506 Aussteller aus 42 Ländern sind die Eckdaten einer stetig wachsenden Messe in München, die eigentlich Qualität und nicht Quantität im Fokus haben sollte.
High-End-Audio-Produkte zeichnen sich durch sorgfältig konstruierte Technik, handwerklich perfekte Verarbeitung und selbstverständlich ihre hohe Klangqualität aus.

Fast 21.000 Besucher, darunter mehr als 6.000 Fachbesucher sind die nächsten rekordverdächtigen Zahlen, die die veranstaltende High End Society Service GmbH in ihrem Abschlussbericht heute nennt. Fest steht sicher, dass diese Messe perfekt organisiert ist. »That’s german professionality«, wie einige ausländischen Gäste bemerkten. Und auch wir können sagen, dass die redaktionsinternen Planungen dieser Messe keine größeren Anstrengungen in puncto Logistik erfordert.

Zufrieden kann man vor allem damit sein, dass die Zahl der Besucher ein weiteres Mal gestiegen ist. Nur ausgerechnet die deutschen Fachhändler scheinen den Weg nach München zu meiden. Das muss man sich mal vor Augen führen: Da hat man die weltgrößte Messe mit seinem Thema in München vor der Nase, und doch ist der Weg aus Nürnberg schon zu weit. Kein Wunder also, dass die ambitionierten Besucher jetzt bereits über mehr Wissen verfügen als mancher Händler.

Ein weiterer Aspekt, der die ursprüngliche Idee der Messe auf Dauer verwässern dürfte, besteht darin, dass es inzwischen sogenannte B-To-B-Aussteller gibt: Da sitzen dann Gehäusehersteller neben metallverarbeitenden Betrieben – der Zusammenhang mit hochwertiger Musikwiedergabe lässt sich hier nur noch über Umwege herstellen. Und man steht schon vor der Frage, für wen die Messe gemacht ist: für die Besucher, die für ihr Leben gerne Musik in perfekter Qualität genießen – oder für die Hersteller, die auf dieser Messe ihre benötigten Bauteile einkaufen möchten.

Spannend war der Besuch der diesjährigen High End allemal, denn neben einigen erwarteten Produkten gab es auch einige Überraschungsneuigkeiten. i-fidelity.net war mit sieben Redakteuren vor Ort, um möglichst viel von dieser Messe für den Bericht einzusammeln. Herausgekommen ist die mit elf Seiten bisher längste Strecke. Seite 12 ist dem erstmals vergebenen i-fidelity.net EDITOR’S CHOICE vorbehalten, der in diesem Jahr an sechs Unternehmen vergeben wurde. Viel Spaß wünscht das i-fidelity.net-Team!

Auch für den Fachhandel ist die High End eine ideale Gelegenheit, sich über Neuheiten zu informieren. Was für den Audio-2000-Geschäftsführer Tadeusz Chodak eine Selbstverständlichkeit ist, haben viele seiner Kollegen aber leider noch immer nicht begriffen.
Audionet-Geschäftsführer Thomas Gessler zeigte sich von der Resonanz auf die Vorführungen begeistert: »Die Kombination mit der KEF Blade erfordert zwar einiges an Know-how, aber meinem Team ist es gelungen, eine klanglich beeindruckende Performance zu bieten.« Da hat er recht!
HMS präsentierte nach über einem Jahrzehnt der mittlerweile als Klassiker geltenden Energia jetzt einen Nachfolger, und der hat es in sich: Die neue Leiste ist mit 5, 7, 9, 11 oder 13 Steckplätzen erhältlich. Eingebaut ist ferner eine optimierte Filterung für Endstufen, die Lasten bis 1.000 Watt verträgt, bei Quellgeräten sind es bis zu 300 Watt. Zudem kann der Kunde jetzt entscheiden, welches Anschlusskabel er wünscht. Aus den größeren HMS-Versorgungssystemen stammt die Option, die Energia MK II um eine Gleichspannungsunterdrückung aufzurüsten. Die Energia II bietet deutlich gesteigerte Flexibilität, was sie zu einer universalen und vor allem perfekten Möglichkeit der High-End-Audio-Stromversorgung macht.
