Blu-ray-Player, fünf Lautsprecher und kabelloser Subwoofer: Teufel hat mit dem neuen Cubycon Impaq ein prall gefülltes Paket für das Heimkino geschnürt. Die Redaktion von i-fidelity.net war neugierig und hat für Sie nicht nur schon alles ausgepackt, sondern auch ausprobiert.

Getrennt oder zusammen? Diese Frage kennen Pärchen und Gruppen von ihren Restaurant-Besuchen. Wer sich ein neues Heimkino-Paket zulegen will, muss sich ebenfalls mit dieser Thematik beschäftigen: alles zusammen von einem Hersteller oder einzelne Komponenten unterschiedlicher Anbieter? Letztere Option erschwert den Kauf: Welche Geräte harmonieren im Verbund optimal? Passen die Anschlüsse und machen die einzelnen Leistungsdaten Sinn? Neueinsteigern will es Teufel mit seinem Rundum-Sorglos-Paket Cubycon Impaq besonders einfach machen. Hier ist schlichtweg alles drin, was man für die Musik- und Filmwiedergabe in den eigenen vier Wänden benötigt. Eine gute Wahl?

Als Zuspieler vertrauen die Berliner auf den Impaq 8000, der 3D-Blu-ray-Player, AV-Receiver und Verstärker in einem Gerät vereint. Eine vernünftige Lösung für alle, die sich keinen separaten AV-Receiver hinstellen möchten und kein Feuerwerk an Anschluss-Optionen benötigen. Zusätzlich erhält man zum Gesamtpreis von 1.800 Euro die fünf Micro-Lautsprecher Cubycon und den Flachsubwoofer T4000. Einen Flachbildfernseher vorausgesetzt, ist damit alles vorhanden, um das Wohnzimmer in ein Heimkino zu verwandeln. 30 Meter Lautsprecherkabel und ein 1,5 Meter langes HDMI-Kabel legt Teufel gleich dazu, damit Beginner wirklich sämtliches Equipment zur Einrichtung parat haben.

Wie bereits angedeutet, ist der Impaq 8000 mehr als nur ein Blu-ray-Player, der alle relevanten Tonformate wie DTS-HD Master Audio und Dolby TrueHD beherrscht. DLNA-Unterstützung ermöglicht das Abgreifen von Fotos, Musik und Videos im Heimnetzwerk, dank Bluetooth-Streaming werden die Lieblingssongs von Smartphone oder Tablet über alle fünf Boxen zum Leben erweckt. Besonders praktisch: Das Abspielgerät ist fit für den Übertragungsstandard NFC (Near Field Communication): Dazu genügt es, geeignete Mobilgeräte einfach an die Oberseite des IP 8000 zu halten, schon erfolgt automatisch eine Kopplungsanfrage, die es per Fingertipp zu bestätigen gilt. UKW-Radioempfang ist mit dem Teufel-Player ebenfalls möglich, die Sendernamen und, je nach Verfügbarkeit auch Zusatzinformationen, werden auf dem gut ablesbaren Frontdisplay dargestellt. Hier vorne sitzt nicht nur das Slot-In-Laufwerk für Blu-rays, DVDs und CDs, sondern auch ein Anschluss für Kopfhörer und eine USB-Buchse. Unterstützt werden unter anderem die Formate JPEG, BMP, PNG und GIF (Fotos), AAC, MP3, WMA, FLAC, WAV und WMV (Musik) sowie DivX/Xvid, DivX-HD, MKV, MP4, MPEG-1/-2, WMV, AVCHD und VOB (Videos).

Rückseitig hat der IP 8000 die Spendierhosen an: Externe Zuspieler wie Receiver, Spielkonsolen oder Netzwerkplayer lassen sich über drei HDMI-Eingänge andocken, zusätzlich stehen unter anderem zwei digitale Audio-Eingänge (optisch und koaxial) sowie eine Stereo-Cinch-Buchse zur Verfügung. Der HDMI-Ausgang beherrscht zudem ARC (Audio Return Channel), sodass sämtliche Tonsignale des Fernsehers zu den Lautsprechern ohne zusätzliche Verkabelung weitergeleitet werden.

An Anschlüssen ist der IP 8000 reich bestückt. Zudem unterstützt der Player Bluetooth und kommt mit USB-Speicherträgern zurecht.

