• Seite 1
  • 2 4
  • Ausstattung
  • Test-Fazit
Die iPod-Dockingstation HRD-i von Boston Acoustics ist optionales, durchaus sinnvolles Zubehör. Per Kabel wird der Dock mit dem Trio verbunden.

In vielen Büros, Schlaf- und Wohnzimmern, in Küchen und in Badezimmern stehen meist unauffällig platziert kleine Mono- oder Stereo-Radios. Einige beherrschen zusätzlich das CD-Format. Ihre Daseinsberechtigung leiten sie aus nicht vorhandener Größe ab. Sprich, sie sparen Platz. Leider wird dieses Prinzip auch gleich für die Wiedergabequalität beibehalten: Es klingt meist hell und dünn und dröhnt schlimmer als der Föhn, wenn es mal etwas lauter sein soll. Zweckerfüllung ist die einzige Aufgabe der Minis: Nachrichten morgens im Bad, Berieselung beim Putzen und schließlich das Hörspiel am Abend. Vertreter dieser Zunft werden auf i-fidelity.net keinen Platz finden, denn wir legen Wert darauf, dass Komponenten kategoriebezogen mehr als nur ordentlich klingen. Bei der Suche nach einer Alternative sind wir beim Lautsprecherspezialisten Boston Acoustics fündig geworden. Vor einigen Jahren hat der amerikanische Hersteller sein Sortiment um das CD-Radiosegment erweitert. Dabei ist man aber nicht nach der 08/15-Masche verfahren, die da lautet: Ich suche mir einen »Star«-Designer, kombiniere billigste Bauteile und das Ergebnis heißt Kult. Bei Boston sind kurzfristige Erfolge nicht angesagt, weshalb das Thema anders aufbereitet wurde.

Wie weit fortgeschritten dieser Denkprozess mittlerweile ist, zeigt der jüngste Spross der Horizon-Linie, das Modell Trio. Rund 600 Euro kostet dieses Stereo-CD-Radio, das durchaus als vollwertige Stereoanlage und potenter Wecker taugt. Los geht es bei der Farbauswahl, Boston hat hierfür den »Personal Options Plan« erfunden: Auf einer speziell für diesen Zweck eingerichteten Webseite können Interessenten mit unterschiedlichen Farbvarianten spielen. Auf diese Weise kann das Trio entweder harmonisch an die jeweilige Umgebung angepasst oder als bewusster Farbakzent gesetzt werden. Doch ist das bei Weitem nicht der einzige Aspekt, der diese dezente Komponente so attraktiv macht.

Was auf Anhieb gefällt, ist die übersichtliche Gestaltung der Frontpartie. Das gilt für die CD-Laufwerkstasten ebenso wie für die Radiostationstasten. Ohne Zuhilfenahme der Bedienungsanleitung erschließen sich die wichtigsten Bedienschritte intuitiv. Der größte, sich in der Mitte befindliche Drehregler schaltet das Trio ein oder aus und ist für die Lautstärkekontrolle verantwortlich. Rechts daneben sitzt der »Tune«-Knopf, mit dem sich das Frequenzband durchforsten lässt, manuell durch Drehen und automatisch durch Drücken – einfacher geht es nicht. Die Menüsteuerung wird durch den linken Regler möglich. Hier werden Radiostationen abgespeichert und die Klangregelung ebenso wie die Anzeigenhelligkeit gesteuert. Die einzelnen Menü-Auswahlpunkte können über den Drehknopf präzise angefahren werden, ein weiterer Druck und der Nutzer befindet sich im Einstellmodus. Zwei unterschiedliche Alarmzeiten sind einstellbar, ferner kann der Anwender entscheiden, ob er mit Musik, einem Signalton oder der Kombination aus beidem geweckt werden möchte. Wunderbaren Komfort bietet die »Schlummer«-Taste, also die Funktion, die den Wecker noch einmal für ein paar Minuten ruhigstellt. Eine Taste oder einen Knopf sucht man vergeblich, aber um den Rahmen des Trio ist eine dünne Aluminiumleiste geführt, die nicht nur ein optisches Styling-Element ist, sondern auch die Weckverzögerung auslöst. Wenn man noch ein paar Minuten schlafen möchte, muss man also weder Licht machen noch die Brille aufsetzen und suchen, sondern eine ungezielte Bewegung in Richtung des Boston lässt den Alarm verstummen. Bei dieser Lösung hat der Ingenieur nicht an sich, sondern an den Kunden gedacht.

  • Seite 1
  • 2 4
  • Ausstattung
  • Test-Fazit