Die Burmester Ambience BA 31 ist die kleinere Schwester der bereits erfolgreichen BA 71 und profitiert von deren technologischen Innovationen. Der zusätzliche, rückwärtige Ambience-Hochtöner lässt sich auch bei dem kompakten Modell auf den jeweiligen Bedarf, Geschmack und auf die Hörraumakustik einstellen – oder aber ganz abschalten. Die BA 31 ist als Zweieinhalbwege-Schallwandler konzipiert, das heißt, der Tiefmitteltöner unterstützt den Tieftöner in idealer Weise und sorgt so für einen satten Bass. Der Mitteltöner ist für Sprachverständlichkeit und Feinzeichnung im Präsenzbereich zuständig.
Phase 3 besteht aus dem digitalen All-in-One-Receiver 161 und zwei B15-Lautsprechern. Der 161 basiert auf der Technologie des Burmester Musicservers 151, ist aber zusätzlich mit Endstufen ausgestattet.
Unterhalb des All-in-One -Receivers 161 kann ein separates Fach weitere angeschlossene Geräte, zum Beispiel eine Set-Top-Box oder einen Sat-Receiver, aufnehmen und vereint sie mit dem Designanspruch der gesamten Anlage, wie uns Burmesters PR-Managerin Dina Hoenge erklärte.
Dan D'Agostino demonstrierte ausführlich seinen neuen Phonovorverstärker Extreme, der im Laufe des Jahres für rund 29.000 Euro auf den Markt kommen wird und der über alle erdenklichen Anschlussmöglichkeiten verfügt.
EAT kündigt jetzt schon eine kompakte Überraschung zum Jahresende an. Basierend auf dem C Sharp soll dieses Modell unter 2.000 Euro bleiben. Es wird denselben Tonarm besitzen, aber das Netzteil wird integriert.
Bei EAT wird es bunt: Für die Laufwerke gibt es jetzt eingefärbte Abdeckungen, die optische Akzente setzen sollen.
Sintron spielte mit dem Dual-Plattenspieler CS 600 und Vincent-Elektronik – dem Vorverstärker SA-T7 und den Monoblöcken SP-T700 – die Vienna Acoustics Liszt, was einen hervorragenden Gesamteindruck hinterließ.
Neu bei Vienna Acoustics ist die Beethoven Concert Grand SE, die nicht nur in Hochglanz Weiß eine gute Figur machen dürfte. Das Paar kostet 6.900 Euro – in Relation zur Verarbeitungs- und Klangqualität ein eher defensiver Preis.
Bei Auralic werden Files jetzt auch mit DSD 256 gewandelt, was angesichts der überzeugenden Klangqualität allerdings zum Nebenaspekt wird.
Ursula Hinkel von Beyerdynamic hatte den Custom Studio dabei, der für 199 Euro zu bekommen ist.
German Physiks führte mit der perfekt gearbeiteten HRS-130 in Hochglanz Schwarz vor, die als Limited Edition zum Vorzugspreis von 8.950 Euro pro Paar zu bekommen ist. In der Holzausführung sind 4.000 Euro mehr fällig.
Der digitale Vollverstärker Denon PMA-50 und sein Zuspieler, der Slot-in CD-Player DCD-50, vereinen Design und Klangqualität auf ansprechendem Niveau.
Denon präsentierte mit HEOS 1 und HEOS 1 Go Pack die neueste Erweiterung seines kabellosen Multiroom-Musiksystems. Der portable und äußerst kompakte HEOS 1 ist der erste Lautsprecher dieser Produktreihe, der nicht nur in Innenräumen, sondern auch im Freien problemlos genutzt werden kann. Diese schicke Demo-Wand ist für den Fachhandel gedacht, mit ihrer Hilfe können die faszinierenden Heos-Gerätschaften auf einen Streich vorgeführt werden.
Wie ein Heos-System in den eigenen vier Wänden wirken kann, demonstrierte Denon mit diesem schicken Sideboard.
Beim dänischen Hersteller Dali gab es viel gute Musik zu hören. Spannend war dabei der Wettstreit zwischen der mit einem Hybridhochtöner bestückten Dali Rubicon 6 und der Epicon 2, dem kleinsten Modell aus Dalis Referenz-Serie.
Neu im Portfolio sind die aktivierten Zensor-Modelle Zensor 1 AX (599 Euro/Paar) und Zensor 5 AX (999 Euro/Paar), die per Bluetooth, Lichtleiter oder Miniklinke angesteuert werden können. Zusätzlich gibt es noch einen Ausgang für einen Subwoofer, der aus jedem Schreibtisch eine erwachsene Konzertbühne machen dürfte.
