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Betriebszustand und gewählter Eingang werden über die in der Helligkeit regulierbare LED in unterschiedlichen Farben dargestellt.

Noch ist die Wohnung leer. Mit Meterstab läuft man von Raum zu Raum. Wo stellen wir die Möbel hin? Was sieht gut aus und was ist praktikabel? Alle möglichen Anordnungen werden vor dem Umzug durchgespielt – doch darüber, wo der beste Platz für ihre Anlage ist, um tadelloses Musikhören zu ermöglichen, denken die wenigsten im Vorfeld nach. Immer noch bestimmt meist der Fernseher die Anordnung im Wohnzimmer, an erlebnisreichen großen Ton wird indes kein Gedanke verschwendet. Kein Wunder, denn das ist in vielen Fällen eine weitere planungs- und eventuell auch kostenintensive Baustelle, die erst einmal zurückgestellt wird. Mit den Lautsprechern Ultima 40 Aktiv von Teufel lässt sich das Thema allerdings schnell und dauerhaft abhaken. Nicht nur an diesem Punkt wird es Zeit, endlich umzudenken.

Die knapp über einen Meter hohen und rund 22 Kilogramm schweren Boxen benötigen als Zuspieler nämlich nicht mehr als ein Smartphone und/oder einen Fernseher mit HDMI-Ausgang. Zudem ist der Paarpreis von 800 Euro eine wirklich offensive Ansage. Die Umsetzung eines solchen Schallwandler-Projekts kann nur über eine sehr hohe Stückzahl realisiert werden, denn sowohl bei der Verarbeitung als auch der Technik und der Ausstattung gibt sich diese Konstruktion keine Blöße. So arbeiten insgesamt vier Chassis in einem soliden MDF-Gehäuse. Die beiden 16,5-Zentimeter-Tieftöner sind mit einer leichten beschichteten Papiermembran versehen. Bei identischem Durchmesser kommt beim Mitteltöner eine Kevlarmembran zum Einsatz, die den kritischen Frequenzbereich zwischen 650 und 2.600 Hertz überträgt. Darüber übernimmt eine 25-Millimeter-Kalotte den Rest des Frequenzspektrums. Moment mal, das ist doch eine passive Drei-Wege-Bassreflex-Konstruktion. War nicht die Rede von Aktivlautsprechern?

Teufel geht den effizienten Weg und bestückt nur einen der beiden Lautsprecher mit der Aktiv-Elektronik. Nummer zwei wird einfach über ein konventionelles Lautsprecherkabel angesteuert. Der eingebaute Class-D-Verstärker leistet laut Teufel über 100 Watt pro Kanal, was selbst bei überdurchschnittlichem Pegelbedarf ausreicht. Dadurch ergibt sich auch die komfortable Situation, dass nur eine Box mit Strom versorgt werden muss. Beim Blick auf das Anschlussfeld des aktiven Teils verweilt man automatisch längere Zeit. Denn hier hat Teufel nicht an den Möglichkeiten gespart, sondern wirklich auf nahezu alles Rücksicht genommen, was in der Praxis relevant ist: Es finden sich Eingänge für HDMI und analog per Cinch, ferner Klangregler, Subwoofer-Ausgang, Quellenwahlschalter, Bluetooth-Pairing-Knopf, optischer Digitaleingang, automatisches Einschalten, selbst die Helligkeit der LED auf der Frontseite kann hier zwischen hundert und fünfzig Prozent umgeschaltet werden. Weil das noch nicht genug ist, lassen sich auch die Eingangsempfindlichkeit für das automatische Einschalten bei einer Analogquelle variabel konfigurieren, der Gesamtpegel regeln und die Trennfrequenz für den optional anschließbaren Subwoofer einstellen. Geht's eigentlich noch?

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