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Die ursprünglich zum 50-jährigen Jubiläum von KEF als Verbeugung gegenüber der Mini-Monitor-Historie des Hauses aufgelegte Kompaktbox hat sich eine treue Fan-Gemeinde erarbeitet. Aus guten Grund: Eine LS 50 bietet deutlich mehr an natürlicher Klangqualität, als in dieser Preisklasse zu erwarten ist. Andererseits ist der auch optisch inspiriert gestaltete Lautsprecher erwiesenermaßen höchst anspruchsvoll bezüglich zu kombinierender Elektronik. Dieser limitierende Faktor dürfte sich mit der jetzt vorliegenden aktiven Variante erledigt haben. Doch der Reihe nach: Was macht diese kleine Box eigentlich so besonders?

Es ist das extrem gelungene Zusammenspiel aus den zwei Kern-Elementen: Lautsprechertreiber und Gehäusekonstruktion. Kaum ein anderer Hersteller hat sich über die Jahrzehnte hinweg eine solche Expertise bei koaxial angeordneten Lautsprechertreibern erarbeitet wie KEF. Die extrem komplexen Uni-Q-Chassis der Engländer wurden immer weiter perfektioniert und befinden sich jetzt in der 11. Generation! Das Uni-Q-Chassis einer LS 50 setzt sich aus zwei kombinierten Treibern zusammen: dem 13 Zentimeter durchmessenden Tiefmitteltöner aus einer Aluminium-Magnesium-Legierung und einem innerhalb dessen Schwingspule zentral platzierten Hochtöner. Dank durchdachter Kombination von Waveguide und kronenförmiger Schalllinse beeinflussen sie sich nicht nachteilig. Stattdessen demonstrieren sie konsequent die Vorzüge einer Punktschallquelle, bei der Musik wie aus einem Guss wirkten kann. Weil sie einem gemeinsamen akustischen Zentrum entspringt.

Für diesen ausnehmend hochwertigen Koaxial-Treiber hat KEF der passiven Jubiläums-LS 50 damals ein perfektioniertes Gehäuse maßgeschneidert, welches für die aktive LS 50 Wireless beibehalten wurde. Lediglich die zusätzliche Elektronik ist jetzt an der Rückseite angedockt, weswegen die aktive Version insgesamt etwa 5,5 Zentimeter tiefer baut. Aus gutem Grund blieb sonst alles wie bewährt, da dieses spezielle Gehäuse eine ideale Umgebung für das Chassis darstellt. Nichts wurde hier dem Zufall überlassen: Die charakteristische geschwungene Frontpartie vermeidet einerseits klangverfälschende Kantendispersionen und unterstützt das ohnehin schon breit gefächerte, gleichmäßige Abstrahlverhalten des Uni-Q-Treibers. Das soll für überzeugende Hörerlebnisse auch außerhalb einer einzigen optimalen Sitzposition sorgen.

Die Anschluss-Palette auf der Rückseite der Master-Box macht deutlich: ein zusätzlicher Vorverstärker wird nicht mehr benötigt.
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