Hier erkennt man den Unterschied: rechts die passive Ausführung und in der Mitte die Bestückung mit Aktivmodul. Beide neuen AX-Modelle sind fernbedienbar und werden als Master-Slave-Konfiguration geliefert. Das bedeutet, dass die Endstufen für beide Kanäle in einem Gehäuse sitzen.
KEF zeigte das Zusatz-Modul R50, mit dem Dolby Atmos und Auro 3 per Deckenreflexion möglich wird. Der nur in Schwarz erhältliche und natürlich Uni-Q-bestückte Lautsprecher wird 449 Euro kosten.
Von Arcam kommt es in der zweiten Jahreshälfte der neue Solo Movie (um 2.800 Euro), der nicht wie bei Wettbewerbern mit digitalen, sondern mit diskret aufgebauten Leistungsendstufen bestückt ist. Von Blu-ray bis SACD sind den abspielbaren Formaten keinerlei Grenzen gesetzt.
KEF und Arcam lieferten eine klanglich und musikalisch beeindruckende Vorführung ab. Dabei offenbarte insbesondere die Blade Two überragende räumliche Eigenschaften.
Arcam-Entwickler Andy Moore erläuterte die konstruktiven Merkmale des neuen Solo Music (um 1.800 Euro) im Detail. Wichtig war ihm vor allem, bei der Entwicklung dieses Geräts an keiner Stelle einen Kompromiss einzugehen.
Ein unfassbar angenehmes Klangbad konnten die Besucher bei Avantgarde Acoustic nehmen – falls man denn einen Platz fand. Neben der ästhetisch überragenden Präsentation überzeugte auch die Performance der rot lackierten Duo, die an hauseigenen Verstärkern eindrucksvoll spielte.
Entsprechend zufrieden war Avantgarde-Acoustic-Geschäftsführer Holger Fromme, dem mit der im letzten Jahr erschienenen Zero One ein sensationeller Erfolg gelungen ist.
Erstklassig war die Vorführung bei T+A, die vor allem mit Homogenität und räumlicher Abbildungstiefe punktete.
Der neue Vollverstärker PA 2000 R ist die Schaltzentrale einer High-End-Anlage. Er verfügt über drei professionelle symmetrische Eingänge (XLR), drei hochwertige Cinch-Eingänge (RCA), einen Vorverstärker-Ausgang (RCA) und massive Lautsprecher-Anschlussklemmen aus Messing.
Der ebenfalls neue PA 2500 R übertrifft den PA 2000 R in vielen Disziplinen. Er besitzt die identische Grundschaltung und sogar die gleichen Platinen-Layouts wie der PA 2000 R. Allerdings verfügt er über einen doppelt so großen Kühlkörper und zwei Hochleistungsnetzteile, so dass mehr als 260 Watt Dauerleistung pro Kanal an 4-Ohm-Lautsprechern zur Verfügung stehen. Selbst extrem phasen- und impedanzkritische Lautsprecher können so laut T+A mühelos kontrolliert werden.
T+A gehört zu den führenden Herstellern, wenn es um die Verarbeitung von Musik-Datenfiles und Internet-Radio geht. Das Know-how des von Lothar Wiemann geleiteten Teams macht sich auch in puncto Klangqualität bemerkbar.
Neue Produkt-Kategorie bei Lehmannaudio: Headphone Gallery ist eine absolut hochwertige Möglichkeit, Kopfhörer aufzubewahren.
Verantwortlich für die neuen Produkte ist Ulrike Lehmann, die uns auch die intelligente Kabel-Verstaumöglichkeit zeigte. Hochattraktives Design und perfekte Verarbeitung werden den Weg zum Erfolg leicht machen.
Des Weiteren präsentierte Lehmannaudio den Traveller seinem Anwendungszweck gemäß: Wer auf Reisen geht, braucht diesen kleinen Kopfhörerverstärker.
Die Kopfhörer-Manufaktur Ultrasone punktet seit langem mit Klang- und Verarbeitungsqualität. Hinzu kommt jetzt noch der Variantenreichtum. Hier zu sehen ist der Edition 8 in der Ausführung »Julia«, was nicht nur bei Frauen auf positive Resonanz stieß.