Gesteuert wird die Heimkino-Zentrale über die mitgelieferte Fernbedienung. Der Plastik-Signalgeber ist funktional, aber kein optisches Meisterwerk. Ästheten hätten sich hier ein wenig mehr gewünscht. Logisch und übersichtlich angeordnet sind die Tasten mit sauberem Druckpunkt. Neben vollem Zugriff auf die Disc-Wiedergabe kann man unter anderem die Quellen direkt anwählen, Bluetooth aktivieren, auf den Radiotuner zugreifen, die Surround-Eigenschaften ändern, Tonverzögerungen einstellen (Lip-Sync) oder sich verschiedene Kontrolloptionen anzeigen lassen. Trotz der umfangreichen Ausstattung und der großen Funktionsfülle kommt man mit dem Zuspieler auf Anhieb zurecht. Dazu trägt das klar strukturierte Menü bei. Über den Home-Button gelangt man zu den vier zentralen Menüs »Meine Medien«, »Einstellungen«, »Klang« und »Quelle« – hier findet man sofort das, was man erwartet.

Auf Wunsch skaliert der IP 8000 sämtliche Videosignale auf UHD-Auflösung mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten hoch. Im Test erzielte der Automatik-Modus auf einem Ultra-HD-Fernseher von Samsung keine optimalen Ergebnisse. Schrifteinblendungen der Blu-ray »Die Alpen von oben« erschienen unruhig, Schwenks ruckelig. Das Problem ließ sich zugunsten butterweicher Bewegungen beheben, indem die Auflösung manuell eingestellt wurde. Je nach Flat-TV kann man hier aus »4K / Ultra HD«, »Full HD«, »HD ready« und »SD« auswählen, darüber hinaus sind Anpassungen am HDMI-Farbraum möglich. Die Einbindung des Players ins Internet, unter anderem um Zusatzdienste wie BD-Live zu nutzen, erfolgt über ein Netzwerkkabel oder den separaten WLAN-Dongle.

Auch das Skalieren sämtlicher Bewegtbilder auf die UHD-Auflösung gelingt dem IP 8000 – entweder automatisch oder durch manuelle Einstellungen.

Als nächster Schritt im Aufbau des perfekten Heimkinos steht die Montage der Lautsprecher an. Der Receiver bietet Anschlüsse für fünf Satellitenkanäle und zusätzlich die Möglichkeit, durch zwei zusätzliche Aktivboxen ein 7.1-System zu errichten. Allein die Aussicht auf ein 5.1-Set im Wohnzimmer – also fünf Boxen plus Subwoofer – dürfte bei vielen Damen des Hauses Ängste schüren, dass die schicken Möbel und die teuren Wandgemälde künftig ob der zahlreichen Lautsprecher an Charme und Aufmerksamkeit verlieren. Gute Nachricht: Die Cubycon-Boxen (in Schwarz oder Silber) sehen ob ihres Vollaluminium-Gehäuses nicht nur schick aus, sie fallen bedingt durch ihre geringe Größe auch kaum auf. 9,7 x 9,5 x 18,8 Zentimeter, so dezent geben sich die 1,4 Kilogramm leichten Schallwandler, die wahlweise im Regal Platz finden oder auf einem Standfuß beziehungsweise an der Wand montiert werden.

Die beiden Front-Lautsprecher werden links und rechts vom Fernseher aufgestellt (oder aufgehängt), dazwischen – ungefähr auf einer Linie – findet der Center-Speaker seinen Platz. Die beiden Surround-Lautsprecher werden seitlich oder rückwärtig vom Hörer in einer Höhe von 1,20 bis 2,10 Meter installiert, idealerweise mit einem Mindestabstand von einem Meter zum Zuhörer. Jetzt gilt es noch, die 30 Meter Kabel auf Länge zu schneiden, die Enden abzuisolieren und an den Anschlussklemmen zu befestigen. Die Lautsprecherbuchsen am Receiver sind beschriftet, sodass jede Box definitiv am korrekten Aufstellort landet. Der Koaxial-Treiber in den Lautsprechern besteht aus einem 80-Millimeter-Mitteltöner mit flach vorgesetztem 20-Millimeter-Hornhochtöner. Hierzu gesellt sich ein zusätzlicher 80-Millimeter-Tiefmitteltöner.

Dritter im Bunde …

... ist der Flachsubwoofer T4000. Der muss sich im schwarzen MDF-Gehäuse mit weißen Seitenteilen zwar optisch nicht verstecken, hat aber kein Problem damit, dank seiner geringen Höhe von 12,5 Zentimetern notfalls unter einem Sofa zu verschwinden. Alternativ passt der knapp ein Meter lange Tieftöner unter den Fernseher, aufgrund seiner Tragfähigkeit von bis zu 50 Kilo kann er alle gängigen Flat-TVs problemlos schultern. Eine zusätzliche Option stellt die Wandmontage dar.

