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Die Fernbedienung liegt aufgrund der Seitenführungen und des Gewichts super in der Hand. Zum Wechseln der Batterien wird keine Plastikklappe geöffnet, sondern es werden vier Kreuzschrauben gelöst.

Auf der Rückseite des Vorverstärkers finden wir sechs vergoldete Cinch-Eingangsbuchsenpärchen, die nicht wie üblich mit Zahlen, sondern zur Abwechslung mal mit Buchstaben markiert sind. Dazu gesellt sich ein XLR-Eingang, der bei Betrieb den Eingang »A« ersetzt. Neben den bereits erwähnten Konstantpegelausgängen für Aufzeichnungsgeräte gibt es zwei asymmetrische Vorverstärkerausgänge, was beispielsweise Bi-Amping ohne großen Aufwand ermöglichen würde. Wer die symmetrische Verbindung zum Endverstärker oder zu Aktivlautsprechern bevorzugt, kann auf einen XLR-Ausgang zugreifen.

Im Inneren geht es ordentlich wie selten zu. Das ist keinesfalls High-End-Bastelware, sondern wirklich eine Hightech-Konstruktion, die die Neuseeländer hier abliefern. Die Schaltung ist symmetrisch aufgebaut. Die Verstärkung findet im Class-A-Betrieb statt, was nicht der Stromrechnung, sondern der Klangqualität dienlich ist. Besonders aufwendig ist die Spannungsversorgung konstruiert: Mehrere Sekundärwicklungen speisen die verschiedenen Stufen, die am Verbrauchspunkt noch einmal ordentlich stabilisiert sind. Sehr gute Arbeit, wie die Resultate aus dem i-fidelity.net-Messlabor zeigen.

Was ist Energie?

Diese Antwort bleibt die passende Endstufe Prisma 350 bei den Messungen nicht lange schuldig: Zweimal 780 Watt liefert der Bolide an vier Ohm, und an acht Ohm sind es immerhin 440 Watt. Damit ist die schon sehr hohe Herstellerangabe noch deutlich übertroffen. In der Praxis geht es natürlich nicht darum, jetzt einen Lautsprecher zu finden, der dieser enormen Leistung standhält, geschweige denn diese Kraft im Hörraum in Schalldruck zu verwandeln. Betrachten wir sie einfach als luxuriöse Reserve und warten ab, was sich beim Hörtest tut.

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