Mit dem Micromega M1 ist den Franzosen ein wunderschönes Gerät gelungen, dessen Ausführungsbandbreite fast unerschöpflich scheint. Auf Wunsch sind alle RAL-Farben möglich, Chrom- und Nickelausführungen gibt es ebenfalls – und wer Leder mag, kann auch diese Ausführung bekommen. Allerdings werden Sonderausführungen über dem günstigen Standardpreis von 3.500 Euro liegen.
Audio-Reference-Geschäftsführer Mansour Mamaghani hatte angesichts der Ausstattungsbandbreite des M1 eine Menge zu erklären. So verfügt das Gerät über digitale und analoge Eingänge inklusive eines Phono-Vorverstärkers. Er beherrscht Streaming, hat eine eingebaute Festplatte und eine digitale Raumkorrektur. Sobald der Kunde seinen angeschlossenen Lautsprecher mitteilt, kann er den Verstärker per Software für den Betrieb optimieren. Das Gehäuse des M1 ist aus Aluminium und wird aus einem Block gefräst.
Auch die Audio-Reference-Vorführung wusste zu überzeugen. Ganz egal, ob die Musik vom EAT-Laufwerk oder dem Meridian sooloos kam, punktete die Sonus Faber Olympica III in allen Disziplinen – und das kann nicht nur an dem mit Dämpfungselementen versehenen Spezialsofa gelegen haben.
Sonus Faber bietet jetzt für Olympica, Amati und Guarneri auch edles Hochglanz Schwarz als Ausführungsvariante an – und das ohne Aufpreis bei sofortiger Lieferfähigkeit.
Wem Schwarz zu wenig ist, der kann bei Sonus Faber jetzt mit der Chamäleon-Serie bunte Akzente setzen. Mit einem Griff sind die bunten Seitenwangen entfernt und können durch neue Farben ersetzt werden. Die Kombination aus Lifestyle und bewährter Sonus-Faber-Technik ist einfach genial.
Bei Supa Cable denkt man an die Zukunft und zeigte mit Humor die wohl längste Netzleiste der Welt, die Vertriebschef Gerd Kopisteki als Zukunftsprodukt auch für Tankstellen sieht, wenn die Zahl der Elektroautos weiter steigt.
Magico-Chef Alon Wolf hat die im gewaltigen M-Lautsprecher-Projekt gewonnenen Erkenntnisse auf die S7 übertragen. Das Gehäuse besteht aus über einem Zentimeter starken Aluminiumplatten, die Magico in Eigenregie fertigt. Bei den Verstrebungen wurde mit Hilfe neuester Software die optimale Positionierung bestimmt, so dass Resonanzen auf ein absolutes Minimum reduziert sind. Dass dieser Aufwand zu einem entsprechenden klanglichen Resultat führt, davon konnte sich jeder überzeugen, der die S7 an Elektronik von Constellation Audio gehört hat.
Constellation Audios Vorverstärker Virgo III, dessen Netzteil in einem externen Gehäuse sitzt, punktet äußerlich mit einem unfassbar guten Display. Was er darüber hinaus klanglich in Verbindung mit den Centaur-Monoblöcken und der Magico S7 zu Wege brachte, war Weltklasse.
Electrocompaniet stellte in diesem Jahr nicht im MOC aus. In unmittelbarer Nähe präsentierten die Norweger jedoch in angenehmer Atmosphäre die enorme Bandbreite an Produkten, die sie mittlerweile in einem neuen, deutlich größeren Werk fertigen.
Beginnend bei dem neuen Plattenspieler, der mit den Gold-Note-Tonabnehmer Machiavelli exzellent spielte, bis zu …
… den neuen Aktivlautsprechern der sieben Modelle umfassenden EC Living-Serie, die…
… der mittlerweile mit seinem Vertrieb in Bonn residierende Electrocompaniet-COO Matthias Roth mit Spaß vorführte.
Überlebensgroß luden Udo Besser von AVM (links) und Dr. Roland Gauder, Chef von Gauder Akustik. in ihren Vorführraum ein. Der Besuch lohnte sich, denn der Vorführer hieß Thomas Hintze, der bekannt für eine feine Musikauswahl und seinen Humor ist.
