• TEST
  • 2 6
  • Seite 5 Labor
  • Seite 6

Bevor Moon hierzulande populär geworden war, wurde bei der Erwähnung des Namens häufig gleich der Hinweis mitgegeben, dass ehemalige Ingenieure von Mark Levinson an der Entwicklung der Moon-Geräte beteiligt sind. Inzwischen bedarf es längst keiner Fremdreputation mehr, Moon hat sich mit der klanglichen Performance seiner Komponenten in der High-End-Szene Ansehen verschafft. Obgleich Moon im Sprachgebrauch als Herstellerbezeichnung geläufig wurde, handelt es sich de facto um eine Marke des kanadischen Herstellers Simaudio. Diese Unternehmung ging nach deren Umstrukturierung aus der 1980 gegründeten »Sima Electronics« hervor, die anfänglich nur professionelles Equipment entwickelte.

Anfang der 90er-Jahre richtete sich Simaudio dann mit der Celeste-Serie ganz auf das HiFi-Segment aus und wagte mit oval geformten Gehäuse-Chassis einen weiten Vorstoß in unkonventionelles Terrain hinein, so als hätte man jegliche Profi-Anmutung abschütteln wollen. Wenig später, im Jahr 1997, wurde dann der Name Moon zuerst nur für eine neue, von der Celeste-Linie inspirierte Referenzserie eingeführt. Während aller organisatorischen Veränderungen und markenstrategischen Orientierung blieben die Verantwortlichen indes immer ihrem Qualitätsanspruch treu, und schließlich fanden sie auch gestalterisch ihre eigene, klare Linie.

Etwas unübersichtlich wirkt dagegen die Zusammenstellung der Neo-Komponenten: Neben dem ACE gehören nicht weniger als zwölf weitere Modelle zur Serie: zwei D/A-Wandler, ein CD-Transport, drei Vollverstärker, eine Vorstufe, eine Stereo-Endstufe, ein Mono-Block und ein Phono-Entzerrer sowie zwei Kopfhörerverstärker. Dieses umfangreiche Sortiment bildet die mittlere Serie im Portfolio, die Neo-Geräte enthalten fast alle wesentlichen technologischen Merkmale der Top-Linie Evolution. Doch auf eine allzu spezifische technische Argumentation wollen sich die Sprachrohre bei Moon nicht versteifen, denn sie sprechen viel lieber über Klangqualität. Die liegt den 35 Mitarbeitern offenkundlich am Herzen: Auf ihrer Website bringen sie Neulingen spürbar leidenschaftlich, jedoch in der Sache neutral formuliert, Kriterien für hochwertige Musikwiedergabe nahe und propagieren mit Verweis auf neurowissenschaftliche Untersuchungen deren positive Wirkung auf das körperliche Wohlbefinden. Mit ebenso viel Enthusiasmus hält die 2013 in den Besitz einer Gruppe langjähriger Mitarbeiter übergegangene Manufaktur die Fertigung am eigenen Standort hoch. In Quebec werden daher nicht nur die Platinen von Hand bestückt, sondern sogar sämtliche Gehäuseteile selbst hergestellt.

Zusätzlich zu Netzwerk-Musikquellen und dem Streaming-Angebot bietet der ACE insgesamt acht Geräten kabelgebundenen Anschluss. Dazu stehen zwei analoge, mit hochwertigen RCA-Buchsen ausgestattete Eingänge bereit, die sich zwecks Einbindung in Home-Cinema-Systeme direkt durchschleifen lassen und so die Lautstärkeregelung am AV-Prozessor erlauben.
  • TEST
  • 2 6
  • Seite 5 Labor
  • Seite 6