Flexibel in der Wahl seines Aufstellortes ist der T4000 ohnehin, denn er baut eine Funkverbindung zum Impaq 8000 auf und benötigt lediglich eine Steckdose in seiner Nähe. Ein passendes Wireless-Modul liefert Teufel mit, dieses wird wie eine Art SCART-Stecker in die Rückseite des Subwoofers gesteckt. Die Kopplung mit dem Blu-ray-Player erfolgt zuverlässig auf Knopfdruck. Mit seinen drei Tieftönern an Bord erreicht der Subwoofer eine Grenzfrequenz von 35 Hertz. Zum optimalen Setup verfügt der 13,2 Kilogramm schwere T4000 über einen Eingangspegel- und einen Frequenzregler, zudem lässt sich die Phasenregelung anpassen. Zwei zum Set gehörende Resonanzdämpfer werden auf die Unterseite des Gehäuses auf die Mittelachse zwischen den Treibern geklebt, um Vibrationen zu reduzieren.

Für einen möglichst ausgewogenen Klang sollte jeder einzelne Lautsprecher kalibriert werden. Das ist mit Hilfe der einsteigerfreundlichen Optionen im Menü des Verstärkers ein Kinderspiel. Zunächst wird für jede Box die relative Lautstärke im Bereich von »+10 dB« bis »-10 dB« erhöht oder verringert. Das ist wichtig, da die Lautsprecher in der Regel unterschiedliche Abstände zum Hörer aufweisen. Laufzeit-Differenzen lassen sich durch Distanzen von 0 bis 1.200 Zentimeter ausgleichen. Teufel generiert bei Bedarf einen Testton, der die Einstellung vereinfacht. Bässe und Höhen können direkt über die Fernbedienung im Betrieb modifiziert werden. Über die »Surround«-Taste springt man zudem von Stereo zu 5.1-Sound bis hin zu Dolby ProLogic IIx für Musik und Dolby ProLogic IIx für Film.

Begeisternde Technologie

Der Moment für die Premiere ist gekommen, und die fällt teuflisch gut aus. Auch wenn Soundbars und Sounddecks mittlerweile dank ausgeklügelter Verfahren einen ausgezeichneten Raumklang erzeugen: Fünf separate Lautsprecher, gleichmäßig im Zimmer verteilt und optimal eingestellt, sind doch noch mal eine ganz andere Hausnummer. Jetzt kommen Stimmen, Musik und Geräusche tatsächlich aus allen Richtungen und von allen Seiten, nicht nur gefühlt. Ringsherum baut Teufel eine Klang-Wand auf, die ungemein füllig wirkt. Den fünf kompakten Lautsprechern hätte man die dargebotene Dynamik und Kraft nicht zugetraut. Echtes Kino im Kleinformat zu Hause in den eigenen vier Wänden.

Stimmen aus dem Center beispielsweise sind die Wucht. Extrem gut zu verstehen, angenehm warm und klar. Dazu der Subwoofer, der mit satten, tiefen Bässen aufwartet, ohne sich zu dominant in den Vordergrund zu spielen. Insgesamt ist das System ab Werk sehr neutral abgestimmt, seine Leistungsreserven wird man auch in größeren Wohnzimmern nicht in Anspruch nehmen müssen. Bei sehr leisen Passagen kann es vorkommen, dass man den Lüfter des IP 8000 hört, ansonsten leistet sich das Cubycon Impaq keine Schwächen. Das Frontdisplay des Receivers informiert über die ausgewählte Quelle, die Laufzeit von Blu-rays und das aktuelle Kapitel. Besonders imposant ist der Soundteppich, wenn sich mehrere Kulissen überlagern.

Vorne der Wasserfall, dahinter Vogelgezwitscher, zusätzlich das Geräusch eines vorbeifahrenden Autos. Teufel seziert hier sehr penibel, verteilt die Töne so auf seine Boxen, dass man alles entspannt und differenziert wahrnimmt, ohne sein Gehör zu überfordern. Die unkomplizierte Bedienung lädt zum Experimentieren ein: Mit wenigen Anpassungen, modifiziertem Surround-Modus und abweichenden Kanalpegeln klingt die Anlage plötzlich ganz anders. Sorgen, dass man sich dabei in den Tiefen der Menüs verheddert und nicht mehr zum perfekten Setup zurückfindet, muss man sich glücklicherweise keine machen.