Die Kombination spielte anspringend schnell ohne den Hauch einer Nervigkeit – das muss man erstmal hinbekommen.
Der MP 5.2 von AVM hat alle High-End-Streaming-Funktionen an Bord, über die sechs digitalen Eingänge können auch DSD-Signale verarbeitet werden (via USB). Der Media-Player ist vollständig per AVM RC S App bedienbar (iOs und Android). Optional ist auch eine RC9-Funkfernbedienung erhältlich.
Nachhaltig eindrucksvoll ist auch die Klangqualität dieser Kette haften geblieben. Die mächtige Magico Q7 bietet in Verbindung mit Soulution-Verstärkern ein einzigartig schnelles, von Durchzeichnung und Details geprägtes Klangbild, von dem sich keiner so richtig trennen konnte.
Neu bei Soulution ist der 760 D/A-Wandler. Erstklassige Wandlerstufen, ein ultrapräziser Clock-Generator sowie die analogen Ausgangsstufen in Vorverstärker-Qualität transportieren laut Hersteller jedes Detail der Musik in die analoge Welt.
Mit dem Phonovorverstärker 755 hat Soulution ein technisches Meisterwerk geschaffen. Das unsymmetrische Schaltungskonzept erlaubt möglichst wenige Bauteile im Signalweg. Der Dual-Mono-Aufbau sorgt für geringst mögliches Stereo-Übersprechen. Die Eingangswahl erfolgt über hochwertigste Relais, die auch die Masse mitschalten. Das feine Phono-Eingangssignal wird sofort gepuffert, dank dieser Impedanz-Wandlung stellt der Vorverstärker für die Tonabnehmer-Systeme eine unkritische Last dar. Drei Tonabnehmer finden am 755 Anschluss, dabei sind für jeden Eingang der Verstärkungsfaktor und die Abschlussimpedanz individuell und bequem über die Front oder die IR-Fernbedienung einstellbar. Außerdem ist zur Unterdrückung von Rumpelstörungen ein IEC-Subsonic-Filter zuschaltbar, und auch die gute alte »Mono-Taste« ist am 755 vorhanden.
Die neue D5 von Raidho Acoustics überzeugte mit ihrem Höchstmaß an tonaler Offenheit. Hier ist das Tor zur Musik ist nicht weiter aufgestoßen worden, sondern schlichtweg verschwunden – klasse!
Der neue Transrotor MAX verfügt über eine stufenlos verstellbare Tonarmbasis und bietet die Möglichkeit, zwei Tonarme zwischen acht und dreizehn Zoll zu montieren. Geliefert wird er mit dem neuen Netzteil Konstant EINS. Eine Sensation ist der mit 2.200 Euro extrem niedrige Preis.
Das zweite neue Transrotor-Laufwerk ist der Jupiter, der vielseitig aufrüstbar ist. In der Grundausführung kostet das feine Teil 2.500 Euro. Die neun Kilogramm schwere Konstruktion besitzt eine zusätzliche Unterplatte mit Dämpfungselementen.
Pioneer bot eine klanglich ansprechende Vorführung mit Komponenten, die vor allem preislich im erschwinglichen Rahmen bleiben.
Überragend klingt der neue Pioneer-Kopfhörer Master 1. Technisches Herz ist der neu entwickelte 50-Millimeter-Treiber mit einer 25µm-Aluminium-Membran, die mit PCC (Parker Ceramic Coating) beschichtet wird. Parker Ceramic Coating ist eine spezielle Oberflächenbehandlung, die die Leistungsfähigkeit der Aluminium-Membran wesentlich steigert, was besonders im Hochtonbereich große Vorteile bringen soll. Der Master 1 ist der erste Kopfhörer der Welt, bei dem die PCC-Beschichtung zum Einsatz kommt.
Bei Magnat und Heco gab es wie gewohnt interessante Neuigkeiten, von denen allerdings eine »den Vogel abschießt«.
Die neue Heco »Direkt«, die mit ihrem kofferartigen Design auf einem dreibeinigen Stativ bei allem Retro-Design hochmodern ist. Bestück mit einem 25er-Tiefmitteltöner und einer 25-Millimeter-Kalotte generiert sie ein breites Klangbild. Der Preis wird um die 3.000 Euro fürs Paar liegen.
