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Richtig, es war Anfang der 70er-Jahre, als Günter Netzer im Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf unvergleichliche Weise aus der Tiefe des Raumes startete, um dann im gegnerischen Strafraum einzunetzen. Weit mehr als vier Jahrzehnte später wagt auch Magnat das Spiel mit dem Raum und dem Netz. Besser gesagt mit den Räumen. Denn der Audio-Spezialist hat seine ersten kompakten Lautsprecher konstruiert, die Multiroom-fähig sind. Mit der Magnasphere-Reihe ist Magnat ja bereits im höheren Segment mit dieser Technik unterwegs.

Multiroom ist der Trend, den inzwischen fast jeder namhafte Hersteller für sich entdeckt hat. In Zeiten von Tablet und Smartphone heißt die Vorgabe nämlich, Musik am besten in jedem Zimmer der Wohnung zu genießen. Die schweren Standboxen im Heimkino sind mittlerweile dem exklusiven Konzertabend vorbehalten, um sich voll und ganz seinem Lieblingskünstler zu widmen. In der restlichen Zeit sollen Raum und Zeit möglichst vollständig miteinander verschmelzen. Multiroom, das ist die völlig neue Relativitätstheorie, bei der es komplett egal ist, ob man sich gerade in der Küche, im Arbeitszimmer oder im Bad aufhält: Man hört nämlich trotzdem jeden angespielten Song absolut lückenlos und ohne Versatz. Hier verpasst man keine einzelne Note, so, als würde man mit Kopfhörern durch die eigenen vier Wände wandeln. Allerdings ist das Gefühl der Freiheit und der Flexibilität deutlich ausgeprägter.

Die Steuerung der Lautstärke und der Liederauswahl erfolgt bequem per App, das musikalische Portfolio ist dank boomender Streaming-Portale noch ausufernder als die Haarpracht eines Günter Netzer zu dessen besten Zeiten. CS 10 und CS 40 hat Magnat sein Duo getauft. Bis zu zehn dieser Lautsprecher lassen sich parallel in einem Multiroom-Verbund bespielen. Das reicht auch für großzügig geschnittene Einfamilienhäuser locker aus. Der CS 40 mit einer Ausgangsleistung von 50 Watt ist der größere aus der neuen Boxen-Bande. 4,85 Kilo bringt der schwarze aktive Zweiwege-Lautsprecher mit anthrazitfarbener Metallabdeckung auf die Waage und sollte damit im Gegensatz zum CS 10 einen festen Platz zugewiesen bekommen. Zum regelmäßigen Herumschleppen ist er zu schwer. Im rund 40 Zentimeter breiten und 23 Zentimeter hohen Gehäuse hat Magnat einen Passiv-Radiator, zwei Hochtonkalotten und zwei Tiefmitteltöner untergebracht. Die glänzend schwarze Oberseite zieren drei berührungsempfindliche Tasten für die Lautstärke-Anpassung. Eine Front-LED informiert in verschiedenen Farben über die gewählte Eingangsquelle und den Betriebszustand (WLAN, Standby, Reset, Aktualisierung) während der Installation. Ein Display gibt es nicht, was jedoch keinen Minuspunkt einbringt, da es ob der funktionalen App-Steuerung vollkommen überflüssig wäre.

Der Magnat CS 10 kann nicht nur über die Steckdose, sondern zusätzlich über einen integrierten Akku mit Strom versorgt werden.
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