit die Chanteuse zwischen den Lautsprechern wirklich »sichtbar« wird. Zwischen dem Hörer und der Musik steht nichts mehr, es gibt keinerlei Schleier, Vorhang oder sonst irgendeine nicht maßstabsgerechte Verzerrung. Die Instrumente lassen sich selbst dort mühelos verfolgen, wo sich ansonsten oftmals der Faden verliert. Schlichtweg perfekt ist auch der Raum um die Musiker, der einfach nicht nur Platz für Instrumente und Stimme lässt, sondern auch zum Atmen.

Zum Hören gesellt sich Emotion

Dieser Eindruck bleibt auch nach der neuen Loreena-McKennitt-CD »The Wind That Shakes The Barley« vollkommen erhalten. Das Titelstück hört sich nicht nur mystisch an, die ganze Atmosphäre im Raum ändert sich. Das Geräusch des eigenen Atmens wird zum Indikator für die Ruhe und Konzentration, die man bei dieser Kette erreicht. Über die tiefgehende Wirkung von Musik wird oft geredet oder geschrieben, jetzt und hier wird sie greif-, spür- und erlebbar. Von eher seltener Qualität ist beim Testen der Eindruck, den Moment festhalten zu wollen, um ihn dauerhaft genießen zu können.

Der Umgang mit Gewöhnlichem

Unglaublich, in welchem Maße Shakira nerven kann – wenn man sie im Radio hört. Gänzlich anders liegt der Fall, wenn die neue CD »Sale El Sol« über eine hochwertige Anlage abgespielt wird. Dann nimmt man sich das Stück »Ante De Las Seis« vor, dreht richtig laut auf und taucht in ein Meer aus höchster Musikalität. Die Stimme wird zum Leben erweckt, Klavier und Gitarre darunter drapiert, und es stört gar nichts. Der Bass läuft rabenschwarz als Fundament mit, man darf also auch einfache Pop-Musik mit den Soulutions hören und wird sicher das ein oder andere blaue Wunder erleben. Die Qualität der Wiedergabe ist uneingeschränkt nur mit »überragend« zu beschreiben.

Zur Dokumentation des klanglichen Vorsprungs wandert Kip Hanrahans Album »Greatest Hits Or Whatever« in den Player – gehört eigentlich in jede Sammlung. Track sechs heißt »Una Noche De Verano Comenca« und beinhaltet ein perkussives Feuerwerk und substanziellen Bass. Die Beschreibung dessen, was das Schweizer Duett hier abliefert, ist relativ einfach: Es war nie impulsiver, selten hat der Bass eine derart kontrollierte Energie erfahren, und das Herauslösen der Stimme aus dem dichten Instrumentalgeflecht funktioniert gar das erste Mal korrekt – perfekt!

Auch Intellektuelle dürfen genießen

»Fantasia On A Theme by Thomas Tallis« in einer Einspielung mit der Academy Of St. Martin-In-The-Fields unter Neville Marriner markiert den krönenden Abschluss. Weitere 15 Minuten exklusiver Hörtrip stehen uns bevor. Zu diesem Werk ein Zitat aus dem der CD beiliegenden Heft von Georg Hall: »Mit ihrer Verwendung von Licht und Dunkel, Bedeutung und Feinheit, Substanz und Stil ist diese Musik wunderschön erdacht, sowohl was die Besetzung als auch den originellen Satz betrifft, und erscheint tatsächlich als klanggewordene Kathedrale.« Wenn Sie wissen möchten, wie sehr dieser Satz nicht nur für die Aufführung mittels Orchester gilt, sondern auch für eine High-End-Anlage, die Soulution-Verstärker enthält, dann nutzen Sie die nächste Gelegenheit, die sich Ihnen bietet. Denn es ist einfach famos, wie die 720/710-Kombination den orchestralen Klangkörper in seiner Ästhetik, Größe und Intensität in einen normalen Hörraum verfrachtet. Diese Art der Wiedergabequalität ist beispiellos.

Messwerte Soulution 720

Verstärkung:
Verstärkungsfaktor:   9,4 dB / 2,95-fach
max. Ausgangsspannung:   5,92 V
 
Verzerrungen:
Klirrfaktor (THD+N):   0,0006 %
IM-Verzerrungen (SMPTE):   0,0005 %
IM-Verzerrungen (CCIF):   0,0004 %
 
Störabstände:
Fremdspannung (- 20 kHz):   -99,4 dB
Fremdspannung (- 250 kHz):   -89,1 dB
Geräuschspannung (A-bewertet):   -102,7 dB
 
Sonstige:
Obere Grenzfrequenz:   > 185 kHz
Kanaldifferenz:   0,003 dB
Eingangswiderstand (unsymmetrisch):   3,0 kOhm
Ausgangswiderstand (unsymmetrisch):   2,2 Ohm
DC-Ausgangs-Offset:   < 0,5 mV

Stromverbrauch:
Aus:   0 W
Stand-by:   6,7 W
Leerlauf:   54 W

Messwerte Soulution 710

Leistung:
Nennleistung @ 4 Ohm (1% THD):   270 W
Nennleistung @ 8 Ohm (1% THD):   135 W

Verzerrungen:

Klirrfaktor (THD+N, 10 Watt @ 4 Ohm):   0,0007 %
IM-Verzerrungen SMPTE (5 Watt @ 4 Ohm):   0,0019 %
IM-Verzerrungen CCIF (5 Watt @ 4 Ohm):   0,0004%
 