Und sie dreht sich doch! Sogar in steigendem Maße. Man mag es kaum galuben, aber das Interesse an Plattenspielern nimmt über die Preisklassen hinweg spürbar zu. Hier steht gleich eine ganze Reihe Thorens-Laufwerke bereit, um analoge Überzeugungsarbeit zu leisten.
Neu bei Thorens gibt es die Subchassis-Laufwerke TD 903, TD 905 und den hier abgebildeten TD 907. Die extra-stabile, hochwertige Zarge wird mit einer Deckplatte aus Verbundmaterial gedämpft, dabei wechseln sich Aluminium und Polyethylen in Schichten ab. Das gleiche Material wird auch für die Bodenplatte verwendet und gedoppelt für das Subchassis selbst. Die komplette Motorbaugruppe haben die Entwickler über Schwingungsdämpfer und einen Träger aus dem thermoplastischen Kunststoff POM entkoppelt.
Musical Fidelity zeigte die aus Kopfhörerverstärker, DAC und Phonovorverstärker bestehende MX-Serie, die trotz ihrer geringen Abmessungen größtes Klangpotential haben soll. Jedes dieser Geräte wird 999 Euro kosten.
Großen Aufwand hat Musical-Fidelity-Mastermind Anthony Michaelson bei der Nu-Vista-Baureihe betrieben, deren Verstärker und der hier abgebildete CD-Player bereits im fünfstelligen Preisbereich liegen.
Ihre klanglichen Perfektionseigenschaften beziehen die beiden Komponenten aus den Nuvistor-Röhren, die nicht mit einem Glas-, sondern mit einem Metallgehäuse arbeiten. Die miniaturisierten Röhren sollen den Komponenten das letzte i-Tüpfelchen an musikalischer Qualität entlocken.
Auf der High End immer dabei: Live-Musik. Das kommt besonders »gut« an, wenn man gerade in ein Gespräch vertieft ist oder die Absicht hat, ein Gerät oder Lautsprecher in Ruhe zu hören. Diese Marotte sollte sich der Veranstalter wirklich sparen.
Ohne Worte!
Erstmals zeigte die Schweizer Manufaktur Holborne ihr Laufwerk, das in Verbindung mit Plinius-Elektronik geschlossen und mit innerer Struktur spielte.
Der Holborne-Tonarm lässt sich einfach aus seiner Halterung herausnehmen, was den Einsatz verschiedener Tonabnehmersysteme erheblich erleichtert.
Der Name bleibt Prinzip: Canton präsentierte die neue Reference K-Linie, die mit Keramik-bedämpften Membranen ein weiteres Mal in puncto Geschwindigkeit, Präzision und Druck zulegen können. Bereits der erste klangliche Eindruck weist sie als würdigen Nachfolger aus.
Ingo Hansen von Phonosophie führte die ebenfalls neue Canton Karat Jubilée 3 vor. Mit Hilfe eines Messgeräts wollte er außerdem Elektrosmog »aufspüren«, den er mit Hilfe von Zubehör wieder »beseitigte«.
Was geht ab? Bei dCS und Wilson eine Menge. Diese Kombination lud ebenfalls zum Verweilen ein. Auch hier spielte keine Rolle, wie viele Bits wie oft gesampelt werden müssen, damit es tatsächlich klingt, denn diese Anlage spielte einfach faszinierend gut.
Nordost demonstrierte seine Produkte in diesem Jahr mit einem Moon-CD-Player und dem Jeff Rowland Daemon, was einfach wunderbar an der Audio Physic Cardeas plus+ klang.
Natürlich gibt Nordost auf die Frage nach den überragenden Klangeigenschaften das neue Odin 2 zu Protokoll, das zumindest über den Preis locker Komponentenstatus erreicht.
WBS präsentierte an Sudgen-Monoverstärkern die neue K8 von ProAc. Dieser 70 Kilogramm schwere Standlautsprecher fächerte das Klangbild weit auf und blieb bei jedem Pegel stabil. Kein Wunder, dass der Paarpreis bei 38.000 Euro liegt.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Im Fazit des i-fidelity.net-Testberichts der Genelec 8351A steht zu lesen: »Es dürfte derzeit kaum einen Lautsprecher geben, der aus einem so kompakten Gehäuse so tief und dabei derartig präzise und doch vollmundig satt spielt. Davon abgesehen bietet die 8351A Genelec-typische Verarbeitung, digitale Raumkorrektur, analoge und Digitaleingänge mit optional fernbedienbarer Lautstärke in Kombination mit einer verblüffend stabilen Bühnenabbildung ohne eingeengten Sweetspot.« Vom Wahrheitsgehalt dieser Aussage konnte sich auf der High End jeder überzeugen.