Hersteller:   Lautsprecher Teufel

Modell:   Cubycon Impaq

Preis:   1.800 Euro

Garantie:   2 Jahre

Konstruktion:
   Blu-ray-Player, Flachsubwoofer und 5 Satelliten-Lautsprecher


Impaq 8000
7.1 AV-Receiver mit 3D-Blu-ray-Player


Anschlüsse:   2 x USB, Kopfhörer, 3 x HDMI In, HDMI Out, LAN, Antennenanschluss, optischer Digitaleingang, koaxialer Digitaleingang, AUX In, Subwoofer-Ausgang, Cinch-Eingang Stereo, Cinch-Ausgang Stereo, 5 Lautsprecher-Paare

Verstärker-Technologie:
   Class-D

Extras:   MKV- und DivX-HD-Support, FM-Radio mit RDS, 7.1-Option, Slot-in-Laufwerk, NFC, aptX

Abmessungen (B x H x T):
   40 x 8 x 36 Zentimeter

Gewicht:   4,8 Kilogramm

Ausgangsleistung max. Satelliten-Kanal:   100 Watt

Max. Leistungsaufnahme:   700 Watt, Standby 0,4 Watt


T4000
Aktiv-Subwoofer und Wireless-Modul


Anschlüsse:   Cinch-Eingang Stereo, Einschubschacht für Wireless-Plug-in-Modul

Extras:   Lautstärkeregler für den Subwoofer, Regler für Frequenz, ab deren Höhe der Subwoofer arbeitet, Schalter zum Umschalten der Phase, Umschalter für Eingang des Subwoofers (Wireless / Sub In), Regler für Einschaltempfindlichkeit des automatischen Ein-/Ausschaltens

Frequenzbereich: 
  35 bis 200 Hertz

Tieftöner:   3

Tieftöner (Durchmesser):   130 Millimeter, Material Zellulose, beschichtet

Akustisches Prinzip:   Bassreflex

Gehäusematerial:   MDF

Abmessungen (B x H x T):   95,5 x 12,5 x 30 Zentimeter

Gewicht:   13,2 Kilogramm

Maximale Tragfähigkeit:   50 Kilogramm

Maximale Ausgangsleistung Subwoofer-Kanal:
   240 Watt

Max. Leistungsaufnahme:   250 Watt, Stand-by 0,4 Watt


Cubycon 2
4 x Satelliten-Lautsprecher CUB 2 FR 15, 1 x Center-Lautsprecher CUB 2 C 15
(wahlweise in Schwarz oder Silber)

Montage:   Wandhalterung oder Standfuß

Abmessungen (B x H x T):   9,5 × 18,8 × 9,7 Zentimeter

Gewicht:   1,4 Kilogramm

Impedanz:
   4 Ohm

Hochtöner: 
  1

Hochtöner (Durchmesser): 
  20 Millimeter, Material Seide

Mitteltöner:    2

Mitteltöner (Durchmesser):   80 Millimeter, Material Zellulose, beschichtet

Akustisches Prinzip:
   Zweiwege

Gehäuseaufbau:   Bassreflex

Gehäusematerial: 
  Aluminium

 

 

Lautsprecher Teufel GmbH
Bikini Berlin
Budapester Straße 44
10787 Berlin

Internet:   www.teufel.de

Facebook:   https://www.facebook.com/lautsprecherteufel/?fref=ts

E-Mail: 
  info@teufel.de     

Telefon   0 30 / 30 09 30-0

Telefax   0 30 / 3 00 93 09 30

Auch wenn man als Sparfuchs beim Italiener um die Ecke lieber »getrennt« auf die Frage nach dem bevorzugten Bezahlungs-Prozedere antwortet, so bringt einen Teufel bei der Anschaffung neuer Technik für das Wohnzimmer zum Umdenken: Mit »zusammen« liegt man hier goldrichtig, denn alle Komponenten des Heimkino-Pakets Cubycon Impaq sind perfekt aufeinander abgestimmt, qualitativ hochwertig und die ideale Grundlage für verzaubernden Sound und tolle Bilder. Warum lange nach einzelnen Geräten suchen und umständlich konfigurieren, wenn Teufel diesen Job bereits übernommen hat? Blu-ray-Player, AV-Receiver und Verstärker in einem Gehäuse, dazu fünf dezente Lautsprecher und ein Subwoofer – mehr braucht man nicht, um im neuen Heimkino glücklich zu sein. Dann aber am liebsten zusammen mit Freunden oder der Familie – denn das Trio mit fünf Boxen weckt kollektive Glücksmomente.   Jochen Wieloch

Teufel Cubycon Impaq
Preis: 1.800 Euro
Garantie: 2 Jahre
sehr gut
überragend
sehr gut
sehr gut

TEST

Heimkino:
Teufel Cubycon Impaq
Autor:
Jochen Wieloch
Datum:
09.06.2016
Hersteller:
Teufel