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Als T+A die HV-Serie vorstellte, war die Überraschung vielerorten recht groß, denn mit den Produktentwicklungen der vorherigen Jahre haben diese Komponenten äußerlich gar nichts gemeinsam. Nie zuvor hatte T+A so große Elektronik gebaut, da wurde auf den ersten Blick klar: Hier geht es um ein Statement. Solche Schwergewichte kann man mit Fug und Recht als Boliden bezeichnen, jeder einzelne von ihnen strahlt mit Top-Verarbeitungsqualität und mächtiger Physis sofort einen sehr hohen Anspruch aus. Zwar frohlockt nicht jeder angesichts eines klassischen Panzerschranks, aber wer so häufig kompaktere, gestalterisch »anschmiegsame« Geräte entworfen hat wie T+A, der darf auch mal wieder richtig zulangen. Schließlich ist auch das Bedürfnis nach kompromisslosem High End ungebrochen, und das ganz offensichtlich auch in Herford. Nicht, dass wir uns da missverstehen: Insbesondere der DAC 8 DSD und der AMP 8 haben eindrucksvoll gezeigt, wie ernst kleinere Elektronik aus der Feder von Entwicklungsleiter Lothar Wiemann zu nehmen ist. Aber, manchmal soll es eben noch mehr sein.

Das ist auch das Stichwort zur Erweiterung der HV-Serie, die bis dato aus dem SACD-Spieler PDP 3000 HV, dem Multi-Source-Player MP 3000 HV, der Vor-/End-Kombi P 3000 HV / A 3000 HV sowie dem Vollverstärker PA 3000 HV bestand und jüngst gleich zwei Neuzugänge bekommen hat: Neben dem PA 31000 HV ergänzt auch der MP 3100 HV die Linie. Dieser Player unterscheidet sich vom weiterhin erhältlichen MP 3000 HV zunächst durch ein neu entwickeltes SACD-Laufwerk; sein besonderes Bonbon ist jedoch der von T+A selbst entwickelte, diskret aufgebaute 1-Bit-Wandler für DSD-Datenströme, mit dem bisher nur der PDP 3000 HV und der DAC 8 DSD ausgestattet waren. Was aber steckt dahinter, wenn T+A kaum vier Jahre nach der HV-Ansage einen Nachsatz zum Thema Vollverstärker bringt? Noch mehr Leistung etwa?

Schwer vorstellbar eingedenk eines Kraftwerks wie dem PA 3000 HV, aber gar nicht so verkehrt: Der PA 31000 HV ist für das PS 3000 HV vorbereitet. Dieses externe Netzteil in voller Komponentengröße diente bislang nur als optionale Erweiterung für die Endstufe A 3000 HV, dabei profitieren auch Vollverstärker von einer externen, felsenfest stabilen Spannungsversorgung. So gesehen ist es nur konsequent, einem solchen zusätzliche Reserven zur Seite zu stellen, zumal selbst einige äußerst anspruchsvolle Hörer im Grunde einen Integrierten bevorzugen. Bei einer sinnvollen Diskussion um Vor- und Nachteile beider Varianten lässt sich zugunsten einer aufgetrennten Verstärkung in erster Linie die Tatsache verbuchen, dass in zwei oder gar drei Gehäusen noch mehr Aufwand für signalführende Schaltungen, Versorgungsstrecken und Abschirmungen einzelner Sektionen betrieben werden kann. Darüber hinaus steckt noch ein Ass im Ärmel einer separaten Endverstärkung: Mit ihr lässt sich ultimativen Leistungsansprüchen gerecht werden. Demgegenüber trumpfen Vollverstärker mit kürzeren Signalwegen auf und gleichen durch eine Auslagerung der Stromeinspeisung den Nachteil einer schlankeren internen Ausführung dieser klanglich vitalen Baugruppe aus.

Das Anschlussfeld ist dem internen symmetrischen Schaltungsaufbau entsprechend auch symmetrisch angeordnet.
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