Elac präsentierte seine aktuellen Modelle in der neuen Ausführung »Walnuss dunkel« und zeigte auch erstmals die neuen Standkonstruktionen, die sehr viel besser als ihre zu verspielten Vorgänger ausehen.
Elac zeigte in einem eigens installierten Kino Dolby-Atmos-Trailer. Durch die zusätzlichen Toninformationen von der Decke wird das Geschehen sehr viel realistischer.
Dass sich Elac aber auch auf die hohe Kunst der Musikreproduktion versteht, wurde mit Primare-Elektronik nachvollziehbar unter Beweis gestellt.
Bei Marantz spielten modifizierte Komponenten der 14er-Premium-Linie, die jetzt zum gleichen Preis wie die normale Serie angeboten werden. Wer also die Absicht hat, einen PM-14S1 oder einen SA-14S1 zu erwerben, sollte jetzt nach den feinen SE-Komponenten Ausschau halten, die eine gesteigerte Raum- und Detailinformation liefern und tatsächlich noch befreiter aufspielen.
Früher steuerte Marantz-Markenbotschafter Ken Ishiwata die Vorführanlage per Fernbedienung, heute nutzt er sein Smartphone dafür. Gewohnt professionell und mit einer wirklich guten Musikauswahl machte die Vorführung richtig Spaß.
Marantz-Produktmanager Heiko Panzer erläuterte an den geöffneten 14er-Komponenten die klangfördernden Eingriffe und war sichtlich stolz, dass den Kunden die Mehrkosten nicht in Rechnung gestellt werden.
Bei Lansche Audio überzeugte die mit einem Ionenhochtöner bestückte Cubus MkII. Dieser Dreiwege-Lautsprecher verfügt auch über eine neuartige Mitteltöner-Konstruktion, die insbesondere Stimmen extrem nahe an der Realität wiedergeben – faszinierend gut!
Lansches Modellpalette ist sehr vielfältig, so dass Kunden sicher das passende Stück zum eigenen Anspruch beziehungsweise Hörraum finden können. Gemeinsam ist allen der spektakuläre Ionenhochtöner.
Rüdiger Lansche nahm sich Zeit, um die Vorteile des Ionenprinzips gegenüber anderen Übertragungssystemen zu erläutern.
Vier Tage High End mit mehr als ordentlichen Besucherströmen belegen, dass das Thema nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat.
Knut Isberner genoss das Privileg, überragend klingende Esoteric-Komponenten an Lautsprechern des Aachener Spezialisten Audiograde zu demonstrieren. Dabei zeigte er anhand von Beispielen, wo Esoteric klangliches Know-how erarbeitet hat. Stellvertretend gilt das natürlich vor allem für die Laufwerke.
Devialet Phantom: Das Auge hört mit.
Die Kanadier von Moon bauen hochmusikalische Elektronik, die sowohl analogen als auch digitalen Gerätschaften ein Höchstmaß an Klangqualität entlockt.
André Titze ist einer der technischen Masterminds bei Audio Components. Hier erklärt er ausführlich den brandneuen D/A-Wandler 780D von Moon.
Immer volles Haus: Nubert hat die nuVero-Serie überarbeitet und damit wie immer jede Menge interessierter Besucher angezogen. Insgesamt umfasst die Linie sechs neue Modelle.
Eine der spannenden Neuheiten ist die nuVero 60 (rechts im Bild), ein »Noch-Kompakter-Regallautsprecher«.
Bei Q-Acoustics wurde erstmals die preisgünstige 3000er-Linie gezeigt. Sie besteht aus den Modellen 3010, 3020 und 3050. Wie wir das Unternehmen kennen, gibt es wahrscheinlich wieder »zu viel Klangqualität für zu wenig Geld«.
Dass es sich bei der neuen Q-Acoustics-Serie um durchdachte Lautsprecher handelt, erklärte IDC-Vertriebsleiter Uwe Kuphal im Detail. Das wird eine spannende Geschichte mit diesen Lautsprechern.
