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Die Oberfläche der Concept 500 ist zweifarbig: im vorderen Teil ist es sorgfältig aufgetragener Lack, dem zur Rückseite hin ein Band aus Echtholz folgt.

Die schmale, mit drei Chassis bestückte Schallwand, das Gehäuse deutlich tiefer als breit und auf einem Ring aus Aluminium fußend – das sieht schon fein, um nicht zu sagen sehr fein aus. Ebenso attraktiv ist die zweifarbige Gestaltung der neuen Q Acoustics Concept 500: So sind Front- und Seitenwände mit einer wahlweise schwarzen oder weißen hochglänzenden Lackschicht versehen, die massive Rückwand hingegen besitzt ein dazu perfekt passendes Echtholzfurnier – in der Ausführung »Schwarz« aus dunklem Palisander und in der weißen Version aus heller Eiche. Laut Designer Kieron Dunk wollte er den Schallwandlern eine klare, eine zeitlose Formensprache verleihen, doch bei aller Schlichtheit auch markante Designpunkte setzen – wie beispielsweise mit den Bi-Color-Oberflächen.

Angesichts der eher athletischen Figur der Concept 500 überraschen ihre 42 Kilogramm Gewicht dann doch. Reicht es denn nicht, dass sie schön ist? Muss jetzt auch noch technischer Grips in ihr stecken? Je mehr wir uns mit dieser Frage beschäftigen, desto spannender wird es. Denn das Fink Audio-Team aus Essen, eines der angesehensten Entwicklerteams in diesem Bereich, hat die Technik dieses Lautsprechers realisiert. Das reicht von den Chassis über die Weiche bis hin zum aufwendigen Gehäuse, mit dessen grundsätzlichen Eigenschaften man sich für dieses Projekt intensiv beschäftigt hat. Dabei geht es Chef Karl-Heinz Fink nicht um pseudo-audiophile Gesichtspunkte, sondern er verlässt sich lieber auf die bis ins kleinste Detail rechnende Software und nach dem Bau des Prototypen auf die Überprüfung mit Messmikrophon und Ohren. Im Falle des Gehäuses ist es laut Fink gelungen, den Geräuschspannungsabstand um 30 Dezibel zu senken, was seinen negativen Einfluss auf die Wiedergabequalität minimiert.

In der Concept 500 arbeitet ein Duo aus zwei 16,5-Zentimeter-Chassis. Bestückt sind sie mit einer beschichteten Papiermembran. Der Durchmesser der Schwingspule beträgt 35 Millimeter, was zum einen höherer Leistungsaufnahme und zum anderen größerer Dynamik dient. Ab 2.500 Hertz überträgt eine 28-Millimeter-Kalotte das Hochtonsignal. Sie besitzt einen angedeuteten Hornvorsatz, um den Abstrahlwinkel zu erweitern. Außerdem kann sie in Ruhe schwingen, denn von der Schallwand ist sie wirksam entkoppelt. Körperschall, der sich von den Tieftönern verursacht, auf den Weg in Richtung Kalotte macht, wird von einem Gummikissen in Wärme verwandelt. Ein enormer Aufwand, der jedoch seine Berechtigung hat, denn vibriert die Hochtoneinheit, weil die Tieftöner gerade mächtige Arbeit leisten, dann gehen Fokus und Stabilität des Klangbilds verloren. Auf der Rückseite der schicken Q Acoustics befindet sich eine Steckbrücke, mit deren Hilfe der Hochtöner um 0,5 dB angehoben oder abgesenkt werden kann, um leichte Anpassungen an den Hörraum oder den eigenen Geschmack vornehmen zu können.

Groß und ungeheuer kompetent: Karl-Heinz Fink und sein Team haben die Q Acoustics Concept 500 technisch realisiert. Im Essener Hörraum sind dabei sämtliche Entwicklungsschritte klanglich überprüft worden. Laut Fink darf man sich dabei von Misserfolgen oder Rückschritten nicht einschränken lassen, weil schließlich am Ende ein Ergebnis zustande kommt, was vermutlich viele Hörer sehr glücklich machen wird.
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