

Die Ästhetik eines Schreibtisches spiegelt auch immer die Persönlichkeit des Benutzers wider. Damit ist natürlich nicht nur die Bandbreite zwischen akribischer Ordnung und kreativem Chaos gemeint, sondern auch die verwendeten Materialien und Modelle. Zwischen handgefertigtem Einzelstück aus Massivholz und schwedischem Möbelhaus ist alles möglich. Bei aller Unterschiedlichkeit gibt es natürlich auch Gemeinsamkeiten. Wird ein Computer betrieben, legen viele Besitzer inzwischen nicht nur auf die Performance der Maschine großen Wert, sondern auch auf deren Aussehen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob sie sich für einen stationären oder einen mobilen PC oder Mac entscheiden. Nur wer kommt dann auf die Idee, neben seinem Rechner Plastikböxchen, deren Größe zwischen Joghurtbecher und PET-Flasche variiert, zu platzieren? Natürlich fast jeder, denn Musikdatenbanken, Videos und viele weitere Anwendungen erfordern die Tonausgabe. Branchenüblich wird dabei vom Stereo- bis zum 7.1-Vollplastik-System mit erfundenen 1.200 Watt alles über den Preis verkauft – der Klang spielt bei der Entscheidung so gut wie keine Rolle. Doch wer um alles in der Welt hat einen Vorteil davon, wenn man eine Geige nicht mehr von einer Kreissäge unterscheiden kann? Niemand!
Gut beraten ist man folglich, wenn man sich bei den Unternehmen nach Computer-Lautsprechern umschaut, die Erfahrung damit haben. Zweifellos gehört Bose zu diesem Kreis, denn kein zweites Unternehmen beschäftigt im Bereich akustischer Forschungen derart viele Ingenieure wie die Amerikaner. Deren Aufgabe besteht darin, nicht nur eine überdurchschnittliche Klangqualität zu realisieren, sondern vor allem Bedienbarkeit, mehr noch Benutzerfreundlichkeit und die Optik zu berücksichtigen. Diese »breitbandige Betrachtung« der Thematik ist eine Pflicht, die Amar Bose allen Mitarbeitern seines Unternehmens vermittelt. Im persönlichen Gespräch berichtete der Bose-Chef i-fidelity.net, dass seine Eltern ihn früher fast jedes Wochenende angerufen hätten, weil ihre Stereoanlage defekt sei. Dem war natürlich nicht so, es war immer nur ein Bedienungsfehler, der ihr Vergnügen getrübt hatte. Also war für Bose klar, dass seine Produkte unter dem Aspekt Kundenfreundlichkeit zu planen sind. Dass das leichter gesagt als getan ist, lässt sich sicher daran ablesen, dass es immer noch viel zu wenige Geräte in der Unterhaltungselektronik gibt, die diese Anforderungen erfüllen. Berücksichtigt man die genannten Aspekte für die Konstruktion eines Computer-Lautsprechers, wie sieht der dann aus?