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Die Sache mit der Lautstärke ist beim Gros aller mobilen Music-Player ärgerlich. Denn um uns Bürger vor Gehörschäden zu beschützen, sind portable Abspieler wie der iPod durch die EU in ihrer Maximallautstärke begrenzt. Der höchste erlaubte Pegel von etwa 85 dB (A) entspricht in etwa der Lautstärke eines vorbeifahrenden Lkws. Schade ist dabei nur, dass leise Passagen in einem Musikstück folglich im Umgebungsgeräusch untergehen. Über solcherlei Gängeleien setzt sich der Acoustic Research AR-M2 hinweg – bei dem amerikanischen Music-Player dreht man die Maximal-Lautstärke lieber zurück. Und genießt trotz alledem die mit 44,1 Kilohertz über High-Resolution 384 Kilohertz bis hin zu DSD 128 (5,6 Mhz, der doppelten Taktrate von SACD) abgespeicherten High-Resolution-Musikdateien in voller Lautstärke über Kopfhörer. Oder drahtgebunden via Line-Ausgang über das Autoradio (Bluetooth wird leider nicht unterstützt) oder die heimische Musikanlage.

High-Tech und High-Power beanspruchen Volumen und Gewicht. Mit seinen 500 Gramm reiht sich der Acoustic Research denn auch als Schwergewicht unter den tragbaren Musik-Playern ein. Und auch in puncto »schlank« kann der AR-M2 kaum mit seinen Artgenossen konkurrieren. Während dünnste Smartphones gerademal fünf Millimeter messen, gilt er mit 16 Millimeter Dicke als korpulent. Das entschädigt er mit einem erzstabilen Metallmantel und einem edlen Sandwich-Aufbau aus Glas und gebürstetem Aluminium. Was von außen ferner ins Auge sticht, ist der dominante Lautstärkedrehknopf – und kein graziler Tipper, der nach binären Rechenvorschriften digital den Pegel auf eingestellte Werte einfriert. Nein, hinter dem dominanten Rädchen sitzt ein echtes Poti mit Anschlägen für Minimum (Null) und Maximalpegel, das je nach Stellung den eingestellten Wert behält.

Unter dem Panzer versprechen die in High-End-Kreisen geschätzten D/A-Wandler PCM 1794 A allerfeinsten Wohlklang. Die Konverterbausteine der amerikanischen Halbleitermanufaktur Burr Brown vereinen die Vorzüge von traditionellen Multi- (Rauscharmut) und neuzeitlichen 1-Bit-Wandlern (Verzerrungsarmut). Intern teilt der Konverterbaustein die Bits auf. Die für große Pegel zuständigen höherwertigen 6 Bit wandeln sie herkömmlich, die niederwertigeren 18 Bit vergleichbar der SACD mit 1-Bit-Konvertern. Die DSD-Daten bereitet ein maßgeschneidertes Extra-Interface mundgerecht auf.

In puncto Technik hat Acoustic Research die Aufgaben also bewundernswert gelöst. Auch angesichts seiner Bedienung erntet der AR-M2 ungeteilten Beifall. Ohne zusätzliche Treiber meldet er sich über den heimischen Rechner als SD-Kartenspeicher an. Per Drag and Drop wandern die auf dem Rechner oder auf Festplatte gespeicherten Musikdateien dann auf den internen 64 GB-Speicher des AR-M2. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich durch die Speichererweiterung mit einer SD-Microcard von 128 GB. Über entsprechende Kartenleser kann die Micro-SD direkt beschrieben werden. Mac-User laden sich »Android File Transfer« herunter und füllen damit den externen oder internen Speicher wie gehabt.

Ob im mobilen oder im stationären Einsatz, der Acoustic Research liefert Klangqualität auf höchstem Niveau.
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