Harmonie bei Audio Exklusiv: Andreas Schönberg führte ein wunderbar aufspielendes Ensemble vor, das vergessen ließ, dass man einer High-End-Anlage gegenüber saß.
Zudem überraschte Audio Exklusiv mit einem 2.000-Euro-Vollverstärker namens E12 in neuem Design, der die klanglichen Meriten jetzt auch an diesen Preispunkt transferieren soll.
Leema Acoustics hat die erfolgreiche Xen wiederbelebt. Von ihrer klanglichen Faszination hat das kleine Böxchen nichts verloren.
Graditech ist bei den Lautsprecherkabeln Lumi 3 einen neuen Weg gegangen. Mit Hilfe von Brücken, die in einem fein gearbeiteten Holzblock montiert sind, kann eine Übertragungsmischung aus verschiedenen Kupferarten gewählt werden. Damit lässt sich unabhängig vom System stets die perfekte klangliche Lösung erzielen. Und vor allem bleibt das Lumi 3 auch beim Wechsel anderer Komponenten einsatzbereit.
Audiodata präsentierte einen neuen Lautsprecher namens Master One, dessen Verkaufspreis bei rund 69.000 Euro liegt.
Neue bei Audioquest ist der Kopfhörer Nighthawk. Zunächst besticht er aufgrund seiner innovativen Bügelkonstruktion durch bequemsten Tragekomfort. Schon nach kurzer Zeit ist er aus der Wahrnehmung verschwunden. Was bleibt, ist ein überwältigender Klangeindruck, der unter anderem durch die schwingungsentkoppelten, halboffenen Hörmuscheln entsteht. Der Materialeinsatz ist ebenso wie die Verarbeitung vom Feinsten. Mit 600 Euro ist der Nighthawk angesichts der Klangqualität relativ günstig.
Das ist die perfekte Quelle für den perfekten Tag: Der Avid Acutus ist ein Goldgräber für Vinyl, weil er einfach mehr Musik und weniger Störgeräusche aus der Rille herausarbeitet.
Die faustdicke Überraschung ist Avid-Chef Conrad Mas aber nicht mit seinen Laufwerken, sondern mit dem ersten Vorverstärker Reference Pre und den Monoblöcken Reference Mono im dezent-schicken Design gelungen. Feinste Bauteile und eine durchdachte Schaltung sind Basis einer Klangqualität, die zum absolut Besten gehört.

Erstmals hat i-fidelity.net unsere »EDITOR'S CHOICE«-Auszeichung vergeben. Diesen Preis gibt es für überragend klingende Produkte, die wir im Verlauf der vergangenen Monate in unseren Testräumen zu Gast hatten. Wir sind der Auffassung, dass diese hochwertigen Komponenten es verdient haben, ins Zentrum des Interesses gerückt zu werden. Sechs Unternehmen freuten sich über die auf High End von Chefredakteur Olaf Sturm übergebenen Auszeichnung

Mansour Mamaghani, Geschäftsführer von Audio Reference, nahm seinen Preis für den Audio Research CD 6 entgegen
Für den Audionet DNA I wurde Audionet ausgezeichnet. Geschäftsführer Thomas Gessler bedankte sich für die Urkunde, die er für sein Team in Empfang nahm.
Mit dem Musiccenter 151 ist Burmester ein großer Wurf gelungen. Folgerichtig ist deshalb die Auszeichnung, die Dieter Burmester strahlend entgegennahm.
Der Geschäftsführer der Dali Deutschland GmbH Frank Hagemann sieht in der Auszeichnung der Rubicon 6 die Belohnung für die Leistung des gesamten Dali-Teams.
Seine Kabel sorgen nicht nur für störungsfreien Betrieb, sondern sie definieren auch Neutralität. Für seinen jüngsten Netzkabel-Streich Energia Suprema wurde Hans Strassner ausgezeichnet.
KEF-Markenbotschafter Johan Coorg nahm den Editor's Choice stolz für die nicht nur technisch perfekte Reference 1 in Empfang.
D&M-Geschäftsführer Joop Oosterveld und Produktmanager Heiko Panzer freuten sich über den Preis für den Kopfhörerverstärker HD-DAC 1.

TEST

Messe - Veranstaltungen:
High End 2015
Autor:
Olaf Sturm
Datum:
20.05.2015
Hersteller:
High End Society