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Es gibt Unternehmen, die machen einfach vieles richtig. Das lässt sich einerseits an blanken Zahlen, Verkaufsstatistiken und Umsätzen belegen. Andererseits aber auch an einem Faktor, der mit Geld kaum aufzuwiegen ist: dem Image. Menschen nehmen unterschiedliche Konzerne und deren Produkte ganz individuell wahr, obwohl sie deren Autos, Möbel, Fernseher oder Uhren möglicherweise – unter anderem aus Kostengründen – noch nie erworben haben. Beispiele: Apple, Audi oder auch Bose. Selbst absolute technische Laien assoziieren beim Anblick eines Kopfhörers oder eines Soundsystems aus der Bose-Manufaktur sofort perfekten Klang, hochwertige Verarbeitung und geballtes technisches Know-how. Bei dieser Spontaneinschätzung kommt eine Mischung aus eigener Erfahrung, der öffentlichen Meinung und dem ein oder anderen positiven medialen Urteil zum Tragen. All das formt das gute Image, die strahlende Außendarstellung eines Unternehmens, für das pfiffige Marketingexperten die Köpfe rauchen lassen. Ein Privileg, das sich die Bose Corporation seit ihrer Gründung im Jahr 1964 durch kontinuierliche Arbeit erworben hat. Selbst als Redakteur unterliegt man immer wieder dem subjektiven und gefährlichen Vorurteil, dass eine Bose-Anlage gut klingen muss. Das ist quasi ein Naturgesetz, von Gott gegeben. Auf dieser Annahme darf natürlich kein Urteil beruhen. Deshalb gilt es erneut, beim Test der SoundTouch-Serie alle Sinne ganz besonders zu schärfen und – wie bei allen anderen Geräten auch – mit höchster Konzentration und Präzision hinzuhören und hinzuschauen.

Auf ihren Einsatz warten die SoundTouch 20 Series II, die SoundTouch 30 Series II und die SoundTouch Stereo JC Series II. Hinter diesen mitunter recht abstrakten Namen verbergen sich kabellose Musiksysteme, die im familiären Verbund dafür sorgen, jedes Zimmer einer Wohnung oder gar eines kompletten Hauses musikalisch zu beschallen. Ohne komplizierte Einrichtung, ohne umständliches Verlegen von meterlangen Kabelstrippen, sondern lediglich durch die Einwahl in ein WLAN-Netzwerk. Bose verfolgt dabei wie immer mehr Mitbewerber das Ziel und die Philosophie, nicht nur bestmögliche Klangerlebnisse zu servieren, sondern auch eine Art neues Lebensgefühl und eine besondere Leichtigkeit zu versprühen. Das Szenario, das Bose transportiert: Die Haustür geht auf nach einem anstrengenden Arbeitstag, ein Fingertipp auf das Smartphone-Display, und schon empfängt einen der Lieblingsinterpret gleichzeitig in Flur, Wohnzimmer und Küche. Ein Bild vom unbeschwerten und sorgenfreien Heim, das Werbestrategen am Reißbrett kaum besser hätten entwerfen können.

Nehmen wir die einzelnen Protagonisten einmal näher unter die Lupe. Familienmitglied Nummer 1: SoundTouch 20 Series II. Der Benjamin im Bunde wiegt 3,2 Kilo und kommt auf die kompakten Abmaße 31,4 x 18,8 x 10,4 Zentimeter. Damit findet er problemlos auf dem kleinen Beistelltisch im Flur oder auf dem Nachttisch Platz. Die schwarze oder weiße Box könnte klarer kaum strukturiert sein. Ein schicker, großer OLED-Bildschirm ziert die Front, auf der Oberseite hat Bose zehn griffige und schöne Tasten montiert. Warum eine Taste »schön« sein kann? Es gibt billige, knarzende Plastikwippen und eben diese Tasten mit sauberem Druckpunkt, die ein angenehmes Bedienerlebnis garantieren und zudem eine ansprechende Haptik bieten. Ein schönes Gefühl. Neben der Lautstärke und der Quellen- beziehungsweise Speicherauswahl kann man die SoundTouch hier oben auch in Betrieb nehmen. An der Rückseite befindet sich neben USB- und AUX-Eingang der Ethernet-Anschluss, aber selbstverständlich beherrscht die komplette Bose-Flotte WLAN. Zu den unterstützten Audio-Formaten gehören MP3, WMA, AAC und Apple Lossless.

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