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Bei digitalen Verstärkern ist es mittlerweile zunehmend verbreitet, dass sie Musik über verschiedene Schnittstellen empfangen und ein Netzwerkspieler integriert ist. Das bieten inzwischen die meisten AV-Verstärker, aber auch High-End-Stereogeräte wie etwa Audionets DNx-Serie oder auch Trinnovs Amethyst . Nun beginnt – eigentlich überraschend spät – diese Ära auch für bislang klassische Digital/Analog-Wandler.

Bei Primares neuestem Wandler deutet die Namensgebung NP30 ebenfalls auf das Vorhandensein eines Netzwerk-Players hin. Im Kern ist der NP30 ein konventioneller D/A-Wandler für Digitalsignale bis zu einer Abtastrate von 192 Kilohertz. Dafür stehen drei optische TosLink- und ein Cinch-Eingang bereit. Doch mal abgesehen von den symmetrischen und unsymmetrischen Ausgängen und der Kaltgerätebuchse für die Stromversorgung war es das dann auch schon an gewöhnlichen Anschlüssen. Wie die meisten neueren D/A-Wandler besitzt der Primare darüber hinaus einen USB-2.0-Audio-Anschluss für Signale bis 192 Kilohertz in Stereo, der in Form einer USB-B-Buchse ausgeführt ist. Doch dann wird es ein wenig exotisch für diese Gerätegattung, denn auch per USB-A-Anschluss darf Musik gefüttert werden. Und die Buchsen für LAN-Kabel und WLAN-Antenne verheißen den Zugang via Musikserver, Internet-Radio und die Steuerung per App. An die flache USB-Buchse dürfen Speichersticks, Festplatten und Apple-Mobilgeräte angedockt werden. Letztere liefern dann direkt und digital ihre Musik ab. Sie müssen allerdings verkabelt werden, denn AirPlay beherrscht der Schwede nicht.

Die Navigation für angesteckte Speicher übernimmt die hauseigene Primare-App auf einem Apple iPhone, iPod Touch oder iPad. Dazu muss der NP30 natürlich mit dem lokalen Netzwerk verbunden werden. Das geht am sichersten per LAN-Kabel. Aber auch WLAN liefert dank diskreter Antenne eine stabile Verbindung. Da der Wandler nur über ein paar LEDs und nicht über ein Display verfügt, muss die Konfiguration des WLAN über einen kleinen Umweg erfolgen, denn schließlich muss man das richtige Netzwerk auswählen und ein Passwort eingeben. Das geht entweder über die App, wenn man den Primare zumindest für diese Konfiguration per Kabel in das heimische Netzwerk einbindet, oder über ein Java-Hilfsprogramm, das man ausschließlich von der Primare-Homepage herunterladen kann. Dort trägt man die WLAN-Daten ein und exportiert sie auf einen USB-Stick, von diesem wiederum kann der NP30 dann die Konfiguration lesen. Diesen Weg muss gehen, wer kein Apple-iOS-Mobilgerät besitzt, aber dennoch WLAN nutzen will. Klingt ein wenig umständlich, ist aber recht einfach, wenn man der Anleitung folgt, zudem muss man es ja nur einmal machen. Da sich der NP30 im Netzwerk als »UPnP«-Klient (Universal Plug and Play) anmeldet, lässt er sich mit dem Großteil der Netzwerk-Player-Apps aller Betriebsysteme steuern, falls man keine Apple-Geräte besitzt.

Bei Primare ruhen alle Geräte vollkommen kippelfrei auf drei Füßen, vorne zwei, hinten einer. Der NP30 lässt sich auch per externem Infrarotsensor, Trigger-Signal oder serieller Schnittstelle kontrollieren. Für die betriebssichere drahtlose Netzwerkanbindung gibt es einen WLAN-Antennenanschluss für den mitgelieferten Sendemasten.
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