Störabstände:
Fremdspannung (- 20 kHz):   -106,5 dB
Fremdspannung (- 250 kHz):   -93,6 dB
Geräuschspannung (A-bewertet):   -111,5 dB
 
Sonstige:
Verstärkungsfaktor:   26 dB / 19,9-fach
Obere Grenzfrequenz (-3dB / 10 W @ 4 Ohm):   > 185 kHz
Kanaldifferenz:   0,005 dB
Empfindlichkeit (Vollaussteuerung 4 Ohm):   1,65 V
DC-Ausgangs-Offset:   < 0,5 mV

Stromverbrauch:
Aus:   0 W
Stand-by:   11,6 W
Leerlauf:   ca. 230 W


Laborkommentar

Aus Laborsicht sind die beiden Soulution-Verstärker einfach nur Weltklasse. Boliden vom Kaliber der 710 kommen in der Regel mit noch mehr Ausgangsleistung als 270 Watt an vier Ohm daher, doch bezüglich der Verzerrungsarmut setzt die Soulution 710 Maßstäbe: Der Klirrfaktor und die Intermodulationsverzerrungen sind über jeden Zweifel erhaben, und das Klirrspektrum (fast nur k2) ist vorbildlich. Nicht weniger beeindruckend sind die exzellenten Störabstände, auch hier setzt die 710 absolute Bestmarken. Die Bandbreite liegt wohl tatsächlich im Megahertzbereich, wir stellten bei 185 Kilohertz noch nicht den geringsten Frequenzgangabfall fest – dieser Verstärker ist rasend schnell.

Die 720 ist nicht minder beeindruckend, sie ist vermutlich die verzerrungsärmste Vorstufe der Welt: Jede einzelne Verzerrungsmessung (in Einstellung »Gain 0« und »Bandwidth high«) meisterte sie mit drei Nullen hinterm Komma – einfach unglaublich. Die Störabstände sind ebenfalls allererste Sahne, im Spektrum sinkt der Störgrund sogar bis unter die -150-Dezibel-Marke – das ist ebenfalls einmalig. Bei beiden Verstärkern ist so etwas wie eine Kanaldifferenz praktisch nicht vorhanden.

Gratulation an Soulution, solche Verstärker verdienen die Bezeichnung »State of the art« und die Labornote »überragend«.

 

Vorverstärker Soulution 720


Eingänge:   2 x symmetrisch, 3 x Cinch, Phono

Ausgänge:   1 x symmetrisch, 1 x Cinch, 1 x record out

Besondere Kennzeichen:   Verstärkungsfaktor sowie Bandbreite einstellbar, 12-Volt-Ferneinschaltung, Fernbedienung, 5 Jahre Garantie, Helligkeit der Anzeige variabel

Ausführungen:   Aluminium schwarz/natur eloxiert

Abmessungen (B x H x T):   48 x 17 x 45 Zentimeter
Gewicht:   30 kg



Endverstärker Soulution 710


Eingänge:   1 x WBT-Nextgen-Cinchbuchsen, 1 x Neutrik-XLR

Ausgänge:   1 x WBT-Klemmen

Besondere Kennzeichen:   12-Volt-Ferneinschaltung, Starteinstellungen programmierbar, Display in der Helligkeit regelbar, 5 Jahre Garantie

Ausführungen:   Aluminium schwarz/natur eloxiert

Abmessungen (B x H x T):   48 x 28 x 54 Zentimeter
Gewicht:   80 kg

 

Soulution Audio

Spemot AG
Industriestraße 70
4657 Dulliken

Schweiz


Telefon: +41 62 2 85 30 40

Internet: www.soulution-audio.com

Hier können Sie einen Blick hinter die Kulissen von Soulution werfen.

Exklusiver Vertrieb für Deutschland:

Taurus High End GmbH
Garstedter Weg 174
22453 Hamburg

Tel.:   0 40 / 5 53 53 58
Fax.:   0 40 / 5 53 54 54

Internet: www.taurus.net
E-Mail: info@taurus.net

Mit dem Soulution-Vorverstärker 720 und dem Endverstärker 710 Musik zu hören, ist eine geniale Grenzerfahrung. Jeder trägt eine Vorstellung davon in sich, wie hoch das klangliche Niveau einer Wiedergabekette theoretisch sein kann. Jede Veränderung der Musikanlage in dieser Richtung wird zu Recht als Zugewinn empfunden. Musik in höchster Qualität genossen, bietet weit mehr als überragende Höreindrücke. Sie nimmt positiven Einfluss auf unsere Gedanken, unser körperliches Wohlbefinden und bringt uns dazu, weniger Zeit mit unnützen Dingen zu verbringen. Mit den Verstärkern von Soulution Audio aus der Schweiz lassen sich diese Aussagen nachhaltig beweisen: Sie sind die Besten!   Olaf Sturm

Vorverstärker Soulution 720
Preis: 25.000 Euro
Garantie: 5 Jahre
Hochpegel-Vorverstärker Soulution 721
Preis: 21.000 Euro
Garantie: 5 Jahre
Endverstärker Soulution 710
Preis: 29.500 Euro
Garantie: 5 Jahre
überragend
überragend
überragend
überragend

überragend
überragend
überragend
überragend

TEST

Verstärker:
Soulution Audio 720/710
Autor:
Olaf Sturm
Datum:
08.12.2010
Hersteller:
Soulution